
Noch unter dem Eindruck der letzten von mir besuchten Opernpremiere (SALOME im Theater Hagen) habe ich mir Gedanken über das kulturelle Angebot in NRW besonders in Bezug auf das Musiktheater gemacht. Ohne Frage ist es gerade in Nordrhein-Westfalen, und dort besonders im Großraum Ruhrgebiet und entlang des Rheins, besonders reichhaltig und vielfältig. In Zeiten knapper kommunaler Kassen und drohender Kürzungen im Kulturetat scheint es mir besonders wichtig darauf hinzuweisen, dass jedes Theater so ungemein auf den Zuspruch seiner Zuschauer angewiesen ist. Nicht nur der Kauf einer Eintrittskarte zählt da – sicher besonders wichtig – , auch die Teilhabe der Menschen vor Ort an den kulturellen, vielfach kostenlosen, Angeboten ihres Theaters ist von großer Relevanz. Und wenn es nur darum geht, die persönlichen Eindrücke eines Theaterbesuchs in den sozialen Medien wiederzugeben oder im Freundes- und Bekanntenkreis dafür zu werben, andere Menschen für das Theater zu begeistern. Ihnen die Scheu vor dem „ersten Opernbesuch“ zu nehmen. Ihnen zu sagen: „Geh doch einfach mal rein. Oder komm mit, wenn ich das nächste Mal gehe. Schau es Dir an und dann kannst Du immer noch entscheiden…„. Und wie oft erlebt man dann, dass diese Erstlings-Besucher danach begeistert und positiv überrascht sind, wie toll doch Oper sein kann. Natürlich gilt dies auch für Ballett, Operetten und gutgemachte Musicals. Wir sind alle gefordert. Wir haben (noch) diese reichhaltige Theaterlandschaft in NRW und darüber hinaus auch in ganz Deutschland. Sie weiterhin zu erhalten, die kulturelle Szene mit Leben zu erfüllen, ist von größter Wichtigkeit für uns alle. Kultur ist Teil des Lebens. Kultur bereichert unser Leben. Kultur macht Spaß, geht ins Herz und lässt uns über so vieles nachdenken.
Die neuen Spielpläne der allermeisten Theater und Konzerthäuser in NRW für die kommende Saison 2026/2027 liegen vor. Nachfolgend sind alle (Musik-)Theater aufgeführt, die ihr neues Programm vorgestellt haben. Darüber hinaus habe ich aber auch noch einige weitere Spielstätten mehr in Deutschland aufgelistet.

Hier ist mir allerdings nachzusehen, dass dies nur eine Auswahl an Opernhäuser darstellt und keine umfassende deutschlandweite Auflistung. Aber sehr gern freue ich mich über weitere Theater, die in dieser Liste Erwähnung finden möchten. Eine Mail mit dem entsprechenden Link zur Vorschau 2026/27 an redaktion@opernmagazin.de reicht dazu völlig aus.
Beim Klick auf den Namen des Theaters öffnet sich die entsprechende Vorschau-, bzw. Spielplanseite für 2026/2027.
Theater Nordrhein-Westfalen
Theater Essen (Aalto-Musiktheater)
Theater Krefeld – Mönchengladbach
Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf / Duisburg
Außerhalb von Nordrhein-Westfalen
Theater Flensburg (Schleswig-Holsteinisches Landestheater)
Landestheater Niederbayern (Landshut/Passau/Straubing)
- Artikel von Detlef Obens / DAS OPERNMAGAZIN
- Titelfoto: Semperoper (Dämmerung) © Semperoper Dresden/Matthias Creutziger
Lieber Detlef,
Super Idee!
Ich habe, nachdem ist seit 2028 über Produktionen der Oper Bonn und der Oper Köln berichte, meinen Aktionsradius auf das Ruhrgebiet und Düsseldorf erweitert, und ich kann DEinen Eindruck nur bestätigen. Ich habe Kostbarkeiten wie „Die Zauberflöte“ in der Inszenierung von Barry Kosky in Düsseldorf und eine „Aida“ Wiederaufnahme von 1982 in der Inszenierung von Hilsdorf in Essen entdeckt.
Besonders interessant fand ich in diesem Jahr Wuppetal, nicht nur wegen des konzertanten „Rings“ in der Historischen Stadthalle, sondern auch wegen des Opernabends „Erwartung – Der Wald“ und „Griselda“ von Vivaldi.