Theater Augsburg/ Theaterfest 17-18/ Foto @ Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg: Nach der Spielzeit ist vor der Spielzeit

Theater Augsburg/ La Forza del destino/ Sally du Randt, Opernchor des Theater Augsburg
Foto: Jan-Pieter Fuhr

Neuer Intendant, neues Team, Interimsspielstätte im martini-Park, mutige Produktionen, außergewöhnliche Regiearbeiten, Abschied von der brechtbühne und dem hoffmannkeller, ein Fugger-Musical für Augsburg und schließlich Staatstheater. Eine ereignisreiche erste Spielzeit der Intendanz von André Bücker neigt sich dem Ende zu. Das Theater Augsburg verabschiedet sich Ende Juli in die Sommerpause mit einem Ausblick auf den Spielzeitstart 2018/19 

 

Eröffnungs-Wiederaufnahme »La forza del destino«

Oper von Giuseppe Verdi | Libretto: Francesco Maria Piave | Musikalische Leitung: Domonkos Héja | Inszenierung: André Bücker

Bühnenbild: Jan Steigert | Kostüme: Suse Tobisch | Dramaturgie: Sophie Walz

16.9.18 | martini-Park

 

In Verdis klanggewaltigem Epos über Fanatismus, Rache und Mord verändert ein einziger Moment alles: Alvaro erschießt versehentlich den Vater seiner Geliebten Leonora. Während sie sich traumatisiert in die Abgeschiedenheit eines Klosters rettet, flüchtet er außer Landes. Doch Leonoras Bruder Don Carlo verfolgt die beiden unerbittlich, um Rache zu üben. Intendant André Bücker erzählt die Handlung von Verdis Oper als realen Alptraum einer Frau, in dem Ehren- und Rachebräuche, Krieg und Geschäft über der Liebe stehen.

 

Theaterfest im Textilviertel

  1. September 2018| 11:00 Uhr bis Open End | martini-Park

Eintritt frei

Mit einem großem Theaterfest im martini-Park heißt das Theater Augsburg seine Besucher*innen in der Spielzeit 2018/19 Willkommen.Die Feierlichkeiten beginnen um 11 Uhr mit einem Familienkonzert der Augsburger Philharmoniker. Anschließend geht es weiter mit einem vielseitigen Programm für Groß und Klein im Saal, in den Foyers und auf dem Gelände des martini-Parks.

 

»Auftakt – Die Spielzeitshow«

  1. September 2018| 18:00 martini-Park

Freier Verkauf | 11 € – 29 €

Alle Ensembles präsentieren in einer großen Gala erste Ausschnitte aus den kommenden Inszenierungen des neuen Spielplans. Das Augsburg Journal wird die diesjährigen Gewinner*innen des Theaterpreises küren und bei der Aftershowparty mit DJ wird weitergefeiert! Karten sind beim Besucherservice des Theater Augsburg erhältlich.

 

Gas (Die Koralle / Gas I / Gas II)

Schauspiel in drei Teilen von Georg Kaiser

Inszenierung Antje Thoms |  Bühnenbild Ute Radler | Kostüme CargoCult (Andrea Huyoff & Beate Eva Huss) | Musikkomposition Stefan Leibold 

Dramaturgie Sabeth Braun

Premiere 28.9.18 | martini-Park

 

Bevor die neue brechtbühne im Gaswerk im Januar 2019 offiziell eröffnet wird, erwartet die Theaterbesucher ein außergewöhnliches Theaterereignis auf dem künftigen Kunst- und Kreativareal in Oberhausen. Regisseurin Antje Thoms, die in der vergangenen Spielzeit Hanoch Levins »Das Kind träumt« auf die brechtbühne brachte, wird Georg Kaisers in den Jahren 1917 bis 1920 entstandene »soziale Tragödie« im denkmalgeschützten Ambiente des sogenannten Kühlergebäudes inszenieren.

 

Orestie

Tragödientrilogie von Aischylos

Inszenierung Wojtek Klemm | Bühne & Kostüme Katrin Kersten | Musikkomposition Albrecht Ziepert | Choreografie Efrat Stempler | Dramaturgie Lutz Keßler

Premiere 29.9.2018 | martini-Park

 

In seiner Tragödien-Trilogie skizzierte Aischylos vor fast 2500 Jahren die »Erfindung« eines (vor-)demokratischen Staatswesens, auf deren Fundament unsere heutige westlich-demokratische Grundordnung basiert und deren Existenz gegenwärtig von massiven politisch tektonischen Verschiebungen bedroht erscheint. In seiner Inszenierung wird Regisseur Wojtek Klemm die politische Aktualität dieser Trilogie in eine packende Inszenierung von großer Intensität übersetzen.

 

Dalibor

Oper von Bedřich Smetana | Libretto von Josef Wenzig & Ervín Špindler | Deutsche Übersetzung von Kurt Honolka

Musikalische Leitung Domonkos Héja | Inszenierung Roland Schwab | Bühnenbild

Alfred Peter | Kostüme Renée Listerdal | Dramaturgie Sophie Walz

 

Die böhmische Legende um den Ritter Dalibor von Kozojedy, Beschützer der Bauern, diente Smetana als Inspirationsquelle für seine romantische Oper »Dalibor«, die zwei Jahre nach der Uraufführung seiner bekanntesten Oper »Die verkaufte Braut« den Drang der Tschechen nach Unabhängigkeit zum Ausdruck brachte. In Szene setzt diesen Zwitter aus Ritter-Epos und tschechischem »Fidelio« Regisseur Roland Schwab, der unter anderem erfolgreich an der Bayerischen Staatsoper München und an der Deutschen Oper Berlin inszeniert.

  • Titelfoto: Theater Augsburg/ Theaterfest 17-18/ Foto @ Jan-Pieter Fuhr

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