Festspielhaus Baden-Baden

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN: Hoch emotionales Saisonfinale

Porträt Andreas Mölich-Zebhauser: Foto @ Michael Gregonowits

Die Festspielhaus-Saison 2017/2018 ist beendet. Der Intendant ist künstlerisch und wirtschaftlich sehr zufrieden.

 

Mit einem hoch emotionalen Opern- und Konzertwochenende ist in Baden-Baden die Festspielhaus-Saison 2017/2018 zu Ende gegangen (23. Juli 2018). In vier ausverkauften Veranstaltungen feierte das Publikum das Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg unter der Leitung von Valery Gergiev in der Oper „Adriana Lecouvreur“ sowie in zwei Konzerten mit dem Ausnahme-Pianisten Daniil Trifonov.

„Das Publikum hat überwiegend mit Verständnis auf den krankheitsbedingten Ausfall der beiden Stars Anna Netrebko und Yusif Eyvazov reagiert“, sagte Intendant Andreas Mölich-Zebhauser, der sich bei seinen Gästen dafür bedankte: „Das ist alles andere als selbstverständlich“.

Der Intendant zog nach der letzten Vorstellung eine positive Saisonbilanz. Insgesamt kamen 198.000 Besucher zu den Veranstaltungen des Festspielhauses. Davon sahen und hörten 191.000 Menschen die 128 Veranstaltungen im Festspielhaus selbst und 7.000 Besucher waren bei den 38 Veranstaltungen außer Haus (Kinder- und Kammeroper, Meisterkonzerte, kleine Kinder- und Jugendformate) zu Gast. Die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern waren dabei der Publikumsmagnet Nummer eins. „Wir sind aber auch sehr zufrieden, dass die Residenzen des Hamburg Ballett John Neumeier sowie des Mariinsky Balletts einen ungebrochenen Zustrom erleben“, so Andreas Mölich-Zebhauser.

In der Oper schlug das Haus an der Oos einen Bogen von Puccinis „La Bohéme“ unter der Leitung von Teodor Currentzis über Wagners „Parsifal“ zu den Osterfestspielen, den konzertanten Aufführungen „Der fliegende Holländer“ und „Die Zauberflöte“ bis zur szenischen Oper „Adriana Lecouvreur“. Bei den großen Konzerten gastierten unter anderem die Wiener Philharmoniker, das London Symphony Orchestra und das Gewandhausorchester Leipzig mit überragendem Erfolg.

Festspielhaus Baden-Bden/PARSIFAL/ Foto @ Manolo Press - Michael Bode
Festspielhaus Baden-Baden/PARSIFAL/ Foto @ Manolo Press – Michael Bode

„Ich bin künstlerisch mit dieser Saison sehr zufrieden und glaube, dass wir mit Dieter Dorns und Sir Simon Rattles ‚Parsifal‘ noch einmal ein deutliches Signal für die Leistungsfähigkeit dieses schönen Festspielhauses gesetzt haben“, so der Intendant. Erfolgreiche Gastspiele erlebte das Festspielhaus Baden-Baden auch im Entertainment-Bereich, wo Bob Dylan für eine besonders große Aufmerksamkeit sorgte.

„Das Festspielhaus Baden-Baden ist nun 20 Jahre alt und aus der Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken“, sagte Andreas Mölich-Zebhauser, der am 27. September 2018 in seine letzte Saison aufbricht. Nach über 20 Jahren übergibt er das Festspielhaus im Sommer 2019 an seinen Nachfolger Benedikt Stampa.

„Es ist jetzt schon ein merkwürdiges Gefühl, in die letzte Sommerpause meiner Amtszeit zu gehen, aber mit den Wiener Philharmonikern und Herbert Blomstedt feiern wir dann am 27. September den Anfang einer ebenfalls hoch emotionalen neuen Spielzeit“, sagte Andreas Mölich-Zebhauser.

In der kommenden Saison werden unter anderem wieder Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern gefeiert. Dann steht die Verdi-Oper „Otello“ im Mittelpunkt. Im Herbst 2018 kommt das Hamburg Ballett John Neumeier mit seinen beiden Stücken „Bernstein Dances“ und „Anna Karenina“ nach Baden-Baden. Über Weihnachten tanzt das Mariinsky Ballett „Schwanensee“ und präsentiert neue Ballette im Festspielhaus Baden-Baden.

 

  • Weitere Informationen: www.festspielhaus.de
  • Titelfoto: Festspielhaus Baden-Baden / Foto @ Festspielhaus Baden-Baden 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.