Oper im Norden! – Die Saison 2018/19 zwischen den Meeren

Norden/Foto @ Lara Malolepszy
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Darüber, welches Programm die Staatsoper Hamburg in der kommenden Saison bietet, berichtete DAS OPERNMAGAZIN bereits, doch gibt es im Norden Deutschlands noch einige weitere höchst erwähnenswerte Mehrspartenhäuser. Von ihnen soll hier berichtet werden. Wir haben uns daher die Programme der Theater von Lübeck, Lüneburg, Flensburg, Kiel, Rostock, Schwerin und Bremen mal genauer angesehen 

 

Das Theater Lübeck beginnt seine neue Spielzeit mit der Operette Ball im Savoy (01.09.2018) von Paul Abraham, und das mit keiner geringeren als Musicalstar Angelika Milster in der Rolle der „Tangolita“. Es folgen Webers „Der Freischütz“ (12.10.2018) und Massenets „Werther“ (16.11.2018). Sodann am 25.01.2019 Mussorgskys „Boris Godunow“ in der Regie des legendären Peter Konwitschny, Bernsteins „A quiet place“ als lokale Erstaufführung (08. 03.2019). Gut zwei Wochen später, am 24.03.2019, hat die konzertante Fassung von Korngolds „Das Wunder der Heliane“ Premiere. Es folgt noch „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart (10.05.2019), bevor Verdis „La Traviata“ (14.06.2019) den Premierenreigen der Saison beschießt.

Weiterhin sind unter anderem Mozarts „Die Zauberflöte“, Verdis „Othello“ und das, schon in der vergangenen Spielzeit viel beachtete Musical „Oliver!“ zu sehen. Mit Chris Murray (Fagin) und Femke Soetenga, beide, zumindest in der Musicalwelt, alles andere als Unbekannte.

Theater Lüneburg/Außenansicht/ Foto @ www.theater-lueneburg.de
Theater Lüneburg/Außenansicht/ Foto @ www.theater-lueneburg.de

Ein weiteres Haus in Norddeutschland, das auf jeden Fall der Erwähnung bedarf, ist das Niedersächsische Theater Lüneburg. Hier erwarten das Publikum im Großen Haus zwei Opernneuproduktionen: Puccinis „La Boheme“ (22.09.2018) mit Lokalmatador und „Urgestein“ Ulrich Kratz als „Schaunard“ und „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss (09.03.2019) und in der Außenspielstätte Musiktheater St. Michaelis dann Händels „Jephta“ (26.10.2019).
Doch auch die „leichtere Muse“ kommt in der Salzstadt nicht zu kurz. So gibt es im Großen Haus Frank Wildhorns „Bonnie & Clyde“ (17.11.2018) und zum Saisonabschluss „Singin‘ in the Rain“ (29.06.2019).
Die Junge Bühne, (man könnte auch schreiben: das „Kleine Haus“) wird Neuproduktionen von George Stiles‘ Peter Pan (29.10.2018), Evers „Gold!“ (05.04..2019) und „Der kleine Horrorladen“ von Menken und Ashman (10.05.2019) zur Aufführung bringen.

Das Schleswig-Holsteinische Landestheater hat seinen Hauptsitz im Stadttheater Flensburg. Es bespielt unter anderem aber auch die Bühnen von Schleswig, Rendsburg, Heide und Neumünster.
Die Premieren finden alle im Stadttheater Flensburg statt. Hier eröffnet „Singin‘ in the Rain“ am 29.09.2018 die Saison, gefolgt von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ (27.10.2018), dem Weihnachtszeitstück „Aschenputtel“ mit der Musik von Rossini (04.11.2018), „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán am 19.01.2019.
Auch von vielen großen Bühnen ist Puccinis „Manon Lescaut“ im Opernrepertoire nicht wegzudenken. In Flensburg hat diese Oper am 16.03.2019 Premiere. Und mit seiner letzten Neuproduktion dieser Spielzeit setzt Flensburg sogar noch auf eine Rarität: „Vanessa“ von Samuel Barber (04.05.2019).

Norden/Foto @ Lara Malolepszy

Eine weitere, ebenfalls hier zu erwähnende Bühne, ist das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin, dass seine Saison am 05.10.2018 mit einer Operngala offiziell eröffnet, bevor am 02.11.2018 Ralph Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“ Premiere hat. Dann folgt „André Chenier“ von Umberto Giordano (18.01.2019), unter Mitwirkung von Bruno Vargas (Fouqier Tinville). Auch in Schwerin steht „Der Rosenkavalier“ auf dem Spielplan. Premiere ist am 12.4. 2019.

Ansonsten stehen noch “Hoffmanns Erzählungen“, „Hänsel und Gretel“ auf dem Spielplan und, was jene, die neben einer Liebe zur Oper auch eine  Affinität zum Musical haben interessieren wird, auch noch „Jekyll und Hyde“. Mit Femke Soetenga und Marc Clear, einem weiteren Musicalsänger der ersten Garde.

Mit dem Volkstheater Rostock bietet ein weiteres Dreispartenhaus in Mecklenburg-Vorpommern besonderes für den Musiktheaterliebhaber. Ab 28.09.2018 haben die Zuschauer mehrere Male die Möglichkeit, sich von Donizettis „Der Liebestrank“ verzaubern zu lassen. Mit Beethovens „Fidelio“ ( 07.01.2019) und letztlich „Peer Gynth“, dem Schauspiel von Henrik Ibsen mit der Bühnenmusikvon Edvard Grieg (05.04.2019) bereichern zwei bedeutende Stücke den Spielplan. Für die etwas leichtere Unterhaltung sorgen dann zwei allseits beleibte Operetten: Paul Linckes „Frau Luna“ (01.02.2019) und „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß (08.6.2019).

Doch auch das Theater am Goetheplatz in Bremen hat ein sehr interessantes Premierenrepertoire: Auch hier gibt es eine Neuproduktion von Beethovens „Fidelio“ (16.09.2018). Verdis „Un Ballo en Maschera“ feiert am 21.10. 2018 Premiere. Danach folgt Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ am 01.12. 2018. Und auch in der Hansestadt setzt man auf  Besonderes. Denn die weiteren Premieren präsentieren  „Lulu“ von Alban Berg (27.01.2019), „L‘Etoile“ von Emmanuel Chabrier (30.03.2019) und Korngolds „Die tote Stadt“ (12.05.2019).

Last but not least sei noch das Opernhaus Kiel genannt, dessen Premieren neugierig machen. Noch etwas unspektakulär die erste Premiere der neuen Saison:  Cavalleria rusticana/I Pagliacci von Mascagni/Leoncavallo am 22.09.2018.

Norden/Foto @ Lara Malolepszy
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Doch bereits am 03.11.2018 folgt „Falscher Verrat“. Dieses Werk von Marco Tutino soll unter dem  Motto „100 Jahre Kieler Matrosenaufstand – Demokratie erkämpfen, Demokratie leben“ und ist eine Uraufführung. Gut, mit Il Barbiere di Siviglia“ von Rossini (08.12.2018) betritt das Opernhaus Kiel wieder den Boden des Vielgeliebten und auch Steven Sondheims „Grusical“ Sweeney Todd (26.01.2019) erfreut sich, besonders dank seiner Verfilmung einer großen Bekanntheit. Aber, dass ein relativ kleines Haus sich auch an ein Mammutwerk wie Richard Strauss‘ „Frau ohne Schatten“ (09.03.2019) – Regie: Brigitte Fassbaender -, wagt, hat schon einiges an Bewunderung verdient. Und auch Auberts „Die Stumme von Portici“ (27.04.2019) oder Monteverdis „Die Krönung der Poppea“(09.06.2019) gehören eher zum außergewöhnlichen Opernrepertoire.

 

Selbst wenn diese umfangreiche Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sollte sie jedoch eines zeigen: Oper im Norden ist ein lohnenswertes Ziel für alle Musikliebhaber und Opernfans!

 

  • Titelfoto: Norden/Foto @ Lara Malolepszy

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