
Die israelisch-jüdische Komponistin Bracha Bdil hat mit »Letters to Fred« / »Briefe an Fred« einen besonderen Liederzyklus komponiert. Das vom Staatstheater Darmstadt in Auftrag gegebene Werk, das die wahre Geschichte der Detmolder Familie Herzberg erzählt, wird zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag gleich zwei Mal aufgeführt.
Im Zentrum steht Fred Herzberg, der 1939 durch einen Kindertransport nach England gerettet wurde, während seine Eltern und seine Schwester in Auschwitz ermordet wurden. Die Idee zu diesem Werk sowie die historischen Briefe stammen aus dem persönlichen Umfeld der Sängerin Megan Marie Hart, für die der Zyklus komponiert wurde.

In Letters to Fred. A Portrait of the Herzberg Family during the Holocaust vertont die israelische Komponistin Bracha Bdil Briefe, die zwischen 1939 und 1945 an den jungen Fred Herzberg geschrieben wurden. Der gebürtige Detmolder wurde im Alter von 17 Jahren durch den Kindertransport gerettet, während seine in Deutschland verbliebene Familie nach Auschwitz bzw. Theresienstadt deportiert wurde.
DAS OPERNMAGAZIN hat von der Uraufführung des Liederzyklus „Letters to Fred“ am 26. Januar 2025 in dem ausführlichen, auch auf die geschichtlichen und persönlichen Hintergründe eingehenden Artikel „Letters to Fred“ – Uraufführung des Liederzyklus von Bracha Bdil“ berichtet.
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages 2026 wird Megan Marie Hart mit dem Liederzyklus zunächst am 25. Januar im Landestheater Detmold (Infos und Kartenvorverkauf), und zwei Tag später, am 27. Januar, am Theater Hagen gastieren. (Infos und Kartenvorverkauf).
Der Liederabend in Hagen findet im Rahmen des Gedenkkonzertes „Gegen das Vergessen“ im Kunstquartier Hagen, Museumsplatz 1, statt, in dem außerdem Samuel Barbers Mutations from Bach über den Choral Christe, du Lamm Gottes sowie die Turmmusik von Hans Winterberg erklingen werden.
Am Klavier wird Frau Hart in Detmold von Mathias Mönius und in Hagen von Giacomo Marignani begleitet.
- Titelbild: You Forgot Your Belts. Stefan Romero Grieser, 2026. CC-By-Sa 4.0