OPERNBALL ZÜRICH 2019

Elsa Dreisig, Marco Stücklin (RED. DAS OPERNMAGAZIN, Piotr Beczala

Bei herrlichstem Frühlingswetter erstrahlte das Opernhaus Zürich in vollem Glanze. Das elegante Defilee der festlich gekleideten über den roten Teppich schreitenden Ballgäste, welche sich vorbei an Fotografen und Schaulustigen ins Haus begaben, vermittelte einen ersten Eindruck vom Ambiente im Innern des Opernhauses. Prominente Gesichter aus Kunst, Kultur und Wirtschaft gaben sich ein Stelldichein. DAS OPERNMAGAZIN war auch zu diesem Ereignis eingeladen.

 

Prächtige Blumenarrangements im Foyer, kostümierte Damen und Herren welche die Gäste begleiteten und farbenfrohe Losverkäufer ließen gleich am Anfang eine Feststimmung aufkommen. Nach dem Champagner-Apéro auf der Hauptbühne und im Foyer begab man sich zum köstlichen Gala-Dinner im Parkettsaal. Was die vielen Helfer auf die «Bühne» gestellt haben, ist eine unglaubliche Leistung. Wenn man all die Hunderte von Details beachtet, kann man dem Ball-Komitee, den Mitarbeitern vor und hinter den Kulissen, sowie den Sponsoren nur die größte Achtung bezeugen. Was für eine Pracht!

Nach dem Dinner begann dann der musikalische Teil.

Intendant ANDREAS HOMOKI begrüsste die inzwischen ebenfalls eingetroffenen Flaniergäste und konnte dann vor vollem Haus das hochkarätige Musikprogramm ankündigen.Unter der Leitung von Maestro MARCO ARMILIATO begleitete die PHILHAMONIA ZÜRICH die Solisten.

ELSA DREISIG, die international gefragte Sopranistin, welche demnächst am Opernhaus Zürich als MANON in der Oper von Jules Massenet debütieren wird, gab eine herrliche Kostprobe Ihrer hervorragenden Stimme mit der Arie «Obéissons quand leur voix appelle»

PIOTR BECZALA musste man dem Zürcher Publikum nicht mehr vorstellen. Was für ein Glück diesen außergewöhnlichen und sympathischen Weltstar ebenfalls in der Neuproduktion der MANON erleben zu dürfen. Gleich bei seinem ersten Auftritt mit dem Robert Stolz-Hit «Ob blond ob braun, ich liebe alle Frau’n» begeisterte er das bestens gelaunte Publikum.

Anschliessend folgte das Duett «Toi! Vous!.. N’est-ce plus ma main» ebenfalls aus der Oper MANON. Das Publikum war hingerissen.

Opernball Zürich 2019 /Foto @ Andrin Fretz

Ballettdirektor CHRISTIAN SPUCK präsentierte dann das Grand Pas de deux aus seiner NUSSKNACKER – Choreographie, mit den beiden Solisten MICHELLE WILLEMS und WILLIAM MOORE. Passender konnte man den Auftritt der Debütantenpaare nicht ankündigen.

Dann der große Moment für die 28 Debütantenpaare, welche bereits hinter den Kulissen diesen Auftritt ersehnt haben. In der Choreografie von MARIANNE KAISER begann der Einzug mit der Polonaise aus der Oper EUGEN ONEGIN von Pjotr I. Tschaikowski. Anschließend erklang die Polka Mazurka «Herzensbarometer» von Carl M. Ziehrer und der Walzer von Johann Strauss Sohn «Künstlerleben»

Nach wochenlangen Proben ist es für die Tänzer ein besonderes Erlebnis, das Ergebnis dieser gemeinsam erarbeiteten Choreografie vorführen zu dürfen. Dies gelang den adrett gekleideten jungen Damen und Herren unter den Augen der stolzen Eltern bestens und man konnte mitfühlen, wie erfüllend dieser Moment für die Paare war. Ein schönes Bild.

Das traditionelle «ALLES WALZER» eröffnete dann die Tanzfläche für alle Anwesenden welche auf diese Aufforderung gewartet hatten und dieser augenblicklich mit Begeisterung folgten. Die PHILHAMONIA ZÜRICH begleitete diesen ersten Tanzteil mit beliebten Walzern.

Nach diesem klassischen Musikprogramm übernahm die CHRIS GENTEMAN GROUP das Ballzepter und konnte innerhalb wenigen Minuten mit Ihrer mitreißenden Musik, eine ausgelassene Tanzstimmung hinzaubern. Dieses Orchester tritt seit Jahren am Opernball auf und ist wirklich ein Erlebnis.

DAS OPERNMAGAZIN Opernball Zürich 2019

Aber nicht nur im Ballsaal, sondern im ganzen Haus wurde viel geboten. Sei es im «Café Hungaria» wo Musikalisches und Kulinarisches aus Ungarn präsentiert wurde, in den diversen eleganten Bars mit Musik, den Fotoecken oder in der Beauty Lounge sowie der Disco auf der Studiobühne. Alles wunderschön dekoriert und beleuchtet. Um Mitternacht wurden dann die Hauptpreise der Tombola gezogen und die glücklichen Gewinner gefeiert.

Durch den Besuch dieser Benefizveranstaltung wurde das Education Programm des Opernhauses Zürich für Kinder und Jugendliche unterstützt. Ein lobenswertes Projekt, welches sich darum kümmert, dass auch ganz junge Menschen den Zugang zu Oper und Musik finden.

Es sei hier nochmals zu diesem glanzvollen Abend, allen Beteiligten, gratuliert. Ein Abend der in Erinnerung bleibt.

 

  • Eindrücke des DAS OPERNMAGAZIN-Redakteurs Marco Stücklin/DAS OPERNMAGAZIN-Schweiz
  • Homepage der Oper Zürich
  • Titelfoto: Opernball Zürich 2019 /Foto @ Andrin Fretz

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