Kammerorchester Basel – Konzert v. 25. März 2022 – mit Matthias Goerne als Gesangssolist

Kammerorchester Basel/Konzert v. 25.3.22/Foto @ Marco Stücklin

Die Konzerte des Kammerorchesters Basel zeichnen sich stets durch eine interessante Auswahl von Kompositionen aus. Auch an diesem Abend kam man wieder in den Genuss, drei selten gespielte Werke von französischen Komponisten und bekannte, für Kammerorchester bearbeitete Lieder von Robert Schumann zu hören.

 

 

 

Den Auftakt machte die „Petite Suite op 39“ von Albert Roussel, welche im Jahre 1929 komponiert wurde. Die Suite beginnt mit der ausgelassenen Heiterkeit der „Aubade“ und einer eingeschobenen „Pastorale“, bevor mit der „Mascarade“ das Orchester wieder alle Facetten der Fröhlichkeit aufleuchten lässt.

Darauf folgten acht für Kammerorchester bearbeitete Lieder von Robert Schumann. Texte von himmelhoch jauchzend bis todbetrübt. Der Interpret Matthias Goerne zählt zu den gefragtesten Liedinterpreten. Der Sänger begeisterte mit seiner herrlichen Baritonstimme und präzisen Diktion der Texte. So gelang es ihm hervorragend, die verschiedenen Stimmungen differenziert und ausdrucksstark vorzutragen. Ein wahrer Genuss.

Kammerorchester Basel/Konzert v. 25.3.22/Foto @ Marco Stücklin

Nach der Pause erklang die „Petite Symphonie für Bläser“ von Charles Gounod. Dieses Nonett für Flöte, Klarinette, Horn, Oboe und Fagott wurde 1885 erstmals in Paris aufgeführt. Die neun ausgezeichneten Interpreten, allesamt Musiker des Kammerorchesters Basel, boten einen Vortrag von höchster Qualität. Für viele Zuhörer dürfte es die erste Begegnung mit dieser interessanten Komposition gewesen sein.

Den Abschluss machte die „Petit Suite pour orchestre“ von Claude Debussy, welche von Henri Busser orchestriert wurde. Ursprünglich als Klavierstück zu vier Händen komponiert, wurde es später für Orchester bearbeitet. Zu Stummfilmzeiten wurde diese Version oft auch in den Kinos gespielt. Das 1889 erschienene Werk widerspiegelt den damaligen Zeitgeist, nämlich mit Musik Vergnügen zu bereiten. So wird man in den vier Sätzen von träumerischen Wellen in „En Bateau“ über Marschrythmen im „Cortège“, einem „Menuett“ und einem effektvollen „Ballet“ fasziniert.

Das Kammerorchester Basel unter der Leitung von Daniel Bard hat einmal mehr seine hohe Qualität und Spielfreudigkeit bewiesen und einen herrlichen Konzertabend gestaltet. Man kann den Besuch dieser Konzerte nur wärmstens empfehlen.

Gerade ist auch die Vorschau für die nächste Konzertsaison 22/23 auf der Homepage des Kammerorchester Basel erschienen.

 

  • Rezension von Marco Stücklin / Red. DAS OPERNMAGAZIN
  • Kammerorchester Basel
  • Alle Fotos @ Marco Stücklin/Red. DAS OPERNMAGAZIN

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