Internationales Musikfest Hamburg 2019 Eröffnet

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Arnold Schoenberg Chor /Staatschor Latvija/Sarah Wegener Sopran
Gerhild Romberger Alt/Dirigent Kent Nagano b/Foto @ Claudia Höhne

Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg hat heute Abend (27.4.2019) im Großen Saal der Elbphilharmonie mit einer bewegenden Aufführung von György Ligetis Requiem und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2, der sogenannten Auferstehungssinfonie, das 4. Internationale Musikfest Hamburg eröffnet. Die Solistinnen waren Sarah Wegener, Sopran, und Gerhild Romberger, Alt. Es sangen der Arnold Schoenberg Chor sowie der Staatschor Latvija, die Leitung hatte der Hamburgische Generalmusikdirektor Kent Nagano. Dem Konzert vorausgegangen war ein vom Generalintendanten von Elbphilharmonie & Laeiszhalle, Christoph Lieben-Seutter, eröffneter Festakt im Kleinen Saal, bei dem Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, ein Grußwort sprach. Die auf das Motto »Identität« des diesjährigen Musikfests abgestimmte Festrede unter dem Titel »Sein und werden« hielt der Schweizer Theaterautor und Schriftsteller Lukas Bärfuss. Ein Mitschnitt dieser Rede kann unter www.elbphilharmonie.de/blogs_and_streams ab Dienstag im Internet abgerufen werden. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Ensemble Resonanz und der Sängerin und Bağlama-Spielerin Derya Yıldırım mit zwei Liedern aus dem Programm »Derya’s Songbook«, das beim Musikfest seine Uraufführung erlebt.

 

Das Musikfest nähert sich in den kommenden Wochen dem Motto »Identität« auf vielgestaltige Weise und legt zudem einen Schwerpunkt auf das Schaffen des Komponisten György Ligeti, der lange Jahre in Hamburg als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater wirkte und seine Wohnung in Alsternähe auch nach seiner Emeritierung beibehielt. Der Komponisten-Schwerpunkt gehört zu den Charakteristika des Internationalen Musikfests. Nach Johannes Brahms (2016) und Karlheinz Stockhausen (2018) ist Ligeti der dritte Komponist mit starkem Bezug zu Hamburg, dessen Werken das Musikfest in mustergültigen Interpretationen breiten Raum gibt. Spektakulärer Höhepunkt hierbei sind drei Aufführungen seiner einzigen Oper »Le Grand Macabre« (10., 12./13.5.). Die letzte Vorstellung am 13. Mai um 20 Uhr wird per Livestream ins Internet übertragen und ist anschließend als Video on demand verfügbar.

Christoph Lieben-Seutter © Claudia Höhne

Die Produktion von »Le Grand Macabre« mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und internationalen Solisten ist eine auf die Gegebenheiten des Großen Saals der Elbphilharmonie abgestimmte Wiederaufnahme der Inszenierung von Doug Fitch aus dem Jahr 2010 in New York, mit der Alan Gilbert damals ein sensationeller Überraschungserfolg in seiner ersten Saison als Chefdirigent des New York Philharmonic glückte. Die Hamburger Aufführungsserie markiert nun zugleich so etwas wie den vorgezogenen Einstand von Alan Gilbert als neuer Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters ab der Saison 2019/20.

In den kommenden Musikfest-Wochen finden insgesamt 52 Konzerte und Aufführungen statt, vorrangig in der Elbphilharmonie, aber auch in der Laeiszhalle und auf Kampnagel.

 

Einige der Höhepunkte:

Klavierabende von Krystian Zimerman (1.5.) und Pierre-Laurent Aimard (2.5.)

»Kreatur«Sasha Waltz & Guests (2.- 4.5., Kampnagel)

»Le Grand Macabre«NDR Elbphilharmonie Orchester, Solisten, Alan Gilbert (10., 12./13.5.)

Anne-Sophie Mutter / Kammerorchester Wien-Berlin (11./18.5.)

Staatskapelle Berlin / Daniel Barenboim (15.5)

»Thérèse« von Philipp Maintz (Kammeroper, DEA, 18./19.21.22.5.)

Elīna Garanča © Holger Hage

Arienabend mit Elīna Garanča (19.5.)

»War Requiem«, Orchestre de Paris, Solisten / Daniel Harding (21./22.5.)

»The Rake’s Progress«, konzertante Auff., Ludwig Orchester, Solisten / Barbara Hannigan (29.5.).

 

Drei Konzertabende mit jeweils drei Bands bzw. Solisten unter dem Titel »HYPER!-Sounds« flankieren die derzeit laufende Ausstellung in den Deichtorhallen zum Einfluss von Musik auf bildende Kunst (13./25./27.5.). Zudem kooperiert das Internationale Musikfest erstmals mit den HALLO!-Festspielen aus dem Kraftwerk Bille (ab 23.5.).

 

Die meisten Veranstaltungen sind ausverkauft. Restkarten für folgende Termine:

Lorenzo Viotti © Marcia Lessa

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen / Frieder Bernius (Laeiszhalle Großer Saal, 30.4.)

Blues der Großstadt / Sofiane Saidi & Mazalda (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 1.5.)

Blues der Großstadt / Sväng (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 5.5.)

Ensemble Resonanz / »bruch« (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 6.5./7.5.)

Blues der Großstadt / Çiğdem Aslan (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 8.5.)

Philipp Maintz: Thérèse (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 19.5./21.5./22.5.)

Variation 5 – Bläserquintett / Herbert Schuch (Laeiszhalle Kleiner Saal, 20.5.)

György Ligeti & Béla Bartók (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 23.5.)

Musik zur Ausstellung »HYPER! Sounds« (Elbphilharmonie Kleiner Saal, 25.5.)

Symphoniker Hamburg / Lorenzo Viotti (Laeiszhalle Großer Saal, 26.5.)

 

Das Internationale Musikfest Hamburg verdankt sich dem gemeinschaftlichen Zusammenwirken von HamburgMusikNDR Elbphilharmonie OrchesterPhilharmonisches Staatsorchester Hamburgensemble resonanzSymphoniker HamburgKonzertdirektion Dr. Rudolf GoetteKampnagel Internationale Kulturfabrik und den HALLO!-Festspielen. Es wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Kühne-Stiftung als Hauptförderer sowie durch den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg, die Stiftung Elbphilharmonie sowie die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. Partner sind die Deichtorhallen Internationale Kunst und Fotografie Hamburg.

 

Weitere Informationen unter www.musikfest-hamburg.de

  • Titelfoto: Elbphilharmonie Hamburg © Maxim Schulz

 

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