Dortmunder Philharmoniker: Starke Stimme trifft starken Klang – 5. Philharmonisches Konzert „spiel_zeiten“

Sebastian Koch (10 - copyright Till Brönner.jpg)
Sebastian Koch (10 – copyright Till Brönner.jpg)

Aktuell ist er als Alfred Nobel zu sehen, er war Albert Speer, Richard Oetker, Stauffenberg und Klaus Mann. Beim 5. PHILHARMONISCHEN KONZERT ist er Egmont – Schauspieler Sebastian Koch.  Die Dortmunder Philharmoniker
unter GMD Gabriel Feltz geben mit ihm Mitte Januar Beethovens Bühnenmusik zu Goethes Trauerspiel „Egmont“. 


„spiel_zeiten“ heißt das kommende Konzertprogramm der Philharmoniker – was könnte da passender sein als eine Bühnenmusik: Beethovens Bühnenmusik zu Goethes Egmont. Das Publikum erwartet hier ein in dieser Form besonderes Erlebnis. Wenn auch die Egmont-Ouvertüre ungemein bekannt ist, die
komplette Bühnenmusik ist äußerst selten zu hören. Für die Texte, die die einzelnen Stücke verbinden, hat GMD Gabriel Feltz einen beeindruckenden Gast eingeladen: Schauspieler Sebastian Koch.
Goethes Held Egmont setzt sich für die Freiheit seines Landes ein und bezahlt dafür mit dem Leben. „Ich finde es immer aufregend, wenn eine Idee über dem Leben steht“, erzählt Koch in einem Interview. „Ich habe einen großen Bezug zu den romantischen Figuren, weil sie so eine Kraft haben, weil sie politisch etwas verändern können, weil sie furchtlos sind und den Tod nicht scheuen.“

Diese Faszination erkennt man deutlich in Kochs Rollenwahl – Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg oder auch dergriechische Nationalheld Ioannis Varvakis. Da scheint ihm die Figur des Egmont geradezu auf den Leib geschneidert zu sein. Die Zusammenarbeit zwischen Sebastian Koch, der Sopranistin Robin Johannsen, GMD Gabriel Feltz und den Dortmunder Philharmonikern verspricht ein hörens- und sehenswertes

Erlebnis zu werden. „spiel_zeiten“ als Thema dieses Konzertabends passt aber nicht nur zu Beethovens „Egmont“, sondern auch zu Schumanns Sinfonie Nr. 2 C-Dur. Denn Musik ist immer ein Spiegel der Zeit, in der sie entsteht. Als Schumann beginnt seine 2. Sinfonie zukomponieren, leidet er an Depressionen und Schlaflosigkeit. In der Beschäftigung mit den großen Drei (Bach, Mozart und
Beethoven) sowie in der Arbeit an der Partitur sieht er sein Heilmittel.
Und ja, man kann das in dieser Sinfonie hören: etwa das körperliche Leiden im 3. Satz, in dem er auch Bach zitiert – ebenso wie die Genesung: „Erst im letzten Satz fing ich an, mich wieder zu fühlen.“

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Termine: 13./14.01.2015, 20 Uhr, Konzerthaus Dortmund, Einführung „Wir stimmen ein“, 19.15 Uhr

Karten unter 0231-50 27222 oder philharmoniker.theaterdo.de

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