Portraitkonzert des OperAvenir-Opernstudios Basel: „Opernstimmen der Zukunft“

Theater Basel/ Foto @ Pressebereich Theater Basel
Theater Basel/ Foto @ Pressebereich Theater Basel

Portraitkonzert /OperAvenir Opernstudio

Theater Basel am 10.10.2020

Die Opernstimmen der Zukunft

Am Tag der Saisoneröffnung im Theater Basel hatte man Gelegenheit, die talentierten Sänger*innen des OperAvenir-Studios in einem Portraitkonzert zu erleben.

 

Hélio Vida, der neue Leiter dieses bestens eingeführten Projektes, konnte seine fünf Sänger*innen vor einem treuen Publikum vorstellen und moderierte zusammen mit dem neuen Operndirektor Jean Denes dieses Programm.

Die jungen Sänger*innen stammen aus der ganzen Welt. Die amerikanische Sopranistin Kali Hardwick und der australische Bass-Bariton Paull-Anthony Keightley waren bereits letzte Saison Mitglieder des Opernstudios. Ebenfalls bereits auf der Bühne des Theater Basel sang die deutsche Sopranistin Stefanie Knorr, welche nun zusammen mit dem südkoreanischen Bariton Kyu Choi und dem britischen Tenor Alex Banfield neu im OperAvenir Projekt dabei sind.

Gleich zu Beginn des Konzertes erlebte man die drei Herren mit „La mia Dorabella… É la fede delle femmine… Una Bella serenata“ aus der Oper „Cosi fan tutte“. Bereits hier konnte man erkennen, dass alle drei über einen sicheren Bühnenauftritt verfügen und diese Szene mit harmonisch zusammenwirkenden Stimmen sangen.

Stefanie Knorr sang mit fiel Feingefühl und klarster Diktion die Arie „Einst träumte meiner seligen Base“ aus der Oper „Der Freischütz“ Das herrliche Duett „Sull‘aria“ aus „Le Nozze di Figaro“ vereinte die beiden Sopranistinnen aufs schönste.

Mit viel Humor und Schalk präsentierte Bass-Bariton Paull-Anthony Keightley die Arie „Madamina, il catalogo è questo“ aus Don Giovanni. Mit dieser Arie fühlte er sich sichtlich in seinem Element und sang mit voller Stimme und schönen Nuancen. Kari Hardwick sang die Sopranarie „Ah non credea mirarti… Ah, non giunge“ aus Bellini‘s „La Sonnambula“ mit feiner und gefühlvoller Stimme. Selbst in den höchsten Höhen konnte sie überzeugen. Eine große Herausforderung für jede Sängerin.

Der Bariton Kyu Choi und Stefanie Knorr ergänzten sich im Duett „Crudel, perché finora“ aus „Le Nozze di Figaro“ bestens und boten eine sehr harmonische Darbietung. In der Tenorarie „Un‘aura amorosa“ aus „Cosi fan tutte“, gesungen vom Tenor Alex Banfield, zeigte sich die lyrische Stimme dieses jungen Talents. Mit großer Stimme bot dann Bariton Kyu Choi die berühmte Arie „Votre Toast“ aus „Carmen“ dar. Eine sichere und überzeugende Leistung. Den Abschluss machte „Soll ich dich Teurer nicht mehr sehen?“ aus „Die Zauberflöte“. Hier konnte man noch einmal Kari Hardwick, Alex Banfield und Paull-Anthony Keithley erleben.

Es ist besonders aufgefallen, wie viel Bühnenpräsenz jeder dieser Sänger hat und man darf gespannt sein, wenn am 22. November alle fünf Mitglieder zusammen auf der großen Bühne in „Die Zauberflöte“ auftreten werden. Der Leiter des OperAvenir-Studios Hélio Vida begleitete seine Schüler am Klavier mit einem bis in die feinsten Nuancen ausgearbeiteten Spiel. Man konnte spüren, dass sich hier ein ganz erfahrener Pianist mit viel Gefühl für seine Sänger*innen einsetzt und dass eine harmonische Stimmung herrschte.

Am 24/25. November wird man wieder Gelegenheit haben, diese Sänger*innen in einer Meisterklasse mit der Sopranistin Dorothea Röschmann zu hören. Dieser Meisterkurs ist öffentlich und kann an beiden Abenden verfolgt werden.

Allen Sänger*innen wünschen wir viel Energie und Freude auf dem Weg in ihre Karriere.

 

 

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