Opernhaus Zürich: Liederabend mit Elīna Garanča

Opernhaus Zürich/Liederabend E. Garanča, M. Schulz (Klavier)/ Foto: Gaëtan Bally

Das große Eröffnungswochenende zur neuen Saison des Opernhaus Zürich begann mit einem Liederabend und bot gleichzeitig die Gelegenheit den neuen Intendanten des Hauses Matthias Schulz als Partner am Klavier der Mezzosopranistin Elīna Garanča auf der Bühne zu erleben.  (Liederabend v. 19. September 2025)

 

 

Das abwechslungsreiche Programm begann mit fünf Liedern von Johannes Brahms. „Liebestreu“, O‘wüsst‘ich doch den Weg zurück“, „Alte Liebe“, „Die Mainacht“ und „Geheimnis“.Bereits hier konnte man erkennen, wie gut die beiden Solisten harmonierten. Es folgte das von Matthias Schulz mit feinem Anschlag gespielte „Lied ohne Worte E-Dur op.19,Nr.1“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Bei den acht Liedern von Robert Schumann, aus dem Zyklus Frauenliebe und -leben op.42,„Seit ich ihn gesehen“, „Er, der Herrlichste von allen“, „Ich kann‘s nicht fassen, nicht glauben“, „Du Ring an meinem Finger“, „Helft mir, ihr Schwestern“, „Süsser Freund, du blickest“, „An meinem Herzen, an meiner Brust“ und „Nun hast du mir den ersten Schmerz getan“ zeigte Elīna Garanča mit herrlicher Stimme und fein eingesetzter Mimik alle Facetten ihrer Stimme auf und liess einem die Gefühlsregungen miterleben.

Opernhaus Zürich/Liederabend E. Garanča, M. Schulz(Klavier)/ Foto: Gaëtan Bally

Der zweite Teil des Programms begann mit „D‘amour l‘ardente flamme“ aus Hector Berlioz „La damnation de Faust“ eindrucksvoll gesungen mit grosser, jedoch nie forcierter Stimme. Herrlich interpretiert die drei Lieder von Henri Duparc „Au pays où se fait la guerre“, L‘invitation au voyage“ und „Phidylé“ voller Gefühl und Emotion. Robert Schumanns „Arabeske C-Dur op 18“ gespielt von Matthias Schulz leitete zu drei Liedern von zwei  Komponisten aus der Heimat der Solistin über, welche das Thema Traum und Sehnsucht beinhalten und von Elīna Garanča mit besonderer Hingabe gesungen wurden.

Aber natürlich dürfen beim Auftritt der gefeierten Opernsängerin ein paar Highlights aus beliebten Opern nicht fehlen. Mit größter Emotion erklang aus der Oper „Cavalleria rusticana“ die Arie „Voi lo sapete, o mamma“ und aus der Oper „Carmen“ „L‘amour est un oiseau rebelle“. Elīna Garanča wird im Januar 2026 am Opernhaus Zürich noch einmal als Carmen zu erleben sein. Matthias Schulz als Partner am Klavier war ein sehr aufmerksamer und feinfühliger Begleiter und so wurden die beiden am Ende des Konzertes vom Publikum gefeiert, was mit drei Zugaben belohnt wurde. Ein lettisches Lied mit dem Titel „So würde ich gehen“, gefolgt von der Arie „Mon coeur s‘ouvre à ta voix“ aus der Oper „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns und als bezaubernder Abschluss aus den „Siete Canciones Españolas“ „Nana“ ein Wiegenlied von Manuel de Falla.

Es war ein großer Abend dieser beliebten Sängerin und man darf sich auf die weiteren Auftritte am Opernhaus freuen.

 

  • Rezension von Marco Stücklin / Red. DAS OPERNMAGAZIN-CH
  • Opernhaus Zürich
  • Titelfoto: Opernhaus Zürich/Liederabend E. Garanča, M. Schulz(Klavier)/ Foto: Gaëtan Bally
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