Kammerorchester Basel: Saisoneröffnung „SOL O CELLO“

Kammerorchester Basel/7.9.25/Konzert mit Sol Gabetta im Stadtcasino in Basel. © Photo Christian Jaeggi, © Christian Jaeggi / LUNAX

Für die Saisoneröffnung des Kammerorchesters Basel hat man eine äußert beliebte Solistin gewonnen. Sol Gabetta, eine der weltweit bekanntesten Cellistinnen, ist seit vielen Jahren eine Garantin für höchste Virtuosität auf Ihrem Instrument. Mit Pierre Bleuse stand ein Dirigent am Pult, der das Orchester mitzureißen verstand.  Das Konzert begann mit der „Kammersinfonie in E-Dur für 12 Instrumente, op 33“ von George Enescu, seinem letzten vollendeten Werk, welches 1955 in Bukarest uraufgeführt wurde. (Rezension des Konzerts v. 7. September 2025)

 

In diesem Werk spielen die Soloinstrumente die Hauptrolle, kommen diese doch auf unterschiedlichste Weise zum Einsatz und machten die aus vier Sätzen bestehende Kammersinfonie zu einem interessanten Hörerlebnis. Die zwölf Musiker/innen spielten mit großer Konzentration unter der engagierten Leitung von Pierre Bleuse.

Mit dem 1877 in Paris uraufgeführten „Konzert für Violoncello und Orchester in d-Moll“ von Édouard Lalo, inspiriert durch eigene Erinnerungen als junger Mann, als er damals noch Violine und Cello studiert hatte, gelang ihm ein großer Erfolg.Die hohen Anforderungen, welches dieses Werk an das Soloinstument stellt, waren bei Sol Gabetta in besten Händen. Es ist faszinierend, mit welcher Eleganz sie dieses wunderbare Instrument beherrscht. Das Zusammenspiel mit dem Orchester und dem Dirigenten war beeindruckend und man kam in der Genuss einer begeisternden Aufführung. Das Publikum liess Sol Gabetta nicht ohne eine Zugabe gehen. Sie spielte von Rogelio Huguet  y Tagell „Flamenco“.

Kammerorchester Basel/7.9.25/Konzert mit Sol Gabetta im Stadtcasino in Basel. © Photo Christian Jaeggi, © Christian Jaeggi / LUNAX

Nach der Pause erklang die „Sinfonie Nr. 7 in A-Dur, op 92“ von Ludwig von Beethoven in einer mitreißenden Wiedergabe. Hier zeigte das hervorragend disponierte Kammerorchester Basel einmal mehr, in welcher Liga man sich bewegt. Pierre Bleuse sprühe vor Energie und diese übertrug sich auf die Musiker/innen. Das berühmte „Allegretto“ liess einen schwelgen. Wann hat man den vierten Satz „Allegro con brio“ derart rasant das letzte Mal erlebt? Ein Klangvergnügen erste Güte.

Der nicht enden wollende Applaus wurde mit einer Zugabe belohnt. Mit der berühmten „Habanera“ von Emmanuel Chabrier im Ohr, verliess man den Saal und freut sich auf die weiteren Konzerte des Kammerorchesters Basel.

 

  • Rezension von Marco Stücklin / Red. DAS OPERNMAGAZIN-CH
  • Kammerorchester Basel
  • Titelfoto: Kammerorchester Basel/7.9.25/Konzert mit Sol Gabetta im Stadtcasino in Basel. © Photo Christian Jaeggi, © Christian Jaeggi / LUNAX
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