Deutsche Oper Berlin – Highlights Juni 2019

Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel
Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel

Am 4. Juni laden wir in der Tischlerei zur Uraufführung von DELIRIO ein, einer Überschreibung von Händels Solokantate „Il Delirio Amoroso“ durch den Komponisten Zad Moultaka. 

 

Was passiert, wenn der Geliebte oder die Geliebte von einem Tag auf den anderen einfach verschwindet? Wenn nichts zurückbleibt, wenn eine Existenz einfach ausgelöscht scheint? Man sucht nach den Gründen, bei sich selbst, bei der Gesellschaft, beim Verschwundenen…Georg Friedrich Händels 1707 entstandene Kantate streift genau diese Fragen: Tirso ist gestorben und Clori steigt in den Hades hinab, um ihren Geliebten zu retten. Doch ihre Liebe scheint nur ein Phantasma zu sein, Tirso schaut sie noch nicht einmal an – trotzdem führt sie ihn auf die elysischen Felder.

Die libanesisch-kanadische Autorin Hyam Yared hat den Faden weitergesponnen: Durchzogen von mythologischen Anspielungen begegnet uns Clori auf der Suche nach ihrem Geliebten. Am Meeresstrand trifft sie auf Fährmann und Küstenwachmann, die die Existenz Tirsos verleugnen. Erinnerungen an eine verflossene Liebe und eine verlassene Heimat rücken immer mehr in den Vordergrund. Zad Moultaka nimmt Händels Musik als Ausgangspunkt für seine Imagination einer Höllenfahrt. Das kammermusikalisch besetzte Barockorchester mit Streichern, Cembalo, Blockflöte und Oboe wird durch Schlagzeug und elektronisches Zuspiel erweitert.

Moultaka ist nicht nur Komponist, sondern auch Bildender Künstler und gestaltete bei der 57. Biennale in Venedig den Libanesischen Pavillon. Regie führt Wolfgang Nägele, der für sein Konzept beim renommierten RING-Award mit dem Tischlerei-Preis bedacht wurde und sich nach Arbeiten u. a. an der Bayerischen Staatsoper München erstmals in Berlin vorstellt.

 

Diana Damrau als Ophélie in Ambroise Thomas’ HAMLET (konzertant)

Wer Diana Damrau als Maria Stuarda und mit ihrem Meyerbeer-Programm in der Deutschen Oper Berlin erlebt hat, wird wissen, dass ein Konzert mit ihr zu den absoluten Höhepunkten der Saison gehört. Nun also schlüpft die Diva in die Partie der Ophélie an der Seite von Florian Sempey als Dänenprinz, Nicholas Testé als Claudius und Eve-Maud Hubeaux als Gertrude in der konzertanten Aufführung von Ambroise Thomas’ HAMLET.

Und dieses Ensemble wird zusammen mit dem Orchester unter der Leitung von Yves Abel zeigen, dass das 1868 in Paris uraufgeführte Werk sowohl mitreißendes Musikdrama als auch facettenreiche Poesie im Nachspüren feinster Gefühlsregungen in der musikalischen Gestaltung der Hauptpartien ist. Zur Premiere am 24. Juni oder eine der folgenden Vorstellungen am 27. und 29. Juni laden wir Sie herzlich ein!

 

Sir Simon Rattle kehrt zurück ans Pult der Deutschen Oper Berlin

Nach seinem großartigen Dirigat des RING im September 2013 kehrt Sir Simon Rattle als Dirigent von drei MANON LESCAUT-Vorstellungen am 9., 12. und 15. Juni zurück ins Haus an der Bismarckstraße. Die Titelpartie interpretiert die uruguayische Sopranistin María José Siri, Jorge de León Des Grieux und Thomas Lehman Sergeant Lescaut.

 

OTELLO von Giuseppe Verdi , Deutsche Oper Berlin, Premiere am 30. Mai 2010, copyright: Barbara Aumüller

Besetzungs-Highlights OTELLO und CARMEN

Nach seinem Rollendebüt bei der Canadian Opera Company Toronto Ende April kommt der US-amerikanische Tenor Russell Thomas als Otello nach Berlin. In den Vorstellungen am 8., 14. und 20. Juni stehen Guanqun Yu als Desdemona und George Gagnidze als Jago an seiner Seite.

Die große französische Mezzosopranistin Stéphanie d’Oustrac gibt ihr Hausdebüt an der Deutschen Oper Berlin am 19. und 22. Juni als Carmen. Außerdem ist Joseph Calleja erstmalig als Don José hier zu erleben, die junge Puerto Ricanerin Meechot Marrero gibt ihr Rollendebüt als Micaëla und Samuel Dale Johnson gestaltet die Partie des Escamillo.

 

Sinfoniekonzert: Berlioz, Wagner, Dvořák am 28. Juni

Im letzten Sinfoniekonzert dieser Saison präsentiert das Orchester der Deutschen Oper Berlin am 28. Juni unter Leitung von Stéphane Denève Hector Berlioz’ „Le Carnaval romain. Ouverture caractéristique für großes Orchester op. 9″ und Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88. Die gerade für ihre Interpretation des Adriano in RIENZI gefeierte Mezzosopranistin Annika Schlicht präsentiert Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“.

 

  • Deutsche Oper Berlin
  • Titelfoto: CARMEN von Georges Bizet,  Margaine, Premiere am 20.1.2018 in der Deutschen Oper Berlin, copyright: Marcus Lieberenz

 

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