Adventskonzert des Sinfonieorchesters Basel mit Bariton Äneas Humm als Solist

Sinfonieorchester Basel/Adventskonzert 2025/Äneas Humm/Foto: Bettina Matthiessen

Das traditionelle Adventskonzert des Sinfonieorchester Basel bildet jedes Jahr einen der Höhepunkte der Saison. Es ist eine Freude, jedes mal das ausverkaufte Stadtcasino in dieser festlichen Stimmung besuchen zu können. Auch für die diesjährige Veranstaltung hat man ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. (Rezension des Konzerts v. 14.12.2025 im Stadtcasino Basel

 

 

Gleich zu Beginn erklang ein selten gespieltes Werk von Erich Wolfgang Korngold. Das Vorspiel zu seiner Pantomime „Der Schneemann“, welches er als Wunderkind im Alter von gerade mal 11 Jahren in einer Klavierfassung komponiert hatte und welches in der gespielten Orchesterfassung von seinem Lehrer Alexander von Zemlinksy orchestriert wurde. Ein sehr schöner Einstieg in das Konzert.

Der Schweizer Bariton Äneas Humm, welcher international Erfolge feiert, sang zu Beginn aus der Oper „Die Zauberflöte“ mit viel Schalk und den Raum füllender Stimme „Ein Mädchen oder Weibchen“ und hatte damit das Publikum sofort für sich gewonnen. Der Sänger zeichnete sich auch als charmanter Moderator aus. Das Lied „Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen“ des Harlekin aus der Richard Strauss Oper „Ariadne auf Naxos“, unterstützt durch die Mädchenkantorei Basel, zeigte die Flexibilität seiner schönen Stimme.

So auch bei den beiden darauffolgenden Liedern „Es fällt ein Stern herunter“ und „Wanderers Nachtlied“ von Hans Pfitzner, welche mit viel Feingefühl und Innigkeit gesungen wurden.

Sinfonieorchester Basel/Adventskonzert 2025/Mädchenkantorei Basel/Foto: Bettina Matthiessen

Mit der Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck zeigte das Sinfonieorchester Basel unter der Leitung der Österreichischen Dirigentin Katharina Müllner einmal mehr seine außergewöhnliche Qualität.

Was für ein Glück wir in Basel haben, hier einen so hervorragenden Chor wie die Mädchenkantorei Basel erleben zu dürfen. Hier wird unter der Leitung von Marina Niedel eine Qualität geboten, die in jeder Hinsicht begeistert. Schon beim ersten Werk, dem reizenden Wiegenlied „A La Nanita Nana“, war man vom Klang sofort eingenommen.

Es folgten drei ganz bekannte englische Weihnachtslieder „The First Nowell“ von John Stainer, „In the Bleak Midwinter“ von Gustav Holst und „Hark! The Herald Angels Sings“ von Felix Mendelssohn, adapiert von William Hayman Cummings.

Selten gespielt wird die Kantate „Sången“ des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar. Daraus erklang das Zwischenspiel, welches als einziger Teil dieses gewaltigen Werks immer wieder mal aufgeführt wird. Auch hier vom Orchester wunderbar interpretiert.

Sinfonieorchester Basel/Adventskonzert 2025/Äneas Humm/Foto: Bettina Matthiessen

Eine der wohl bekanntesten Arien  aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner ist das wunderschöne  „O du, mein holder Abendstern“. Äneas Humm gelang mit seiner bestens geführten Stimme und hervorragender Diktion ein Highlight dieses Konzerts.

Das große Finale bildete eine Neufassung des Weihnachtsmedleys von Florian Walser. Zusammen mit der großen Besetzung der Mädchenkantorei Basel, Äneas Humm und dem Sinfonieorchester Basel, wurde man in schönste Weihnachtsstimmung versetzt und erlebte einen Hochgenuss mit engelsgleichen Stimmen. Man hätte noch lange diesem großartig einstudierten Konzert  zuhören können. Dieser Meinung war auch das begeisterte Publikum, welches mit der Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ als Zugabe belohnt wurde.

Katharina Müllner und das Sinfonieorchester Basel waren in Hochform. Danke allen Beteiligten welche dieses Genuss ermöglicht haben. Es war eine Freude, die vielen zufriedenen Gesichter nach dieser Matinee zu sehen.

 

  • Rezension von Marco Stücklin / Red. DAS OPERNMAGAZIN-CH
  • Sinfonieorchester Basel
  • Titelfoto: Sinfonieorchester Basel/Adventskonzert 2025/Foto: Bettina Matthiessen

 

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