Aalto-Musiktheater – Premiere von „Orfeo|Euridice“ am 26.09.2020

Generalmusikdirektor Tomáš Netopil (Foto: Saad Hamza)
Generalmusikdirektor Tomáš Netopil (Foto: Saad Hamza)

Premiere: Orfeo|Euridice

Azione teatrale per musica von Christoph Willibald Gluck. Libretto von Ranieri de’ Calzabigi.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am Samstag, 26. September 2020, 19:00 Uhr, Aalto-Theater Essen 

 

Als erste Opernpremiere der Spielzeit 2020/2021 präsentiert das Aalto-Musiktheater mit „Orfeo|Euridice“ erstmals ein Werk des bedeutenden Opernreformers Christoph Willibald Gluck (Premiere: 26. September 2020, 19 Uhr, Aalto-Theater). Paul-Georg Dittrich, ursprünglich als Regisseur der Corona-bedingt abgesagten „Tannhäuser“-Premiere vorgesehen, inszeniert das Stück gemeinsam mit dem Videodesigner Vincent Stefan. Die Essener Inszenierung von Glucks Komposition „Orfeo ed Euridice“ versteht die Handlung als inneren Monolog des isolierten Titelhelden Orfeo, der in seiner gepeinigten Seelenlandschaft eingeschlossen ist. Dittrich wurde für seine Inszenierungen von „Wozzeck“ (2016) und „La damnation de Faust“ (2017) am Theater Bremen jeweils für den renommierten Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. In der vergangenen Spielzeit konnte er unter anderem mit „Boris“ an der Staatsoper Stuttgart und mit der Uraufführung „Wolfsschlucht“ an der Deutschen Oper Berlin für Aufmerksamkeit sorgen. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil.

Das 1762 in Wien uraufgeführte Werk gilt als Reformoper par exellence. Mit seiner „Azione teatrale“, die den natürlichen Ausdruck der Figuren in den Mittelpunkt stellt, forderte Gluck die „Opera seria“ mit ihrem barocken Plüsch heraus. Es ist sicher kein Zufall, dass hierbei die Wahl des Sujets auf den Orpheus-Mythos fiel, der die Macht der Musik selbst in den Vordergrund stellt. Doch im Gegensatz zur Vertonung Claudio Monteverdis, welcher mit eben diesem Mythos über 150 Jahre zuvor die Form der Oper selbst begründete, wählte Gluck eine reduzierte Form des Stoffes, die sich ganz auf das Schicksal des Protagonisten konzentriert.

Paul-Georg Dittrich (Regie). Foto: Privat

Orfeo wird von einer unbändigen Trauer erfüllt, denn seine über alles geliebte Euridice wurde ihm von den Schlingen des Todes geraubt. Er beschließt in die Unterwelt hinabzusteigen und Euridice aus dem Reich des Hades zu befreien. Der Gott Amor wird Orfeo zur Seite stehen. Gelingt es ihm die Götter der Unterwelt mit der Schönheit seines Gesangs zu bezwingen, darf er Euridice wiedersehen. Doch ein verhängnisvolles Gebot wird ihm auferlegt: Orfeo darf sich im Totenreich nicht zu seiner Geliebten umwenden, bis diese das Tageslicht erneut erblickt hat. Wird Orfeo diese Prüfung meistern? Ist die Kraft der Liebe stark genug um den Tod zu überwinden oder schafft sie es gar diesen zu akzeptieren?

Musikalische Leitung Tomáš Netopil| Inszenierung und Raum Paul-Georg Dittrich

Video Vincent Stefan | Choreinstudierung Jens Bingert | Dramaturgie Svenja Gottsmann

Aalto Musiktheater Essen/ Bettina Ranch (Orfeo) / Foto @ Saad Hamza
Aalto Musiktheater Essen/ Bettina Ranch (Orfeo) / Foto @ Saad Hamza

Orfeo Bettina Ranch (26.9.; 3., 25., 29.10.; 1., 8.11.)/Liliana de Sousa (30.9.; 18.10.; 7.11.; 13., 27.12.) | Euridice Tamara Banješević (26.9.; 3., 25., 29.10.; 1., 8.11.)/Giulia Montanari (30.9.; 18.10.; 7.11.; 13., 27.12.) | Amors Stimme Christina Clark| Amor Miriam Gad/Leonie Hauffe/Emma Heinrich

Euridice (Video) Larissa Machado | Orfeo (Video) Dale Rhodes

Essener Philharmoniker | Opernchor des Aalto-Theaters

 

Premiere Samstag, 26. September 2020, 19:00 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 30. September; 3., 18., 25., 29. Oktober; 1., 7., 8. November; 13., 27. Dezember 2020

Karten (Premiere: € 51,00; weitere Termine: So-Do € 34,00 / Fr-Sa € 40,00) sind erhältlich im TicketCenter (II. Hagen 2, 45127 Essen), unter Tel. 0201 / 81 22-200 sowie per E-Mail unter tickets@theater-essen.de. Der Vorverkauf über den Webshop sowie über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen ist aktuell nicht möglich.

 

  • Titelfoto: Aalto-Theater Essen / Foto: Thomas Schwoerer

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