Zimmer mit Aussicht – The WESTIN HAMBURG

Hotel THE WESTIN HAMBURG/ Foto @ Westin Hamburg

Jedes führende und luxuriöse Hotel hat immer etwas ganz besonderes. Das fängt schon oft am Eingang an, wenn der zumeist in dunklem Livree gekleidete Doorman den Gästen die Tür aufhält. Und es führt sich dann fort in den großen, manchmal auch prächtig gestalteten, Lobbys, wo die Rezeptionen untergebracht sind und wo Hotelpagen schon darauf warten, den Neuangereisten behilflich zu sein. Nach dem Check-In führt der Weg in aller Regel in einen der vornehm gestalteten Aufzüge, die den Gast auf die Etage seines Zimmers oder seiner Suite bringen. Dort angekommen öffnet sich die Lifttür und das luxuriöse Ambiente, dass schon seit Betreten des Hotels den Reisenden umschmeichelt, findet auch auf der Zimmeretage seine Weiterführung. Mit der Zimmerkarte öffnet sich die schwere Holztür zum jeweiligen Domizil auf Zeit. Je nach Stil des Hotels empfängt den Gast entweder eine klassische, moderne oder zeitlose Einrichtung des Zimmers und des Bades. Dann geht der Blick oft zum Fenster. Und da hört der Luxus meistens plötzlich auf. Mitunter traurige Ausblicke auf Hinterhöfe, auf Parkplätze, auf gegenüberliegende Häuserfassaden – oder aber man zahlt entsprechend drauf und genießt dann eine angenehmere Aussicht. So, und auch anders, kann der erste Eindruck eines Luxushotels sein. Muss aber nicht die Regel sein. Denn das THE WESTIN HAMBURG setzt da einen ganz besonderen Akzent. Zimmer mit Aussicht – und davon ganz viele!

 

Das THE WESTIN HAMBURG ist Teil des großen und weltweit bekannten Gebäudes der Elbphilharmonie. Über 20 Etagen erstreckt sich das in der Hamburger Hafencity gelegene Bauwerk in die Höhe. Einen Großteil nehmen der Große und der Kleine Saal der Elbphilharmonie in Anspruch. Und einen weiteren, sich über 14 Etagen erstreckenden Trakt, das Hotel The Westin Hamburg. Angekommen, empfängt die Hotelgäste der überwältigende Blick auf dieses Bauwerk, dass schon jetzt zu einem Wahrzeichen Hamburgs geworden ist.

Hotel THE WESTIN HAMBURG/ Foto @ Westin Hamburg

Auf den ersten Blick sind die Zugänge zum Konzerthaus und die große Parkhauseinfahrt zu sehen. Zwischen den Besucherzugängen und den Zufahrten ins Parkhaus ist der Entree zum Hotel THE WESTIN HAMBURG, ein wenig bescheiden – ja fast könnte man sagen: bewusst mit Understatement – angebracht. Ein relativ kleiner Hinweisschriftzug führt den Hotelgast dann zu der Eingangstür auf Ebene „O“, „Parterre“. Dort erfolgt durch einen Mitarbeiter eine erste Begrüßung und der freundliche Hinweis, nun einen der beiden vorhandenen Aufzüge zu nehmen und in die 8. Etage des Hotels zu fahren. Denn auf dieser Ebene befindet sich dann die eigentliche Rezeption. Aber auch die bekannte „Plaza“ der Elbphilharmonie, die jeden Tag viele Besucher aus aller Welt anzieht und die sich rund um die Hotellobby des THE WESTIN HAMBURG zieht. Der Zugang von der Hotellobby auf die Plaza ist allerdings nur Hotelgästen gestattet. Ansonsten führt der Weg für alle anderen Hausbesucher über den Eingang der Elbphilharmonie und die dann vorhandene 80 Meter lange Rolltreppe nach „oben“.

Deluxe-Room/ Hotel THE WESTIN HAMBURG/ Foto @ Westin Hamburg

244 stark gefragte und frequentierte Zimmer und Suiten auf den Etagen 9 bis 20 bedeuten natürlich auch ein mitunter größeres Aufkommen an aus- und eincheckenden Hotelgästen. Dazu bietet die große Empfangslobby ausreichend Platz. Sie ist von moderner Einrichtung, schnörkellos und bietet bereits beim ersten Betreten diesen einmaligen Ausblick auf das Gebiet rund um Hafencity, dass dieses Hotel so einmalig macht. Je nach Gästeaufkommen ist ein wenig Geduld bei der Anreise nötig. Aber die Mitarbeiter/-Innen der Rezeption sind an mehreren Stehpulten tätig und das dann reine Check-In wird zügig vorgenommen. Von dort aus geht es zu den weiterführenden Hotelaufzügen, die erst ab dieser Ebene starten und zu deren Benutzung, wie in den meisten Hotels aus Sicherheitsgründen üblich, die digitale Zimmerkarte benötigt wird.

DAS OPERNMAGAZIN berichtet seit Eröffnung der Elbphilharmonie im November 2016 kontinuierlich über die dort stattfindenden Konzerte und Galaabende und ist zu fast allen bedeutenden Aufführungen eingeladen. Es lag daher nahe, nach den vorherigen Hoteleindrücken in Berlin, wo DAS OPERNMAGAZIN auch regelmäßig aus der Staatsoper Unter den Linden und der Deutschen Oper Berlin berichtet, nun DAS Hotel zu besuchen, dass schon so viele Elbphilharmoniegäste, als auch deren Künstler aus aller Welt, beherbergt hat. Nach dem BRISTOL (vorm. KEMPINSKI) in Berlin-Charlottenburg und dem REGENT am Gendarmenmarkt folgte nun unser Aufenthalt im THE WESTIN HAMBURG. Eben auch eines jener Hotels, die gerade wegen ihrer Nähe zu Veranstaltungsorten von Oper und Klassischer Musik für die Leserinnen und Leser des DAS OPERNMAGAZINs von besonderem Interesse sind. 

Und um es vorweg zu nehmen: Das Fazit fiel auch hier äußerst positiv aus. Nicht nur die direkte Nähe zur Elbphilharmonie ist fast unbezahlbar, es ist auch der eher zurückhaltende Luxus, welcher den Gast, speziell in den Zimmern und Suiten, empfängt, und es ist nun mal diese wohl in Hamburg einmalige Aussicht, so nah an der Elbe wie kein anderes Hotel der Metropole.

Panorama Suite/ Hotel THE WESTIN HAMBURG/ Foto @ /Westin Hamburg

Wir bewohnten in zwei Nächten zwei unterschiedliche Suiten. In der ersten Nacht bezogen wir eine 61 m² große Panorama-Suite in der 11. Etage mit Blick auf Elbe und Stadtzentrum und in der zweiten Nacht zogen wir um in die 19. Etage und bewohnten dort eine der insgesamt 4 luxuriösen Maisonette-Suiten des THE WESTIN HAMBURG, die auf zwei Ebenen eine Wohnfläche von 92 m² aufweist und selbstverständlich auch einen grandiosen Ausblick hatte. Denn hier ist die Raumhöhe entsprechend höher und demzufolge sind die Fenster und die Vorhänge auch dimensioniert. Überwältigend!

Gemeinsamkeiten beider Suiten ist, neben der großartigen Rundum-Zimmer-Aussicht, die eher funktionale als übermäßig luxuriöse Einrichtung der Räumlichkeiten. Der Philosophie des Hauses folgend, sollen die Hotelgäste weniger ihr Augenmerk auf die Einrichtung und das vorhandene Mobiliar, als vielmehr auf den traumhaften Ausblick der Zimmer und Suiten legen. Und dieser hat es nun mal auch in sich! Raumumspannende Fensterfronten vom Boden bis zur Decke, die den Blick in die Weite und auch in die Tiefe freigeben und die viel Licht hineinlassen und den Raum, der schon nicht gering an Platz gestaltet ist, noch größer erscheinen lassen. Da würde ein Mehr an Möbeln nur dem Gesamteindruck Abbruch tun. Es ist alles vorhanden, was der anspruchsvolle Hotelreisende erwartet. In Bezug auf Einrichtung und Raumtechnik. Keine überladene Zimmereinrichtung, dafür aber viel sinnvolles Interieur. Bequeme und leicht bedienbare Kippschalter im Eingangsbereich und an den Betten, um die großen und weiten Gardinen und Verdunklungsvorhänge an den Fenstern zu bedienen, sind zwar vorhanden aber wurden von uns kaum genutzt. Zu imposant war doch diese Aussicht.

Und wie traumhaft erst bei Nacht, wenn Tausende Lichter der Stadt leuchten, und man das einfach, im Bett liegend, genießen kann. Und wenn dann, wie in beiden Nächten geschehen, große und schwere Kreuzfahrt- und Containerschiffe wie zum greifen nahe, das Hotel passieren und man dieses imposante Schauspiel ebenfalls beobachten kann, ist das fast kaum zu beschreiben.

Blick auf die Elbe/THE WESTIN HOTEL/ Foto @ Opernmagazin

Diese freie Sicht auf Hafen-City, Hamburg und Elbe setzt sich auch in den modern gestalteten Badezimmern fort. Badewanne mit Aussicht. Sicher auch nicht alltäglich. Aber Standard der Suiten in diesem Hotel. Mit einem Glas Sekt, oder was auch immer, ein Bad zu nehmen und einfach durch die großen Glasfenster hinauszusehen, das ist auch eine besonders einmalige Form von Luxus.

Die Fensterfronten sind 4-fach verglast und besitzen jeweils im mittleren Teil, in Kopfhöhe, eine Art Luke zum öffnen. Sehr angenehm, da durch diese kleine Fensteröffnung viel von der berühmten Hamburger Brise ins Zimmer gelangt, was an warmen Tagen sicher von Vorteil ist. Das alle Zimmer und Suiten natürlich überdies klimatisiert sind, ist bei einem Hotel dieser Klasse selbstverständlich. Erwähnenswert an dieser Stelle ist auch, dass die freie Aussicht aus den zimmergroßen Fenstern nicht auch zwangsläufig die freie „Einsicht“ in diese beinhaltet. Die Höhe und die Bauweise des Hotels und des gesamten Bauwerkes an sich, lässt einen Blick von außen in die Zimmer und Suiten nicht zu. Da ist man gänzlich ungestört.

Zusammen mit der Marketing Managerin des Hotels, Frau Colette Hering, besuchte ich mehrere exemplarische Zimmer und Suiten des Hotels, sowie die sehr elegante und große „Eigner-Suite“, die „Präsidentensuite“ des THE WESTIN HAMBURG in der obersten Etage.

Die Hotelzimmer des WESTIN weisen eine durchschnittliche Größe von 30 bis 35 m² auf und sind demzufolge ausreichend groß konzipiert. Auch hier besticht der erste Blick in die Zimmer durch diese einmalige Aussicht der bodentiefen Fenster. Je nach Wunsch gibt es auch bei den Hotelzimmern verschiedene Kategorien. Hier sind die Größe und die Lage des Zimmers entscheidend und die damit einhergehende Aussicht. Beeindruckend sind auch sie alle. Lediglich die Classic Zimmer, die sich im Atrium des Hauses befinden, verfügen nicht über den für das Hotel THE WESTIN HAMBURG so typisch traumhaften Ausblick ins Weite.

Maisonette-Suite/ Hotel THE WESTIN HAMBURG/Foto @ Westin Hamburg

Bei den Suiten, immerhin hat dieses Hotel mit insgesamt 39 die meisten Suiten in Hamburg, gibt es selbstverständlich auch, je nach Anspruch, Wunsch und Geldbeutel, alles, was das Herz begehrt. Angefangen bei den „Elbphilharmoniesuiten“, die 46 m² groß sind, über die schon weiter oben erwähnten größeren „Panaromasuiten„, gibt es noch die „Horizont“- und „Maisonettesuiten“ mit jeweils großzügigen 92 m². Suitengäste haben auch jeweils den Zugang zur exklusiven WESTIN CLUB LOUNGE in der 19. Etage inkludiert.

In dieser Lounge waren wir in den Tagen, die wir in diesem eleganten Hotel verbrachten, sehr gern zu Gast. Von Morgens bis Abends kostenlos Getränke je nach Wunsch, Frühstücksbüfett, Snacks und Obst je nach Tageszeit und dazu herrscht unter dem Dach der Elbphilharmonie eine ruhige und angenehme Atmosphäre.

Eigner-Suite/ Hotel THE WESTIN HAMBURG/ Foto @ Westin Hamburg

Und wer es eben ganz besonders großzügig und exklusiv haben möchte, dem sei die 162 m² große „Eigner-Suite“ in der obersten Hoteletage empfohlen. Ein traumhaftes Schlafzimmer, herrliches Bad mit Zugang auf einen Balkon, und weitere Räume machen diese Suite, in der, u.a., schon Karl Lagerfeld verweilte, zu etwas einmaligem. Allein die Besichtigung war schon sehr beeindruckend.

Frau Hering führte mich dann noch in den SPA-Bereich des Hotels. Schwimmbad, Sauna, Fitness…auch hier alles vorhanden – und noch mehr – was von einem Hotel dieser Kategorie erwartet werden darf.

Das Restaurant in der 7. Etage, wo der Tag mit einem Frühstücksbüffett beginnt, ist ebenso einladend wie die Bar des Hauses, die sich in Nähe der Rezeption, auf Ebene 8, befindet. Hier endete unser informativer Hotelrundgang. Ich darf mich hier auf diesem Wege noch einmal herzlichst bei Colette Hering für die überaus sympathische Art bedanken, mit der sie mir „ihr“ Hotel vorgestellt hat. Wir sprachen über vieles und fanden dabei so einige gemeinsame Nenner. Klassische Musik und schöne Hotels sind davon nur zwei.

Frau Hering steht aber auch stellvertretend für den insgesamt sehr freundlichen Umgang, den das Hotelpersonal mit den Gästen des Hauses pflegt. Gelächelt wird viel. Sehr sympathisch wirkt es auf mich auch, dass es neben der Marketing Managerin auch eine General Managerin gibt. Frau Madeleine Marx leitet das Hotel an der Elbe und offensichtlich ist auch sie maßgeblich mitverantwortlich für die angenehme Atmosphäre, die in diesem Luxushotel und bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so spürbar ist.

Hundeset/ THE WESTIN HAMBURG/Foto @ DAS OPERNMAGAZIN

Freundlichkeit ist immer gratis und ist dabei doch so viel Wert.

Und erfreulich auch für Hundebesitzer: Sie dürfen mit hinein. Natürlich mit entsprechenden Zusatzkosten. Diese sind am Hotel zu erfragen. Aber dafür erhalten die Vierbeiner auch einen extra Service in Form von Schlafkissen und Hundenäpfen. Unser Dackel „Willy“ war zufrieden!

Es ist immer schwer, alle Vorzüge eines so großen Hotels in nur knapp 3 Tagen Aufenthalt herauszustellen, und das noch dazu möglichst objektiv. Und natürlich ist auch nicht immer alles perfekt. Wie sollte es denn auch? Da wo Menschen arbeiten, insbesondere Menschen für Menschen, sind Fehler oder kleinere Unzulänglichkeiten mitunter das Salz in der Suppe. Wichtig ist aber immer, dass man als Hotelgast auch dann den Eindruck gewinnt, ernst genommen und wertgeschätzt zu werden. Dann kehrt man gern zurück. Das gilt für jedes Hotel auf der Welt. Und da bildet das THE WESTIN HAMBURG keine Ausnahme!

Detlef Obens/Panaromasuite/THE WESTIN HH/ Foto @ DAS OPERNMAGAZIN

Und ja, für dieses Hotel kann es nur eine ganz klare Empfehlung des OPERNMAGAZINS geben.

Idealerweise in Verbindung mit einem Besuch in der Elbphilharmonie oder auch in der Staatsoper Hamburg, die auch nur ein paar Autominuten entfernt liegt und aus der DAS OPERNMAGAZIN ebenfalls regelmäßig und sehr gern berichtet. Oder aber einfach nur um sich ein paar schöne Tage, und Nächte, in diesem Hotel zu gönnen.

Nach meinem ersten Aufenthalt in diesem Hamburger Hotel folgt ganz sicher bald der nächste.

 

Detlef Obens / ©-DAS OPERNMAGAZIN/05-2019

 

 

  • Titelfoto: Panorama-Suite in THE WESTIN HAMBURG/Foto @ THE WESTIN

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