Ein Luxushotel mit Seele – Das Kempinski Hotel Bristol in Berlin

Kempinski Hotel Bristol Berlin | Aussenansicht | Kurfuerstendamm /Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin
Kempinski Hotel Bristol Berlin | Aussenansicht | Kurfuerstendamm /Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin

Als Maria Callas im Mai 1963 einen damals viel beachteten Arienabend in Berlin gab, residierte sie im Kempinski Hotel Bristol , dem ersten Haus am Platz.  Auch sie wurde, damals wie heute, vor dem Hotelen­t­rée von einem freundlichen Portier in Livree begrüßt, der sie die wenigen Stufen hinauf zur Eingangstür begleitete. Sie war eine von unzähligen Prominenten, Stars und Legenden, die dieses geschichtsträchtige Berliner Grandhotel seit seiner Eröffnung  bis heute besucht haben.  Über die Jahre hinweg hat sich das „KEMPI“, wie es auch liebevoll genannt wird,  seine traditionellen Eigenschaften erhalten.  Seit fast nunmehr 64 Jahren empfängt das Hotel seine Gäste aus aller Welt mit besonderem Charme und gilt heutzutage zurecht als Grande Dame der Berliner Hotellerie.

 

Das erste „Kempi-Erlebnis“ hatte ich Ende der 1970-er Jahre. Zu dieser Zeit war Berlin noch eine geteilte Stadt.  Es war eine Zeit, in der kaum jemand ernsthaft daran glaubte, jemals wieder ein vereintes Berlin erleben zu dürfen. Das die Geschichte höchst erfreulicherweise einen anderen Verlauf nahm, sei hier ausdrücklich erwähnt.

Kempinski Hotel Bristol Berlin | Hotel | Lobby / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin
Kempinski Hotel Bristol Berlin | Hotel | Lobby / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin

Das Berliner Kempinski Hotel Bristol war seit seiner Eröffnung im Jahre 1952 DAS Luxushotel in West-Berlin schlechthin und avancierte schnell zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen und politischen Lebens der Spree-Metropole.  Wer von Rang und Namen war und die Stadt besuchte, logierte im Kempinski Hotel Bristol und machte es dadurch immer ein Stück weit mehr bekannter und exquisiter. In den letzten Jahren durchlebte Berlin einen wahren Hotelbauboom, der immer noch anhält, und immer größere, höhere und technisch ausgefeiltere Luxushotels entstehen lässt. Das Kempi aber blieb sich seit seiner Eröffnung , also vor nunmehr fast 64 Jahren, in seinen dem Gast zugewandten Grundsätzen treu. Es gilt heute als das Berliner Grandhotel der alten Schule, mit großer Tradition und Erfahrung, und einer nach wie vor privilegierten Toplage am Berliner Kurfürstendamm. Den Charme seiner großen Zeit hat sich das Kempi erhalten. Dies ist schon beim Betreten des Hotelfoyers spürbar. Das empfand ich Ende der 1970-er Jahre so, ebenso nach der Wiedervereinigung Berlins,  als auch bei meinen letzten beiden Aufenthalten in 2015.

Kempinski Hotel Bristol Berlin | Gastronomie | Reinhards | Espressobar / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin
Kempinski Hotel Bristol Berlin | Gastronomie | Reinhards | Espressobar / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin



Die Visitenkarten eines ausgezeichneten Hotels sind in erster Linie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hier besonders die Damen und Herren am Empfang. Was mich vor über 30 Jahren in diesem Hotel, wie auch heute noch, besonders eingenommen hat, war die natürliche und nicht aufgesetzt wirkende Freundlichkeit, mit welcher der Hotelgast hier willkommen geheißen wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen man die Hektik, die ihren Beruf oftmals auch ausmacht, nicht anmerkt und die einem das Gefühl vermitteln, willkommen im wahrsten Sinne des Wortes zu sein.  Dieser erste Eindruck ist für mich sehr entscheidend und auch letztlich prägend dafür, ob ich ein Hotel ein zweites Mal besuchen werde. Das Kempi habe ich deutlich mehr als zwei Mal besucht und ein Ende ist eigentlich nicht absehbar.

Die Geschmäcker sind verschieden. Und das ist gut so. Denn die Auswahl an Hotels, gerade in der Metropole Berlin, ist erstaunlich groß. Gerade, oder auch besonders, im 5-Sterne-Segment. Für jeden Anspruch und Geldbeutel ist etwas dabei. Es ist aber auch oft die Lage eines Hotels, die entscheidend für eine Buchung ist. Und auch hier kann das Kempinski Hotel Bristol bei mir nach wie vor punkten. Die Lage zwischen Kurfürstendamm und Kantstrasse ist einmalig und lädt uns immer wieder zu langen Spaziergängen durch Charlottenburg, auch abseits der Prachtstrassen, ein. Vom nah gelegenen S-Bahnhof Berlin-Zoo ist praktisch ganz Berlin im Minutentakt erreichbar. Kenntnisse im Lesen des U-Bahn-Netzes vorausgesetzt. Was aber auch eigentlich recht zügig klappt.  Somit sind auch alle Sehenswürdigkeiten, sofern man sie sehen möchte, schnell erreichbar. Wer es noch bequemer und zügiger haben will, steigt einfach in ein Taxi. Von denen stehen immer ausreichend genug vor dem Hoteleingang in der Fasanenstrasse.

Kempinski Hotel Bristol Berlin- die Balkonsuiten in neuem Glanz / Foto mit frdl. Genehmigung @ https://www.facebook.com/KempinskiHotelBristolBerlin/
Kempinski Hotel Bristol Berlin- die Balkonsuiten in neuem Glanz / Foto mit frdl. Genehmigung @ https://www.facebook.com/KempinskiHotelBristolBerlin/

Das Kempinski Hotel Bristol hat sich seit seiner Eröffnung seinen eigenen Stil erschaffen und pflegt ihn auch heute noch. Klassische Eleganz sagen viele dazu und beschreiben damit anschaulich das, was die Einrichtung des Luxushotels ausmacht.  Nicht nur in den öffentlichen Bereichen des Hotels, auch in seinen 246 Zimmern und 55 Suiten, ist dies spürbar. Für mich ist es gerade diese Zeit überdauernde Kontinuität vom typischen Kempinski – Style und Design, die mich immer wieder aufs neue anspricht und zu einem überzeugten Kempi-Fan werden lies.

Seien es die gemütlichen Superior-Zimmer, als auch die von mir bevorzugten Suiten, wie die 60 qm große Superior-Suite mit zwei Bädern und die 2009 neu renovierten Deluxe Business Suiten.

Kempi/Berlin/Sup.-Suite-privat-August 2015
Kempi/Berlin/Sup.-Suite-privat-August 2015

Letztere in einem moderneren Design und einem Mehr an Technik, aber letztlich auch voll im Stil des Hauses. Weitere größere und auch teurere Suiten, bis hin zur 200 qm großen Präsidentensuite, bietet das Hotel selbstverständlich auch noch an. Es ist natürlich immer eine subjektive Empfindung die einen etwas gefallen lässt oder nicht. So auch besonders im Hinblick auf Hotels. Was dem einen wichtig und unabkömmlich, ist dem anderen wiederum gleich. Prioritäten setzt jeder für sich selbst. Zumal es auch das eigene Geld ist, das er/sie dafür ausgibt. Die Suiten Im Kempi am Kudamm,  die ich bisher bewohnt hatte, haben mich jede auf ihre eigene Art sehr zufrieden gestellt. Gegen ein wenig „old-fashioned“ hatte ich bisher selten etwas auszusetzen, wenn es mir und meinem Geschmack entgegenkommt.  Wem es nicht gefällt, der wird woanders fündig. Berlin bietet nun mal eine Menge – in vielerlei Hinsicht.

Kempinski Hotel Bristol Berlin | Wellness | Pool / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin
Kempinski Hotel Bristol Berlin | Wellness | Pool / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin

Sehr zu empfehlen ist auch der Spa-Bereich mit großem Pool des Kempinski Bristol. Auch hier ist der Empfang durch das Personal wieder ausnehmend freundlich und hilfsbereit. Dieser Hotelbereich hat eine eigene sehr angenehme und diskrete Atmosphäre, die ich jedes Mal wieder gern nutze, wenn ich im Kempi bin. Ein sehr gepflegter Pool erwartet den Hotelgast neben einer Sauna und einem Dampfbad. Die Poolbar rundet das ganze ab. Hier lässt es sich wirklich sehr gut relaxen.

Für mich hat das Kempi in Berlin seinen Reiz in all den Jahren nicht verloren. Seine gute Lage, seine Nähe und/oder gute S-Bahn-Verbindungen zu den Opernhäusern und Theatern Berlins, sein ganz typisches Flair und vor allem seine Herzlichkeit, die durch die gesamten Hotelangestellten ausgestrahlt wird, machen es für mich zu einem besonders herausgehobenen Hotel – nicht nur in Berlin.

Kempi - Hoteleingang Fasanenstrasse - privat - August 2015
Kempi – Hoteleingang Fasanenstrasse – privat – August 2015

Eben ein Hotel mit Seele.

Und wenn’s  der Callas , der Romy Schneider, der Knef, dem Dirigenten Leonard Bernstein, dem Violinvirtuosen Baron Yehudi Menuhin und sogar John F. Kennedy, – um nur einige wenige hier zu nennen-,  im Kempi gefallen haben, kann ich das bestens verstehen.

 

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*Titelfoto: Kempinski Hotel Bristol Berlin | Aussenansicht | Tagansicht / Foto mit frdl. Genehmigung Kempinski Hotel Bristol Berlin

Kudamm / Foto privat / August 2015
Kudamm / Foto privat / August 2015

Artikel (©) Detlef Obens 2016

 

 



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