Hamburger Staatsoper / Foto @ Westermann

Vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Neuproduktion Szenen aus Goethes Faust an der Staatsoper Hamburg

Logo Staatsoper Hamburg
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Die Staatsoper Hamburg bringt als zweite Neuproduktion der aktuellen Spielzeit am 28. Oktober 2018 Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust zur Premiere. Die musikalische Leitung hat der Hamburgische Generalmusikdirektor Kent Nagano. Inszenierung, Bühne, Kostüm- und Lichtkonzept stammen von Achim Freyer. In der Titelpartie des Faust gibt der international renommierte Bariton Christian Gerhaher sein Debut an der Staatsoper Hamburg. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet dieses Werk.

 

Der Bühnenkünstler Achim Freyer wird anlässlich seiner Neuinszenierung vom 18. Oktober bis zum 17. November 2018 eine Ausstellung in der Galerie Renate Kammer zeigen. Eröffnet wird diese am 18. Oktober 2018 um 19.30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers.

Am Sonntag, den 21. Oktober 2018, widmet sich um 11.00 Uhr die Einführungsmatinée auf der Probebühne 1 der Neuproduktion. In Gesprächen und musikalischen Beiträgen werden Details von der Konzeption der szenischen Umsetzung über die musikalische Interpretation bis hin zum Probenprozess gegeben.

Der Musiktheaterdramaturg, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler Dr. Alexander Meier-Dörzenbach wird am 1. November 2018 im OpernReport „Von Fäusten und des Pudels Kern“ das Werk zwischen Wort, Bild und Ton kontextualisieren.

In Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und der Staatsoper widmet sich am 17. November 2018 das OpernForum dem Werk Szenen aus Goethes Faust und will dabei interessante und überraschende Zusammenhänge und Bezüge zwischen Oper und Wissenschaft ausloten.

 

Das Rahmenprogramm zu Szenen aus Goethes Faust im Detail:

 

„Stets gefunden, nie gesucht“ – Ausstellung Achim Freyers anlässlich der Premiere Szenen aus Goethes Faust in der Staatsoper Hamburg

Achim Freyer wird anlässlich seiner Neuinszenierung des Szenen aus Goethes Faust von Robert Schumann an der Staatsoper Hamburgvom 18. Oktober bis zum 17. November 2018 eine Ausstellung in der Galerie Renate Kammer, Architektur und Kunst, Münzplatz 11, 20097 Hamburg, zeigen. Es erscheint ein Katalog zu seinen Werken, aber auch seine bisher unveröffentlichten

  1. Oktober bis 17. November 2018, Galerie Renate Kammer, Münzplatz 11, 20097 Hamburg. Der Eintritt ist frei!

 

Einführungsmatinée

In Gesprächen und musikalischen Beiträgen werden Details von der Konzeption der szenischen Umsetzung über die musikalische Interpretation bis hin zum Probenprozess gegeben.

  1. Oktober 2018, 11.00 Uhr, Probebühne 1, Eintritt € 7,-

 

OpernReport: „Von Fäusten und des Pudels Kern“

Vortrag und Lesung von Dr. Alexander Meier-Dörzenbach

 

Der Wunderheiler und Schwarzkünstler Johann Faust verschrieb sich um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert angeblich dem Teufel… Auch wenn es zahlreiche Auseinandersetzungen mit diesem historischen Stoff gibt, so sind es die über 12.000 Verse Goethes, die Faust neben Mozarts Giovanni und Shakespeares Hamlet als mythische Figur in der modernen Sinnsuche verewigt haben. Zwischen Gretchentragödie und Gelehrtentragödie hat das bekannteste Werk der deutschen Literatur auch Maler und Komponisten, Fotografen und Filmemacher inspiriert und ist so in allen Künsten sinnlich aufzuspüren. Robert Schumann hat sich über viele Jahre mit dem Werk auseinandergesetzt und in den erst 1862 posthum aufgeführten Szenen aus Goethes „Faust“ zum Klingen gebracht. Sein drittes Werk ohne Opuszahl ist keine Oper, sondern ein dreiteiliges Amalgam aus literarischer Kantate um die Gretchengeschichte, säkularem Oratorium mit Faust im Zentrum und erlösungs-allegorischer Chorsymphonie, von dem Schumann selbst erwartete, dass seine Gesamtaufführung „höchstens mal als Kuriosität geschehen dürfe“. Während Gounods Faust-Oper sich seit Erscheinen 1859 weltweit größter Beliebtheit auf den Bühnen erfreut, fristete Schumanns Werk lange ein Schattendasein, dabei ist er der erste Komponist, der den zweiten Teil der Dichtung vertonte und sich so der Erlösungsfrage klanglich nähert.

Der Musiktheaterdramaturg, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler Dr. Alexander Meier-Dörzenbach wird das Werk zwischen Wort, Bild und Ton kontextualisieren, während der besonders aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Häntsch ausgewählte Passagen zum Leben erwecken.

 

Donnerstag 1. November 2018, 19.30 – 21.30 Uhr, opera stabile. Eintritt € 7,-

 

OpernForum „Szenen aus Goethes Faust“

 

Diese Partnerschaft zwischen der Universität Hamburg und der Staatsoper Hamburg will interessante und überraschende Zusammenhänge und Bezüge zwischen Oper und Wissenschaft erforschen. Die Kultur des Wissens und die Kultur der Darstellung treten miteinander in den Dialog. Zu ausgewählten Stücken diskutieren Wissenschaftler über Themen, mit denen die eine oder andere Oper nachdrücklich mit unserer Zeit in Beziehung tritt.

 

Samstag 17. November 2018, 22.45 – 23.30 Uhr, Parkett-Foyer, Eintritt frei

 

Robert Schumann

Szenen aus Goethes Faust

 

Kent Nagano / Foto @ Felix Broede
Kent Nagano / Foto @ Felix Broede

Musikalische Leitung: Kent Nagano

Inszenierung, Bühne, Kostüm- und Lichtkonzept: Achim Freyer

Kostüme: Amanda Freyer

Mitarbeit Regie: Eike Mann

Mitarbeit Bühnenbild: Moritz Nitsche

Mitarbeit Kostüme: Petra Weikert

Licht: Sebastian Alphons

Video: Jakob Klaffs/Hugo Reis

Dramaturgie: Klaus-Peter Kehr

Chor: Eberhard Friedrich

 

Mit: Marthe/Jüngerer Engel/Büßerin/Magna Peccatrix Narea Son, Gretchen/Büßerin/Una Poenitentium Christina Gansch, Mangel/Jüngerer Engel/Büßerin/Maria Aegyptiaca/Mater Gloriosa Katja Pieweck, Ariel/Pater Ecstaticus/Vollendeter/Engel/Jüngerer Engel Norbert Ernst (Hamburg-Debut), Faust/Pater Seraphicus/Dr. Marianus Christian Gerhaher (Hamburg-Debut), Vollendeterer Engel/Jüngerer Engel Alexander Roslavets, Mephisto/Pater profundo/Böser Geist/Bass-Soli Liang Li

 

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

 

Premiere am Sonntag 28.10.2018, 18.00 Uhr, Großes Haus

Weitere Vorstellungen am 31. Oktober (18.00 Uhr), 3., 6., 9., 14. und 17. November jeweils um 19.30 Uhr

  • Titelfoto: Hamburger Staatsoper / Foto @ Westermann

 

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