Aalto-Musiktheater Essen/Szenenfoto „Aida“ (Foto: Saad Hamza)

Aalto-Musiktheater Essen: Oktober 2018 / Spielplan-Höhepunkte

Aalto-Theater/Opernhaus/Foto@Bernadette Grimmenstein
Aalto-Theater/Opernhaus/Foto@Bernadette Grimmenstein

Aalto-Musiktheater in Essen – hier die Highlights im Oktober 2018

 

Premiere

Carmen

Oper von Georges Bizet

Mit Georges Bizets Opéra comique „Carmen“ präsentiert das Aalto-Musiktheater einen Klassiker des französischen Repertoires als erste von sechs Opernpremieren der Spielzeit 2018/2019. Am Samstag, 13. Oktober 2018, um 19 Uhr findet die Premiere statt, gefolgt von elf weiteren Vorstellungen bis März 2019. Als Regisseurin kehrt die Niederländerin Lotte de Beer an das Essener Opernhaus zurück, wo sie bereits 2015 Dvořáks „Rusalka“ inszeniert hat (Wiederaufnahme in dieser Spielzeit am 15. Juni 2019). Nach ihrer Auszeichnung mit dem International Opera Award 2015 als beste Newcomerin konnte sie sich in den vergangenen Jahren mit Regie-Arbeiten unter anderem am Theater an der Wien, bei den Bregenzer Festspielen und an der Bayerischen Staatsoper profilieren. Die musikalische Leitung hat Sébastien Rouland, der am Aalto-Theater bei den Premieren von „Werther“ und „Faust“ am Pult der Essener Philharmoniker stand und mittlerweile als Spezialist für das französische Repertoire gilt. Seit August ist er Generalmusikdirektor am Saarländischen Staatstheater. Ihr Debüt als „Carmen“ feiert die Mezzosopranistin Bettina Ranch, die als Aalto-Ensemblemitglied seit 2016 unter anderem als Adalgisa („Norma“), Maddalena („Rigoletto“), Sesto („Titus“) und Fricka („Die Walküre“) zu erleben war. Die Rolle des Don José wird Luc Robert übernehmen – diese Partie sang der kanadische Tenor unter anderem bereits beim Savonlinna Opera Festival und an der Oper Frankfurt. Als Micaëla wirken alternierend Aalto-Preisträgerin Jessica Muirhead und Tamara Banješević, seit dieser Spielzeit neues Mitglied im Ensemble, mit. Die Partie des Escamillo singen die Aalto-Baritone Nikoloz Lagvilava und Almas Svilpa.

Aalto Musiktheater Essen/ Bettina Ranch (Carmen) / Foto @ Saad Hamza
Aalto Musiktheater Essen/ Bettina Ranch (Carmen) / Foto @ Saad Hamza

Die Titelheldin der Oper fasziniert bis heute: Carmen ist die freie, unabhängige und begehrte Frau, die unbeirrt von der Gesellschaft ihren ganz eigenen Weg verfolgt. Der Sergeant Don José verliebt sich in sie, gibt für sie sein bürgerliches Leben auf und wird schließlich zum Gesetzlosen. Als seine Besitzansprüche an sie zu groß werden, verlässt sie ihn für den Stierkämpfer Escamillo. Don José ersticht sie. – Bizet und seine beiden Librettisten haben ein spannendes Protagonistenquartett entwickelt, anhand dessen sie die Gesellschaft sezieren. Da ist Micaëla, ein tugendhaftes Bauernmädchen: bürgerlich und brav – ein Gegenentwurf zu Carmen? Und da ist Escamillo, draufgängerisch und abenteuerlustig, so ganz anders als Don José. Wie begegnen wir diesen Figuren heute – im Zuge von Feminismus und Gleichberechtigung, Gender Studies und #MeToo sowie fast 150 Jahren, die uns von der Entstehungsgeschichte trennen? Wer ist gut, wer ist „böse“? Die Personen scheinen wohl ebenso wenig eindeutig zu sein wie das hinreißende Spanienkolorit der Partitur, das der Franzose Georges Bizet aufs Notenpapier zauberte, ohne jemals spanischen Boden betreten zu haben.

 

Musikalische Leitung Sébastien Rouland | Inszenierung Lotte de Beer | Bühne und Kostüme Clement & Sanôu | Licht Alex Brok | Choreinstudierung Jens Bingert | Kinderchoreinstudierung Patrick Jaskolka | Dramaturgie Christian Schröder

Carmen Bettina Ranch | Don José, Sergeant Luc Robert | Escamillo, Torero Nikoloz Lagvilava/

Almas Svilpa | Remendado, Schmuggler Rainer Maria Röhr | Dancaïro, Schmuggler Albrecht Kludszuweit | Zuniga, Leutnant Karel Martin Ludvik | Moralès, Sergeant Martijn Cornet | Micaëla

Jessica Muirhead/Tamara Banješević | Frasquita Christina Clark | Mercédès Jessica Muirhead

Opernchor des Aalto-Theaters | Aalto Kinderchor | Essener Philharmoniker

Premiere Samstag, 13. Oktober, 19:00 Uhr, Aalto-Theater

Einführungsmatinee Sonntag, 7. Oktober 2018, 11:00 Uhr, Aalto-Theater

Plauderstunde „It’s Teatime“ Freitag, 12. Oktober 2018, 16:30 Uhr, Aalto-Cafeteria

Weitere Vorstellungen 18., 27. Oktober; 1., 14., 24. November; 16., 19., 28. Dezember 2018; 18. Januar; 16. Februar; 17. März 2019

NEU: Öffentlicher Probenbesuch am 4. Oktober 2018, um 18:00 Uhr im Aalto-Theater

NEU: Nachgespräche am 14. November 2018, und 18. Januar 2019 in der Aalto-Cafeteria

Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer.

Gefördert von der Sparkasse Essen.

 

Aalto-Musiktheater Essen/Szenenfoto „Aida“ (Foto: Saad Hamza)
Aalto-Musiktheater Essen/Szenenfoto „Aida“ (Foto: Saad Hamza)

Wiederaufnahme

Aida

Oper von Giuseppe Verdi

Das tragische Schlussduett von Aida und Radamès gehört zu den schönsten Szenen der Operngeschichte, der Triumphmarsch ist einer der größten Hits: Giuseppe Verdis „Aida“ verzaubert das Publikum seit der Uraufführung 1871. Am Aalto-Musiktheater kehrt die Oper jetzt wieder auf die Bühne zurück. Nach der Wiederaufnahme am Samstag, 20. Oktober 2018, um 19 Uhr folgen weitere Vorstellungen am 4. Und 17. November 2018. In der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf stellt sich die niederländische Sopranistin Gabrielle Mouhlen als neues Mitglied des Aalto-Ensembles in der Rolle der Aida vor. Den uruguayischen Tenor Gaston Rivero, der die Partie des Radamès übernimmt, kennt das Essener Publikum bereits aus vielen Aufführungen am Aalto-Theater, etwa aus „Manon Lescaut“, „Luisa Miller“ und zuletzt als Manrico in „Der Troubadour“. Ihr Aalto-Debüt feiern wird die polnische Mezzosopranistin Agnieszka Rehlis als Amneris. Die weiteren Partien übernehmen Baurzhan Anderzhanov (König), Tijl Faveyts (Ramphis), Heiko Trinsinger (Amonasro), Rainer Maria Röhr (Bote) und Liliana de Sousa (Tempelsängerin). Die musikalische Leitung hat Friedrich Haider.

Verdis „Aida“ ist ein packendes Drama um eine unmögliche Liebe in Zeiten des Kriegs. Die Sklavin Aida liebt den feindlichen Feldherrn Radamès. Aber auch die Pharaonentochter Amneris hat ein Auge auf den Heerführer geworfen. Die fatale Dreiecksgeschichte endet tödlich – Aida und Radamès werden bei lebendigem Leibe in einer Pyramide eingemauert und sterben gemeinsam. Die Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf ist seit vielen Jahren eine Kult-Aufführung am Aalto: pralles Theater zu Verdis leidenschaftlicher Musik. Jenseits touristischer Ägypten-Klischees zeigt diese „Aida“ die intensive Begegnung zweier Menschen, die an der Machtbesessenheit ihrer Umgebung scheitern. Der berühmte Triumphmarsch-Hit gerät zum bitterbösen Vorbeimarsch der Kriegsgewinner und ihrer Opfer.

Einführungsvortrag 30 Minuten vor jeder Vorstellung im Foyer.

Musikalische Leitung Friedrich Haider | Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf

Bühne und Kostüme Johannes Leiacker

 

Karten T 02 01 81 22-200 | tickets@theater-essen.de | www.theater-essen.de

 

  • Titelfoto: Aalto-Musiktheater Essen/Szenenfoto „Aida“ (Foto: Saad Hamza)

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