OperAvenir 3.10.21

Theater Basel: OperAvenir – Portraitkonzert / „Vielversprechende Talente“

OperAvenir/H. Vida, R. Caillet/Konzert v. 3.10.2021/©Ingo Hoehn

Das Opernstudio OperAvenir im Theater Basel feiert diese Saison sein 15jähriges Bestehen. Zum Auftakt hatte man Gelegenheit, im Rahmen eines Portraitkonzerts die neuen Mitglieder kennenzulernen. Hélio Vida, Pianist und künstlerischer Leiter, stellte vier neue Sänger/innen, sowie einen Sänger, welcher im zweiten Jahr dabei ist, vor. (Rezension des Konzertes v. 3.10.2021

 

Den Auftakt machten die ukrainische Sopranistin Inna Fedorii und die ukrainische Mezzosopranistin Nataliia Kukhar mit dem Duett und Terzett ”Teure Lady… Schöne Lady” aus der Oper ”Martha“ von F. v. Flotow. Was für ein Auftakt! Die beiden Sängerinnen harmonierten bestens, sowohl gesanglich, als auch durch ihre Ausdruckskraft. Mit viel Charme gesellte sich dann noch der polnische Bass Jasin Rammal-Rykala dazu. Ein wirklich gelungener Konzertanfang.

Mit der Arie „Il mio tesoro“ aus der Oper „Don Giovanni”  stellte sich der französische Tenor Ronan Caillet vor. Diese Arie verlangt viel Gefühl und Emotion, welche er stilsicher vermittelte.

OperAvenir/H. Vida, I. Fedorii, N. Kukhar, J. Rammal-RykalaKonzert v. 3.10.2021/©Ingo Hoehn

Anschließend interpretierten die beiden Sängerinnen mit viel Feingefühl das Duett „Ah perdona al primo affetto“ aus „La Clemenza di Tito“. Was für ein Wohlklang.

Jasin Rammal-Rykala sang die Arie „La vendetta“ aus „Le nozze di Figaro“und bestach durch seine kraftvolle Stimme und einer guten Bühnenpräsenz. Kyu Choi aus Südkorea kennt man bereits aus dem vergangenen Jahr im Opernstudio. Sein emotionsreicher Vortrag aus Richard Wagner‘s „Tannhäuser“, „O du mein holder Abendstern“ war berührend.

Das Duett „Pronta io son“ aus „Don Pasquale“ zeigte die humorvolle Seite von Kyu Choi und Inna Fedorii. Köstlich wie die beiden diese Szene gestalteten. Die Schlussszene aus der Oper „La Cenerentola“ wurde von Nataliia Kukhar mit großer Stimme und facettenreich gesungen.

OperAvenir/H. Vida, J. Rammal-Rykala/Konzert v. 3.10.2021/©Ingo Hoehn

Abermals aus ”Don Giovanni” folgte das Terzett ”A taci, ingiusto core” mit Nataliia Kukhar, Kyu Choi und Jasin Rammal-Rykala. Auch hier konnte man erkennen, wie gut die Stimmen bereits ausgebildet sind.

Die berühmte Arie „Depuis le jour“ aus der Oper „Louise“ von G. Charpentier verlangt von der Sopranistin viel Emotion und feinste Nuancierungen. Genau dies bot Inna Fedorii mit Ihrer Darbietung. Ein erlesener Genuss.

OperAvenir/H. Vida, K. Choi/Konzert v. 3.10.2021/©Ingo Hoehn

Den humorvollen Abschluss des Konzerts boten die drei Herren mit dem Terzett ”Pappadaci” aus der Oper ”L’italiana in Algeri”. Es war eine Freude, diese sehr talentierten Sänger/innen zu erleben und man darf erwartungsvoll ihren weiteren Auftritten entgegensehen.

Doch alle diese guten Eindrücke wären nicht möglich, ohne einen Pianisten, der dieses anspruchsvolle Programm virtuos begleiten kann. Mit Hélio Vida hat man genau diesen Mann im Haus. Großartig, wie er die verschiedenen Stimmungen hervorzaubert und den Sänger/innen viel Sicherheit bietet. Eine sehr interessante OperAvenir-Saison ist garantiert.

Am 2. und. 3. November 2021 findet im Theater Basel ein Meisterkurs mit den OperAvenir-Mitgliedern statt. Er wird vom großartigen Bariton Sir Thomas Allan ausgerichtet.

 

 

 

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