Konzert mit Lucas & Arthur Jussen und dem Orchester der Oper Zürich/Dirigent: Daniele Rustioni

Lucas u. Arthur Jüssen nach dem Konzert/Foto: Marco Stücklin

Das 4. Philharmonische Konzert mit dem Orchester der Oper Zürich fand im großen Saal der ausverkauften Tonhalle Zürich statt. Das Konzert dieses erlesenen Orchesters, welches sich im Opernhaus Zürich größter Beliebtheit erfreut, gab dem Orchester die Möglichkeit sich auf dem Podium dieses herrlichen Konzertsaals zu präsentieren. (Konzert v. 8. Februar 2026)

 

 

 

Das nicht oft aufgeführte „Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-Moll FP 61“ von Francis Poulenc, bot den beiden großartigen Brüdern und Pianisten Lucas & Arthur Jussen einmal mehr Gelegenheit, mit ihrer Virtuosität und Energie zu faszinieren. Poulenc hat ein „Konzert für zwei Klaviere und Orchester in d-Moll FP 61“ komponiert, welches das Lebensgefühl der unbeschwerten Zwischenkriegsjahre widerspiegelt. Es wurde im September 1932 in Venedig mit großem Erfolg uraufgeführt.

Lucas & Arthur Jussen begeistern das Publikum immer wieder durch ihr höchstpräzises  Zusammenspiel und zugleich auch durch die jugendliche Frische, die sie ausstrahlen und so das Publikum für sich einnehmen.

Lucas & Arthur Jussen/ Foto: Marco Borggreve

Der Jubel des Publikums wurde mit zwei Zugaben belohnt, welche nicht unterschiedlicher hätten sein können: Zuerst köstliche Bearbeitung von Melodien aus der Operette „Die Fledermaus“ für zwei Klaviere von Igor Roma „Stausseinander“. Ein rasanter Melodienreigen. Als Kontrast dazu erklang zum Ende die besinnliche durch György Kurtàg für Klavier zu vier Händen bearbeitete Version von J.S.Bachs „Gottes Zeit ist die beste Zeit“ und liess im Saal eine wunderbar bedächtige Ruhe aufkommen.

Nach der Pause erklang die beliebte „Symphonie fantastique op. 14“ von Hector Berlioz. Gerade mal 26 Jahre alt, komponierte Berlioz diese in vielerlei Hinsicht pompöse, zugleich aber auch feinfühlige Sinfonie mit dem Untertitel „Episoden aus dem Leben eines Künstlers“.

Die Komposition weist autobiografische Züge auf und beschreibt musikalisch in 5 Sequenzen – damals eine Neuheit bei der Sinfonie Komposition – die Erlebniswelt eines jungen Musikers. Die „idée fixe“, das Motiv, welches die einzelnen Sätze zusammenhält, ist eine unerreichbare Geliebte. Am Ende wurde sie dennoch für den Komponisten doch noch erreichbar, denn sie wurde seine spätere Gattin, Harriet Smithson. Die einzelnen Sätze begeistern durch die unglaubliche Vielfalt an Emotionen und berauschende, groß angelegte Effekte, welche in Bann ziehen.

Daniele Rustioni und das Orchester der Oper Zürich/Konzert 8.2.2026/Foto: Marco Stücklin

Was Daniele Rustioni zusammen mit dem Orchester der Oper Zürich hier geboten haben, war eine in jeder Hinsicht begeisternde Aufführung. Daniele Rustioni steht mit voller Hingabe am Pult und man spürte die Harmonie zwischen dem Dirigenten und dem Orchester.

Dabei kam eine Darbietung auf höchstem Niveau zustande. Sowohl solistische Leistungen durch Musiker aus dem Orchester, wie auch die Gesamtleistung des ganzen Orchesters überzeugten das Publikum, welches sich zu Ovationen hinreißen ließ.

Infos zu weiteren Konzerten und Aufführungen unter www.opernhaus.ch

 

  • Rezension von Marco Stücklin / Red. DAS OPERNMAGAZIN-CH
  • Titelfoto: Daniele Rustioni und das Orchester der Oper Zürich/Konzert 8.2.2026/Foto: Marco Stücklin
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