Beste Unterhaltung im Opernloft Hamburg mit der Krimioper – „Spuk auf Steuerbord“

OPERNLOFT/ Rebecca Aline Frese, Amy Brinkmann-Davis, Lukas Anton, Copyright: Inken Rahardt

Die MS Opera sticht wieder in See. Die ehemalige Polizistin Rebecca arbeitet jetzt sogar offiziell an Bord. Zusammen mit dem Entertainment-Offizier Florian heißt sie Euch herzlich Willkommen! Es spukt an Deck in stürmisch-nebligen Nächten, der Geist des „Holländers“ geht um. Alle 7 Jahre darf er mal frische Seeluft schnuppern, um die Liebe seines Lebens zu finden, die ihn von seinem traurigen Schicksal erlösen könnte…. Chef Stewardess Rebecca liebt ja  3 Dinge: die Seefahrt, das Theater und…. die Liebe! Ob sie da helfen kann, denn Bann zu lösen? (Besuchte Vorstellung: Premiere am 19. September 2020

 

Florian, ein erfahrener Donaudampfschiffahrtsgesellschaftsentertainer, nun als Offizier an Bord der MS Opera wird sie nach Kräften unterstützen dabei – oder verfolgt er etwa eigene heimliche Ziele? Man darf gespannt sein! Ahoi!

Ganz anders als bisher gewohnt, aber sensationell umgesetzt von den Damen im Opernloft und ihrem wunderbaren Team! Ein herzliches Dankeschön für reichlich Platz, frische (See-)Luft und allerbeste Stimmung an Bord!

Premieren müssen zünden, um Erfolg zu haben! Das war  eindeutig der Fall heute Abend. Corona – zwar nicht vergessen, war schon präsent – aber die Stimmung im Publikum war gelöst, man sang (durch die Maske) mit und es wurde sogar ein wenig geschunkelt. Natürlich, wer kann „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ denn ruhig bleiben? Da sind wir dabei, auch „La Paloma“ wurde sehnsüchtig angestimmt genauso wie „Einmal noch nach Bombay“ oder „Das Herz von St. Pauli„…

Die Reise der MS OPERA ging von Hamburg über die Nordsee nach Harwich, dort wurden dann die englischen Flaggen herausgeholt, wehmütig an alte Zeiten vor Corona und Brexit erinnert. „Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise„….Kapitänin Amy Brinkmann-Davis (wunderbar am Klavier und für die musikalische Leitung zuständig) entführte das Publikum kurzweilig über die Nordsee an die englische Küste. Unterstützt wurde sie am Akkordeon professionell von Krzysztof Gediga.

Mit Herz und Freude brachten beide ein weitschweifendes musikalisches Repertoire zu Gehör: Vom Fliegenden Holländer, dem Sängerkrieg auf der Wartburg, hin zum Barbier von Sevilla. Mit an Bord die „Fledermaus“ genau wie der „Blaue Engel“. Lale Andersen, Tristan & Isolde, Don Giovanni und natürlich die „Lustige Witwe“ als Passagiere dabei, eine schillernde Gästeliste, ergänzt durch den „König der Löwen“ – zusammengefasst in einer „Rauschenden Ballnacht“! Was für ein grandioses Programm an einem Abend!

Opernloft/Lukas Anton, Rebecca Aline Frese, Copyright: Inken Rahardt

Gesang und Entertainment wurden dargeboten von LUKAS ANTON (Bariton) und REBECCA ALINE FRESE (Altistin). Als Reallife-Paar durften sie zum Publikumsglück „normal“ agieren und ohne Sicherheitsabstand zusammen performen, mit Ausdruck und Freude ihre Soloparts vortragen, was natürlich auch sehr honoriert und beklatscht wurde, es war eine Freude, beide zu sehen und zu hören. 

Lukas Anton als Geist des Schiffes mit Arien aus dem fliegenden Holländer oder „Oh, du mein holder Abendstern“ aus Wagners  Tannhäuser  ein besonderer Genuß mit schaurig-nebliger Stimmung – ebenso Rebecca Aline Frese mit der Arie „Ah! quel diner“ aus Offenbachs „La Perichole“ oder „Blaue Nacht am Hafen“ von Jenny Lou Carson, wie für ihre Stimme komponiert! (Man kennt das Lied von Lale Andersen aus den 70er Jahren. Weltberühmt wurde sie durch das Lied Lili Marleen. Unter dem Pseudonym Nicola Wilke schrieb sie auch selbst Liedtexte, u. a. für ihren Nachkriegsschlager Blaue Nacht am Hafen.)

Regie führte das bewährte „Kollektiv Schlagobers“ – Hannah Schlags & Susann Oberacker

Regieassistenz – Laura Runn & Jessica Maier

Dramaturgie & Kostüme  – Hannah Schlags

Bühnenbild & Video – Hans Winkler

Technische Leitung & Licht – Henrik Rehn

Maske – Daniela Vargas

Ton – Christian Maurer

Bühnenbau – Manfred Marth & Ralf Nissen

 

OPERNLOFT.Logo/ @ Opernloft

Mord auf Backbord – Spuk auf Steuerbord….. wir sind gespannt, wie die Fahrten weitergehen… es bleibt hochspannend und sooo schön musikalisch! Und wieder kann DAS OPERNMAGAZIN nicht umhin, einen weiteren und glänzend unterhaltsamen Abend im Hamburger OPERNLOFT zu empfehlen! 

 

 

  • Für DAS OPERNMAGAZIN (fast) an Bord mit dabei: Marion Nevoigt / Red. DAS OPERNMAGAZIN
  • OPERNLOFT/Stückeseite
  • Titelfoto: Opernloft/Lukas Anton, Rebecca Aline Frese, Copyright: Inken Rahardt

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