Elbphilharmonie – Einblicke in die neue Saison 2019/20

Christoph Lieben-Seutter © Claudia Höhne

Heute öffnete die Elbphilharmonie die Türen des Kleinen Saals für die alljährliche Pressekonferenz, auf der Generalintendant Christoph Lieben-Seutter das Programm für die Konzertsaison 2019/20 vorstellte. Auch wenn Sie, meine Damen und Herren, unser Jahrbuch bereits in Händen halten“, so Lieben-Seutter,“ bleibt doch unsere Website das wahre Jahrbuch, da sie stets aktualisiert und um jene Programmpunkte erweitert wird, die Ihnen bisher nur fragmentarisch vorliegen.“

 

Doch das, was in der Pressekonferenz vorgestellt wird und das, was sich den ersten neugierigen Blicken, in das noch neu und unverbraucht duftende, aufwendig gestaltete Jahrbuch offenbart, macht Appetit auf die nächste Saison. Es wird rund 1250 Veranstaltungen geben, von denen allein 380 Konzerte, im so gut wie zu 100% ausgelasteten großen Saal der Elbphilharmonie stattfinden werden.

Darum kann dieser Bericht Ihnen, liebe Leser, nicht mehr bieten, als das eine oder andere Amuse Gueule als Einsicht in eine in jeder Hinsicht abwechslungsreiche, vielseitige „Speisekarte für die Ohren“.

Doch wo beginnen? Wo enden? Alles scheint so empfehlenswert.

NDR – Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal der Elbphilharmonie/ Foto @ NDR-Michael Zapf

Die Saisoneröffnung findet am 6. September statt, sozusagen als Amtseinführung des neuen Chefdirigenten des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters, Alan Gilbert. An diesem und am folgenden Abend, stehen Werke unter anderem von Johannes Brahms, Leonard Bernstein und Charles Ives auf dem Programm. Und schon in den ersten Wochen der Saison (6.-29.September) die unter dem Motto „Klingt nach Gilbert“ stehen, erwarten uns Namen wie Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI unter der Leitung von Riccardo Chailly (9.9. u.a. Mossolow,Schönberg, Rihm). Auch am 12 und 13. strömen Klänge der modernen Klassik durch den Großen Saal der Elbphilharmonie: Alan Gilbert begleitet zusammen mit seinen NDR-Philharmonikern und der NDR Percussion, Gaspare Buonomano (Klarinette), Andreas Grünkorn (Violoncello) und Pianistin Yuja Wang, deren Finger so flink scheinen wie die Flügel eines Kolibris.

Dmitri Schostakowitschs,Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35 wie auch dem Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 102. Und Magnus Lindberg wird zusammen mit Juhani Liimatainen (Live-Elektronik) sein Werk Kraft präsentieren. Wang wird im weiteren Verlauf der Spielzeit am 8.1.2020 zusammen mit Cellist Gautier Capuçon zu erleben sein und am 13.3. 2020 dann im großen Saal der Laeiszhalle einen Klavierabend geben.

Doch zunächst schließt sich dem Konzert-Block „Klingt nach Gilbert“, vom 6.-16. Oktober eine Veranstaltungsreihe unter de Namen „Britain Calling“ an in deren Mittelpunkt das City of Birmingham Symphony Orchestra steht, unter anderem mit Werken von Britten, Benjamin und Elgar.

Iannis Cenakis( @les amis de xenakis)

Des weiteren wird es aber auch Veranstaltungen, mit Werken des in seinem Heimatland Griechenland und in Frankreich bekannten Komponisten Iannis Xenakis geben (29. November – 1.Dezember Elbphilharmonie Großer Saal).

Ute Lemper wird am 12.10.2019 im Großen Saal der Laeiszhalle, Werke von Weil, Eisler und Hindemith zum Besten geben und am 28.2. /1,3,2020 heißt es dann „Ganz Wien“, wobei es um die Sicht auf eher ungewöhnlicher, unbekannter Seiten der Stadt an der Donau geht.

In Gedenken an seinen 250. Geburtstag wird es einen, wie es in der Pressemitteilung heißt, „spektakulären Konzertreigen“ mit Werken von Ludwig van Beethoven geben, über die gesamte Spielzeit verteilt.

Auch Georg Friedrich Händel sind mehrere Abende gewidmet. Höhepunkt: Seine Oper Giulio Cesare am 5.11. unter anderem mit Cecilia Bartoli und Philippe Jaroussky, wie auch dem Orchester der Mailänder Scala.

Doch dürfen auch in dieser Saison große Gastorchester und Dirigenten nicht fehlen, wie zum Beispiel die Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Valery Gergiev (20.1. 2020), das Orchestre de l’Opéra national de Paris mit Dirigent Philippe Jordan und Sopranistin Nina Stemme ( bereits am 25.10.2019). Auch Teodor Currentzis, dieses Mal am Pult vor dem SWR Symphonieorchester, wird das Publikum des Großen Saals der Elbphilharmonie, wieder verzaubern dieses Mal am 17.12.2019 und mit der 9. Sinfonie von Gustav Mahler.

Wiener Philharmoniker / Foto @ Terry Linke

Ach, und auch sie werden Hamburg wieder besuchen: Tenor Jonas Kaufmann ( 22.1. 2020 Laeiszhalle, Arienabend), der charmante, junge Pianist Jan Lisiecki (verschiedene Programme: 30.10/02.11.2019,15.1. und 13.5.2020).

Bevor aus den versprochenen Amuse Gueule nun doch ein mehrgängiges Menü wird, schließe ich schweren Herzens, erwähne nur noch, dass es nach dem Erfolg von Johann Strauß‘ Fledermaus zum diesjährigen Jahreswechsel, dieses Mal Carl Loewes My Fair Lady, das alte Jahr beschließen und das neue begrüßen wird.

Ansonsten seien Sie versichert, dass DAS OPERNMAGAZIN Sie zeitnah zu den jeweiligen Veranstaltungen mit Pressemeldungen versorgen wird.

Die Saison 2019/20 wird erneut, auf unterschiedlichste Art und Weise, ein Genuss.

 

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