Deutsche Oper am Rhein und Ballett am Rhein: Spielzeit 2014/15 mit acht Opern- und vier Ballettpremieren

Jahrespressekonferenz_DOR_1_FOTO_SusanneDiesner
Jahrespressekonferenz_DOR_1_FOTO_Susanne Diesner

Acht Opernpremieren und vier neue Ballettprogramme stehen in der kommenden Spielzeit auf dem Programm der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg. Hinzu kommen siebzehn Wiederaufnahmen – eine davon im Ballett – und zahlreiche Foyer- und Sonderveranstaltungen. Von Verdis „Aida“ bis zu Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ bietet die Spielzeit 2014/15 Repertoireklassiker und Raritäten in neuer Interpretation.

Das Ballett am Rhein präsentiert in den Programmen b.21 bis b.24 sieben Uraufführungen u.a. von Hans van Manen, Martin Schläpfer, Amanda Miller und Marco Goecke. Fünf Kreationen aus dem Repertoire renommierter Choreographen des 20. und 21. Jahrhunderts komplettieren den Spielplan. Das in dieser Saison begonnene Kooperationsprojekt „Junge Opern Rhein-Ruhr“ mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn findet seine Fortführung in der Auftragskomposition „Ronja Räubertochter“ von Jörn Arnecke. Damit kommt die sechste große Produktion für Kinder und Familien in Folge auf die Bühnen der Deutschen Oper am Rhein. 

Mit zwei Spielzeiteröffnungsfesten und zwei Premieren startet die Deutsche Oper am Rhein im September in die neue Spielzeit. Mozarts „Die Zauberflöte“ in der spektakulären Inszenierung von Barrie Kosky und Suzanne Andrade macht am 13.09. den Anfang im Opernhaus Düsseldorf, nachdem sie seit November letzten Jahres im Theater Duisburg für Begeisterungsstürme und ausverkaufte Vorstellungen gesorgt hat. Zwei Wochen später, am 27.09., folgt unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel KoberAriadne auf Naxos“ von Richard Strauss und setzt die Linie des seit 2009 kontinuierlich aufgebauten Strauss-Repertoires von „Salome“, „Die Frau ohne Schatten“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“ fort. Dietrich Hilsdorf übernimmt mit „Ariadne auf Naxos“ nach längerer Pause wieder eine Regie für die Deutsche Oper am Rhein, auf deren Düsseldorfer Bühne auch seine beliebten Inszenierungen von „Tosca“ und „Il trittico“ wieder zu erleben sind. Nicht so bekannt wie „Die Csárdásfürstin“ jedoch musikalisch ebenso reizvoll und von großem Unterhaltungswert ist „Die Zirkusprinzessin“ von Emmerich Kálmán, die als Koproduktion mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München in der Inszenierung von Josef E. Köpplinger am 08.11. im Theater Duisburg Premiere feiert. Als einer der ganz großen Opernklassiker kommt am 28.11. Giuseppe Verdis „Aida“ in der Regie von Philipp Himmelmann auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses, besetzt mit großen Stimmen aus dem Ensemble: Morenike Fadayomi, Susan Maclean, Sergej Khomov und Boris Statsenko übernehmen tragende Rollen, Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein sorgen für opulentes Klangvolumen. Axel Kober und Wen-Pin Chien übernehmen alternierend die musikalische Leitung. Massenets „Werther“ nach Goethes bekanntem Briefroman feiert am 06.12. Premiere im Theater Duisburg – Regie führt ebenso wie in der Neuinszenierung von Donizettis „L’elisir d’amore“ am 30.01. im Opernhaus Düsseldorf Joan Anton Rechi. Seine viel gelobte Produktion „Die Csárdásfürstin“ steht ab 05.12. ebenfalls wieder auf dem Spielplan. Als Regisseur, dem mit Stücken jenseits der Repertoireklassiker spannende Opernentdeckungen gelungen sind, hat sich Immo Karaman an der Deutschen Oper am Rhein einen Namen gemacht. Nach der Inszenierung des vierteiligen Brittenzyklus‘ und Zemlinskys „Der Zwerg“ bringt Immo Karaman am 13.06. Prokofjews „Der feurige Engel“ auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Das in dieser Saison begonnene Kooperationsprojekt mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn „Junge Opern Rhein-Ruhr“ findet unter der Schirmherrschaft von Ute Schäfer, NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, seine Fortführung in der Auftragskomposition „Ronja Räubertochter“ von Jörn Arnecke. Der Hamburger Verlag für Kindertheater hat dafür erstmals die Rechte zur Vertonung der bekannten Kinderbuchvorlage von Astrid Lindgren vergeben. Für die Inszenierung konnte erneut der RegisseurJohannes Schmid gewonnen werden, der bereits die diesjährige Familienoper „Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“ (Wiederaufnahme am 22.10. in Düsseldorf) eindrucksvoll in Szene gesetzt hat. Mit „Ronja Räubertochter“ kommt die sechste große Produktion für Kinder und Familien seit 2010 auf die Bühnen der Deutschen Oper am Rhein. Unter den zahlreichen Wiederaufnahmen werden Ludger Vollmers „Gegen die Wand“ (21.09. im Theater Duisburg) in der Regie von Gregor Horres und Händels „Xerxes“ (22.04. im Opernhaus Düsseldorf) in der Erfolgsinszenierung von Stefan Herheim besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In der Rolle des Titelhelden Xerxes kommt der Countertenor Valer Sabadus zurück an das Düsseldorfer Opernhaus – zuvor ist er dort am 09.11. mit der Münchner Hofkapelle in seinem Konzert „Pietà d’amore“ zu erleben. 

Das Ballett am Rhein präsentiert in den Programmen b.21 bis b.24 sieben Uraufführungen und fünf Kreationen aus dem Repertoire renommierter Choreographen des 20. und 21. Jahrhunderts. Bereits in der Premiere von b.21 am 17.10. im Opernhaus Düsseldorf erwartet das Publikum eine Sensation in doppelter Hinsicht: Hans van Manen schenkt dem Ballett am Rhein nicht nur eine Uraufführung und damit erstmals seit 20 Jahren einer deutschen Compagnie ein neues Werk, sondern er kreiert sein Stück für Martin Schläpfer, der hierfür als Tänzer auf die Bühne zurückkehren und auf ein kleines Ensemble aus Mitgliedern seiner Compagnie treffen wird. Das neoklassische Meisterwerk „Serenade“ von George Balanchine und die Uraufführung „One“ des jungen Australiers Terence Kohler rahmen van Manens Stück ein.

Aus jeweils drei Choreographien setzen sich auch alle weiteren Ballettpremieren in der kommenden Spielzeit zusammen. In b.22präsentiert das Ballett am Rhein am 23.01. im Theater Duisburg mit der Uraufführung „verwundert seyn – zu sehn“ sowie „ein Wald, ein See“ aus dem Jahr 2006 gleich zwei Arbeiten von Martin Schläpfer. Als musikalische Partner stehen ihm mit dem mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Pianisten Denys Proshayev sowie dem englischen Performer Paul Pavey zwei exzeptionelle Solisten zur Seite. Den Mittelteil bildet mit „Moves. A Ballet in Silence“ eine Besonderheit aus dem Werk des Amerikaners Jerome Robbins: ein Stück ohne Musik, das dennoch alles andere als ein stilles Stück ist.

Mit b.23 kommt am 14.03. Martin Schläpfers bereits in Duisburg gefeierte Choreographie „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“ nun auch nach Düsseldorf. Mit dem Komponisten Brahms setzt sich ebenso Mats Ek in „Rättika“ auseinander – ein Ballett, das in der für den schwedischen Meisterchoreographen so typischen Art die zentralen Fragen menschlicher Beziehungen in feiner Psychologie als deutsche Erstaufführung auf die Bühne bringt. Den Mittelteil von b.23 bildet ein besonderes Projekt: ein intensiver Dialog zwischen der Kunst des Balletts und der des Flamencos. Ausgehend von Federico García Lorcas Gedichtzeile „… adónde vas, Siguiriya“ schafft die Schweizer Choreographin Brigitta Luisa Merki ein Tanzpoem, in welchem Mitglieder des Balletts am Rhein auf Tänzer und Musiker von Flamencos en route treffen werden – eines der derzeit interessantesten und besten Flamenco-Ensembles weltweit.

Mit b.24 kommen am 08.05. gleich drei Uraufführungen auf die Bühne des Duisburger Theaters: Die international erfolgreiche koreanische Choreographin Young Soon Hue setzt sich in ihrer Kreation „Illusion“ mit Tag- und Nachtträumen, Wünschen und Selbsttäuschungen auseinander. Nachdem es Martin Schläpfer bereits in der Spielzeit 2012/13 gelungen war, mit der Uraufführung „Crop“ die AmerikanerinAmanda Miller nach Europa zurückzuholen, findet diese so fruchtbare Zusammenarbeit nun mit „Voices Borrowed“ ihre Fortsetzung. Seit mehr als einem Jahrzehnt fasziniert Marco Goecke sein Publikum mit zeitgenössischen Tanzuniversen ganz besonderer Art. Seine Uraufführung „Lonesome George“ bildet den Mittelteil dieses Ballettprogramms.

Wieder auf dem Düsseldorfer Spielplan steht ab 19.12. Martin Schläpfers gefeierte Choreographie „7“ – ein Meisterwerk auf die Sinfonie Nr. 7 von Gustav Mahler.

Internationale Tanzgastspiele beim Festival „Musica Sacra“ in Maastricht, im Royal Opera House Muscat (Oman), am Festspielhaus St. Pölten sowie innerhalb der renommierten Ballettfestwoche des Bayerischen Staatsballetts im Münchner Nationaltheater runden den Spielplan des Balletts am Rhein 2014/15 ab und zeugen von der weiter wachsenden internationalen Aufmerksamkeit, die Martin Schläpfer mit seinem Ensemble auf sich zieht. Eine große Auszeichnung bedeutet in diesem Zusammenhang der Gastspielaustausch mit dem Stanislawski-Ballett Moskau, das im Februar 2015 im Opernhaus Düsseldorf Kenneth MacMillans „Manon“ präsentiert. Das Ballett am Rhein bringt im Juni 2015 Martin Schläpfers Choreographie „7“ auf die Bühne des Stanislawski Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheaters Moskau.

Das ausführliche Programm mit allen Premieren, Wiederaufnahmen und Sonderveranstaltungen für die Spielzeit 2014/15 der Deutschen Oper am Rhein und des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg ist im neuen Spielzeitheft erschienen, das kostenlos in den Theatern und den Opernshops in beiden Städten erhältlich ist. Im Internet ist der komplette Spielplan unter www.operamrhein.de zu sehen – Ticketbuchungen sind ab sofort für die gesamte Spielzeit möglich.

__

Karten und weitere Informationen sind erhältlich in den Opernshops Düsseldorf und Duisburg,

Tel. 0211.89 25 211 // 0203.940 77 77, sowie über www.operamrhein.de.

*Fotolegende: Jahrespressekonferenz_DOR_1_FOTO_SusanneDiesner: (v. links n. rechts) Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf; Martin Schläpfer, Ballettdirektor und Chefchoreograph des Balletts am Rhein; Alexandra Stampler-Brown, designierte Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein; Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein; Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein; Stephen Harrison, Operndirektor der Deutschen Oper am Rhein; Dr. Hella Bartnig, Chefdramaturgin der Deutschen Oper am Rhein; Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.