«DEUTLICH IST DES LIEDES TON» – DANIEL BEHLE – Konzert mit dem COLLEGIUM MUSICUM BASEL

Daniel Behle / Photo: Marco Borggreve

«DEUTLICH IST DES LIEDES TON»

BEST OF DANIEL BEHLE

Konzert mit dem COLLEGIUM MUSICUM BASEL

Dirigent JOHANNES SCHLAEFLI

29. März 2019

Musical Theater Basel

DANIEL BEHLE ist einer der vielseitigsten Tenöre und Musiker und stets bestrebt etwas Neues zu kreieren. Der in Basel wohnhafte Hamburger ist in Oper, Konzert und Lied, aber auch als Komponist international sehr erfolgreich. In diesem BEST OF-Konzert durften wir den charmanten Tenor in den schönsten Opern- und Operettenmelodien erleben. 

 

Zu jeder der dargebotenen Arien und Lieder hat DANIEL BEHLE einen besonderen Bezug, welchen er auch in kurzen Moderationen selbst erzählte. So hat er zum Beispiel im Don Giovanni in Basel, seine Frau kennengelernt und als Sohn der berühmten Sängerin Renate Behle, schon früh die Zauberflöte von Mozart entdeckt.

Das Konzert begann deshalb auch mit zwei Arien aus Mozart-Opern, der «Bildnisarie» aus der Zauberflöte und «Il mio tesoro» aus Don Giovanni. Bereits in diesen beiden wunderbar gesungenen Arien konnte man die bestens geführte Stimme erleben, welche den ganzen Abend beeindruckte. Seine Vielseitigkeit kam dann in den nächsten beiden Werken zum Ausdruck. «Una furtiva lagrima» aus Der Liebestrank von Gaetano Donizetti, sowie die «Blumenarie» aus Carmen von Georges Bizet, welche mit sehr viel Gefühl und Ausdruck und perfekter Aussprache gesungen wurden.

Im zweiten Teil dieses kurzweiligen Konzertes erklangen Arien und Melodien aus Operetten.

Friedrich von Flotow ist vielen bekannt als Komponist seiner wohl berühmtesten Oper Marta oder der Markt zu Richmond. Daraus erklang die Arie «Ach so fromm». «Horch, die Lerche singt im Hain» aus Otto Nicolai’s Die lustigen Weiber von Windsor, ist eine der schwierigsten Tenorarien. Was für ein Genuss, dieses Stück mit der Stimme von Daniel Behle zu erleben.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Konzert, war das «Wolgalied» aus der Operette Der Zarewitsch von Franz Lehar. So hervorragend und voller Gefühl vorgetragen, habe ich dieses Lied noch nie gehört.

Den Abschluss des Konzertes bildeten dann wahre Hitparaden-Stücke.

«Dein ist mein ganzes Herz» aus Land des Lächelns von Lehar, sowie «Ein Lied geht um die Welt» «Heut’ ist der schönste Tag» von Hans May. Hier konnte Daniel Behle sein großes Talent als eleganter Sänger beweisen und man fühlte sich in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt.

Das Publikum war begeistert und wurde mit zwei Zugaben beschenkt.

Eine Weltpremiere bildete das «Aargauer-Lied» welches Behle selbst komponiert, getextet und arrangiert hat. Hier wurden sehr humorvoll und pointiert einige Klischees dieses Kantons präsentiert. Eine sehr originelle Zugabe, welche die Vielseitigkeit des Sängers unterstrich.

Mit dem Gassenhauer «Ein Freund, ein guter Freund» endete dieses unterhaltsame Konzert unter starkem Applaus.

Begleitet wurde dieser Abend vom COLLEGIUM MUSICUM BASEL unter der Leitung von JOHANNES SCHLAEFLI. Man konnte die Freude spüren, mit welcher dieses Orchester sich auf den Abend vorbereitet hatte. Das zeigte sich besonders auch bei der Ouvertüre zur Zauberflöte oder den Auszügen aus der «Carmen-Suite», Donizetti’s «Don Pasquale»-Ouvertüre, sowie das selten gespielte Intermezzo aus«Tausend und eine Nacht» von Johann Strauss und der Ouvertüre zur Operette «Eva»von Franz Lehar.

Man darf auf die weiteren Projekte von Daniel Behle sehr gespannt sein und hoffen, bald wieder in den Genuss dieser Stimme zu kommen.

 

  • Eindrücke des Abends von Marco Stücklin / RED DAS OPERNMAGAZIN-Schweiz
  • Homepage Daniel Behle
  • Titelfoto: Daniel Behle / Foto @  Julian Laidig (Pressebereich/Foto-Homepage)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.