Staatsoper unter den Linden / Foto @ Max Lautenschläger

Am 30. November sind die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle zu Gast in der Staatsoper Unter den Linden

Foto @ DAS OPERNMAGAZIN
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Am 30. November um 20 Uhr sind die Berliner Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Sir Simon Rattle in der Staatsoper Unter den Linden zu erleben. Auf dem Programm stehen Igor Strawinskys »Petruschka« (in der Konzertfassung von 1947) sowie die Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44 von Sergej Rachmaninow. Nach den Wiener Philharmonikern, die im Oktober während des Präludiums zu Gast waren, sind die Berliner Philharmoniker das zweite prominente Gastorchester, das der wiedereröffneten Staatsoper die Ehre erweist.

Die 1911 uraufgeführte Ballettmusik »Petruschka« zählt neben dem »Feuervogel« und »Le sacre du printemps« zu den bekanntesten Werken von Igor Strawinsky. Die Geschichte spielt auf einem Jahrmarkt und handelt von einem Gaukler, der mit seinem Flötenspiel drei Puppen zum Leben erweckt, zwischen denen sich eine tragische Liebesgeschichte entwickelt. Die 1935/36 komponierte, der spätromantischen Ästhetik verpflichtete Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44 gehört zu den späten Werken Sergej Rachmaninows. Neben melancholischen Motiven erklingen darin auch rhythmisch, tänzerische Passagen sowie verschiedene Anspielungen auf eigene wie fremde Musik.

Die Berliner Philharmoniker wurden 1882 als Orchester in Selbstverwaltung gegründet und zählen seit Langem zu den bedeutendsten Ensembles der Welt. Die lange und traditionsreiche Geschichte des Orchesters wurde von den jeweiligen Chefdirigenten, zu denen u. a. Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan und Claudio Abbado zählten, maßgeblich geprägt. Konzertreisen führten die Berliner Philharmoniker allein dieser Saison bereits nach FrankfurtSalzburg, Luzern, Paris, Hongkong, Shanghai und Seoul. Die Berliner Philharmoniker wurden für ihr künstlerisches Schaffen und ihr Engagement im Education-Bereich vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Herbert-von-Karajan-Musikpreis in Baden-Baden, der Karlsmedaille für europäische Medien für ihren Beitrag zur europäischen Integration sowie mit der Benennung als Internationale UNICEF-Botschafter. Für ihre Einspielungen gewannen die Philharmoniker zahlreiche Preise, darunter mehrere Echo Klassik, Grammy Awards, Classical BRIT Awards und International Classical Music Awards.

Sir Simon Rattle ist seit September 2002 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und Künstlerischer Leiter der Stiftung Berliner Philharmoniker. Während seiner Amtszeit rief er das Education-Programm der Berliner Philharmoniker ins Leben und setzte sich aktiv dafür ein, jungen Menschen unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft die Arbeit der Berliner Philharmoniker und deren Musik nahezubringen. Neben dem Konzertrepertoire tritt Sir Simon Rattle auch immer wieder als Operndirigent in Erscheinung. An der Staatsoper Unter den Linden dirigierte er zuletzt im Mai 2017 die Berliner Premiere von »La damnation de Faust« in der Regie von Terry Gilliam. Zum Ende der Spielzeit 2017/18 verlässt Sir Simon Rattle die Berliner Philharmoniker und wird ab September 2017 sein neues Amt als Music Director beim London Symphony Orchestra antreten.

Eine Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Beginn des Konzerts statt.

  • Titelfoto: Staatsoper unter den Linden / Foto @ Max Lautenschläger

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