Oper Dortmund/Il Barbiere d. Sevilla/ D.Velev, M.Moody, H. Brock, P. Sokolov,S. Dladla, A. Shikhalizada, V. Fischer/Foto @ Björn Hickmann

Rossinis „IL BARBIERE DI SIVIGLIA“ in der Oper Dortmund – Premiere 7.10.2018

Motonori Kobayashi / Foto@ Gerardo Garciacano
Motonori Kobayashi / Foto@ Gerardo Garciacano

Zwischen Commedia dell’arte und screwball comedy –
Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA in der Oper Dortmund
Premiere am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 18 Uhr        

Gioachino Rossinis Meisterkomödie IL BARBIERE DI SIVIGLIA hat am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 18 Uhr im Dortmunder Opernhaus Premiere. Unter der musikalischen Leitung des stv. Generalmusikdirektors Motonori Kobayashi und der Regie von Martin G. Berger werden Sunnyboy Dladla als Graf Almaviva, Petr Sokolov als Figaro, Aytaj Shikhalizada als Rosina und Denis Velev als Don Basilio erstmals in Dortmund zu sehen sein. Ein Wiedersehen gibt es mit Ks. Hannes Brock als Erzähler und Puppenspieler sowie Morgan Moody als Dr. Bartolo.

 

Alles könnte ganz einfach sein, denn Graf Almaviva ist es gewohnt zu bekommen was er will. Nun liebt er Rosina, die Pflegetochter von Dr. Bartolo, die selbst ein Auge auf sein Mündel und dessen Mitgift geworfen hat. Doch Almaviva will Rosina nicht mit seinem Status, sondern mit seiner Leidenschaft für sich gewinnen, weshalb er sich als mittelloser Student ausgibt. Mit Hilfe Figaros gelingt es ihm, in das Haus des Doktors zu gelangen: Erst als betrunkener Soldat, dann als Musikmeister Alonso verkleidet, kann er mit seiner Geliebten Briefchen und Zärtlichkeiten austauschen. Als Dr. Bartolo die Maskerade durchschaut, wirft er den dreisten Nebenbuhler aus dem Haus. Figaros Plan scheint zu scheitern, doch Almaviva kann zu nächtlicher Stunde Rosina von seiner Treue überzeugen und – nach Auflösung des Inkognitos – auf der Stelle heiraten.

IL BARBIERE DI SIVIGLIA ist die bekannteste Komposition von Gioachino Rossini und eine der meistgespielten Opern überhaupt. Die Musik Rossinis hat einen unglaublichen Drive, hier jagt ein Ohrwurm den anderen! Als einer der produktivsten Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts versteht er es, mit seinen schnellen Tempi und mitreißenden Melodien einen geradezu schwindelerregenden Frohsinn zu erzeugen.

Oper Dortmund/Il Barbiere d. Sevilla/ D.Velev, M.Moody, H. Brock, P. Sokolov,S. Dladla, A. Shikhalizada, V. Fischer/Foto @ Björn Hickmann
Oper Dortmund/Il Barbiere d. Sevilla/ D.Velev, M.Moody, H. Brock, P. Sokolov,S. Dladla, A. Shikhalizada, V. Fischer/Foto @ Björn Hickmann

Für seine Dortmunder Inszenierung hat sich Martin G. Berger für eine uralte Theaterform entschieden: das Puppentheater. Alle Sängerinnen und Sänger hängen als lebende Marionetten gemeinsam mit echten Puppen an Schnüren und zeigen nicht nur sinnbildlich wie fremdgesteuert und mechanisch sie ihr Leben führen. Gerade der privilegierte Graf Almaviva ist es, der die starren Regeln auflösen und durchbrechen will. Er zerschneidet die Puppenschnüre und gibt den Personen ihre Freiheit. Doch diese Freiheit überfordert und strengt an. Sie bedeutet, für die Konsequenzen des eigenen Handelns einzustehen und es schleicht sich die Frage ein, ob der Zustand als Marionette, die frei von allen Entscheidungszwängen graziös schwebt und sich ihrer fehlenden Selbstbestimmung nicht bewusst ist, vielleicht sogar der eigentlich erstrebenswertere ist? Jedenfalls gerät die Welt aus den Fugen und keine der handelnden Charaktere weiß buchstäblich mehr, wo oben, noch unten ist. Bergers BARBIERE ist angesiedelt zwischen klassischer Commedia dell ‘arte und cooler screwball comedy. Wie in einem Charly Chaplin-Film stellen sich Graf Almaviva, Figaro und Rosina mit Tempo, Witz und Hintersinn den Absurditäten des Lebens und man fühlt sofort, dass Rossinis Humor und Musikalität jede noch so dramatische Lebenslage erträglich und hoffnungsfroh erscheinen lässt.

Karten sind an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de erhältlich.

 

  • Titelfoto: Oper Dortmund/Il Barbiere d. Sevilla/ D.Velev, M.Moody, H. Brock, P. Sokolov,S. Dladla, A. Shikhalizada, V. Fischer/Foto @ Björn Hickmann

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