Das KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund startet in die finale Festivalwoche 2014

 

Odisea Negra / Foto@ Klangvokal Dortmund 2014
Odisea Negra / Foto@ Klangvokal Dortmund 2014

Mit dem Folk-Duo Fjarill leitet KLANGVOKAL die finale Festivalwoche 2014 ein. Seit zehn Jahren besticht Fjarill mit einem einzigartigen Mix aus klangschöner Popmusik und atmosphärischen Folk-Elementen.

Im Jahr 2011 wurden die Schwedin Aino Löwenmark und die Südafrikanerin Hanmari Spiegel, die in Hamburg wohnen, für ihre Musik mit dem deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet. Ein wohltuender Ruhepol auf dem von immer heftigeren Stürmen
heimgesuchten Ozean des Musikgeschäfts. In Dortmund präsentiert sich das Duo am Mittwoch (18. Juni 2014 | 20.00 Uhr) im  domicil so direkt, persönlich und offenherzig verletzlich, dass man die berühmte Stecknadel fallen zu hören glaubt.

Am Freitag (20. Juni 2014 | 20.00 Uhr | Orchesterzentrum|NRW) begegnen sich das Barockensemble La Chimera und Musiker und Sänger aus Venezuela, dem Senegal und Kuba im Meer der Erinnerungen. Alles dreht sich um die Musik, die aus einem dunklen Kapitel der Geschichte hervorgegangen ist: Der Verschleppung der Afrikaner auf karibische Plantagen im 17. Jahrhundert.

Mit Entdeckerfreude spüren die Musiker und Sänger der karibischen Musik und ihren europäischen wie afrikanischen Ursprüngen nach: Bei der Odisea Negra über Kontinente, Zeiten und Stile trifft Barockmusik auf karibische Lebensfreude, vermischen sich Werke spanischer Hofkomponisten filigran mit südamerikanischen Tänzen wie Negrillas, Habaneras und Meringues.

Zum prunkvollen Finale am Sonntag (22. Juni 2014 | 19.30 Uhr) lädt das KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund seine Besucher erneut in die St. Reinoldikirche ein. Zu erleben gibt es dabei ein vitales Wunderwerk ist das von dem Sizilianer Michelangelo Falvetti 1682 komponierte Oratorium „Il diluvio universale“. Erweist sich „Die Sintflut“ – so der deutsche Titel – doch eher als sizilianisch-sinnliche Vollblut-Oper denn als Oratorium: Wo hätte man sonst je erlebt, dass ein bleich geschminkter Tod Tarantella tanzend durch das Kirchenschiff zieht?

Unter dem Taktstock des Südamerikaners Leonardo García Alarcón wütet und stürmt die exquisite Cappella Mediterranea, stimmgewaltig unterstützt vom Kammerchor Namur und den ausgezeichneten Solisten. Das musikalische Naturereignis wurde erst vor kurzem wieder entdeckt – eine kleine Sensation
wie dieser virtuose Abend mit sizilianischer Verve bezeugt.

Weiter Infos und Karten: www.klangvokal-dortmund.de

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