Basel: OperAvenir – Portraitkonzert am 22.10.2022

OperAvenir/Ronan Caillet, Inna Fedorii, und Jasin Rammal-Rykala/Foto @ Ingo Höhn

Wenn das Basler Opernstudio OperAvenir zu seinem Porträtkonzert einlädt, ist dies stets auch eine schöne Gelegenheit, sehr talentierten jungen Sänger/innen zu begegnen. Alle vier Mitglieder befinden sich bereits im zweiten Jahr ihrer Teilnahme und können auf viele Einsätze in den laufenden Produktionen zurückblicken, welche ihnen die Möglichkeit boten, Bühnenerfahrung zu sammeln.

 

 

An diesem Abend konnte man das sehr gut erkennen. Bühnenpräsenz, schauspielerische Interpretation und Ausstrahlung kamen dabei bestens zu Geltung.

Die amerikanische Sopranistin Nicole Chevalier, welche auf vielen Bühnen große Erfolge feiert, hatte sich bereiterklärt, die jungen Talente mit Meisterkurs und vielen guten Tipps zu unterstützen. Zudem hat sie an diesem Abend in drei Ensembles mitgewirkt.

Den Anfang machte ein Terzett aus „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven „ Ein Mann ist bald gekommen“. Bereits hier spürte man die Freude sich auf der Bühne präsentieren zu können. Es sangen Inna Fedorii, Sopran, Ronan Caillet, Tenor und Jasin Rammal-Rykala, Bass.

OperAvenir/Nataliia Kukhar/Foto @ Ingo Höhn

Den ersten Soloauftritt hatte die ukrainische Mezzosopranistin Nataliia Kukhar mit der Arie „Que fait-tu, blanche tourterelle“ aus „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod. Mit großer Stimme und Bühnenpräsenz konnte sie überzeugen.

Der polnische Bass Jasin Rammal-Rykala sang zusammen mit dem ehemaligen Mitglied des Opernstudios und jetzt festen Ensemblemitglied des Theater Basel, dem südkoreanischen Bariton, Kyu Choi, „Que vecchio maledivami..“ aus „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi.

Ronan Caillet, Tenor aus Frankreich, sang mit höhensicherer und sehr nuancierter Stimme die Arie „Fantaisie, aux divins mensonges“ aus der Oper „Lakmé“ von Léo Delibes.

OperAvenir/Nicole Chevalier, Kyu Choi, Inna Fedorii, Nataliia Kukhar/Foto @ Ingo Höhn

Im Terzett „Se al volto mai ti senti“ aus „La clemenza di Tito“ von Wolfgang Amadeus Mozart, standen dann zum ersten Mal auch Nicole Chevalier zusammen mit Nataliia Kukhar und Jasin Ramal- Rykala auf der Bühne. Ein wunderschöner Zusammenklang der Stimmen.

Mit der Auftrittsarie der Lucia aus „Lucia di Lammermoor“ hat sich Inna Fedorii eine der anspruchsvollsten Koloraturarien ausgewählt und es war faszinierend, mit wieviel Ausdruck und klarster Stimme sie überzeugte. Auch das Quartett „Andrò ramingo e solo“ aus „Idomeneo“ von Mozart, mit Nicole Chevalier, Inna Fedorii, Nataliia Kukhar und Ronan Caillet war sehr präzis interpretiert.

Herrlich der Beitrag „Eure Tochter!“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ mit Ronan Caillet und Jasin Rammal-Rykala. Mit viel Schalk und großser Bühnenpräsenz wurde dieser Auftritt zu einem unterhaltenden Kabinettstück.

Den Abschluss und zugleich ein absolutes Highlight des Abends war das Finale aus der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss „Hab mir‘s gelobt – Ist ein Traum, kann es wirklich sein“. Hier begegnete man Nicole Chevalier zum als Marschallin, welche sie noch nie auf der Bühne gesungen hat. Zusammen mit Inna Fedorii und Nataliia Kukhar, welche das Schlussduett hinreißend sangen, kam es zu einem Genuss allererster Güte. Kein Traum, sondern Wirklichkeit.

OperAvenir/Hélio Vida/Foto @ Ingo Höhn

Doch all diese wunderbare Musik kann nur dargeboten werden, wenn ein hervorragender Pianist, welcher an so einem Abend eine große Flexibilität beweisen muss, zur Verfügung steht. Dies ist mit Hélio Vida, dem Leiter und der Seele des Opernstudios, der Fall. Alle Feinheiten hat er aus den jeweiligen Stücken herausgearbeitet und man spürt seine Hingabe für seine Aufgabe. Ein Glücksfall!

So darf man sehr gespannt auf den weiteren Verlauf der Karrieren dieser jungen Sänger/innen sein. Unter dieser Leitung und mit dem ganzen Engagement aller Beteiligten wird man noch viel von diesen Stimmen hören.

 

 

2 Gedanken zu „Basel: OperAvenir – Portraitkonzert am 22.10.2022&8220;

  1. Der Autor dieses Bericht muss wieder einmal restlos begeistert sein. Allerdings liest sich das wie ein Werbebericht. Sind das nicht junge Sänger am Anfang ihrer Karrieren? Etwas dick aufgetragen und mehr ein Fanbericht als eine begründete Rezension. Aber den jungen Sängern viel Glück und Erfahrung für ihre weiteren Karrieren.

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