Zweimaliges Gastspiel INTRODANS – diesmal auch mit speziellem Programm für Kinder 11. und 12. Juni, Opernhaus Dortmund

 

 Introdans_FirebirdSuite_PhotobyHansGerritsen

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Nach dem großen Erfolg im Vorjahr ist die niederländische Tanzcompagnie INTRODANS in dieser Spielzeit erneut zu Gast am Theater Dortmund. Diesmal stehen gleich zwei Aufführungen auf dem Programm: am 12. Juni, 20 Uhr, ein Programm für Erwachsene mit Tanzschöpfungen namhafter Choreografien, und einen Tag zuvor, am 11. Juni, 16 Uhr, ein Programm, das sich speziell an Kinder ab 6 Jahren richtet. 

„MIXVANMATS“ („Mix von Mats“) heißt das zweiteilige Programm für Kinder, das von dem weltberühmten schwedischen Choreografen Mats Ek stammt. In „Hoch im Norden“ zieht zu traditioneller Musik aus Lappland wie in einem fröhlichen Traum ein Reigen dörflicher Figuren vorüber. Und auch in „Park“, dem zweiten Stück des Programms, ist die Fantasie gefordert, tanzen doch Nasen und Ohren auf der Bühne, ein Engel auf Stelzen, Disco-Jungs und ein Prinz im Baum, der zum Schluss eine spitzentanzende Prinzessin mit einem Eis auf dem Kopf trifft. So surreal der Plot, so virtuos ist der Tanz in diesem Stück. „MIXVANMATS“ ist also ein Werk, das wie kaum ein zweites die Fantasie anregt, die bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern bekanntlich ganz besonders ausgeprägt ist.

Ganz anders geartet ist der zweite Abend mit INTRODANS. „Russisch Rumoer“ (Russisches Getöse) lautet der Titel des zweiten Programms der niederländischen Company. Die ursprüngliche Aufführung von Le Sacre du Printempszur „kakofonischen“ Musik Igor Strawinskys bewirkte 1913 den wahrscheinlich größten Eklat der Tanzgeschichte. Seither haben sich zahlreiche Choreografen von diesem Werk inspirieren lassen. Einer von ihnen ist Nils Christe. Sein Ballett, das für den niederländischen Zwaan-Preisals beste Tanzproduktion 2011 nominiert war, erntete im In- und Ausland stürmischen Applaus.
Als Vaslav Nijinski ein Jahr vor dem Sacreseinen L’Après-midi d’un faune tanzte, war die Aufregung ebenfalls groß. Das unverblümt erotische Ende des Solos verursachte einen enormen Skandal. Die Geschichte eben dieses Solos und die gleichnamige Musik von Claude Debussy beflügelten den französischen Choreographen Thierry Malandain zu einer Neuversion der weltberühmten Ballettvorlage.

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Introdans_LeSacreDuPrintempsPhotoby_HansGerritsen

Der flämische Choreograf Stijn Celis erarbeitete für den Abend eine Weltpremiere mit dem Titel Firebird Suite.Natürlich basiert diese „Feuervogelsuite“ auf Igor Strawinskys berühmtem Ballett L’Oiseau de Feu.Es war das erste Werk, das der Komponist für Sergei Djagilews Ballets Russesschrieb und mit dem eine russische Revolution im europäischen Tanz eingeläutet wurde. Der für seinen explosiv-irdischen Stil bekannte Celis, der sich Strawinsky und der Ballets-Russes-Ärasehr verbunden fühlt, hat bereits einen hochgelobten „Sacre“ geschaffen und zum 40-jährigen Jubiläum von Introdansmit seinem kraftvollen und wirbelnden Stück Noces eine Glanzleistung hingelegt.

Introdans: Tanzfreude pur
Die 1971 gegründete Compagnie Introdans hat sich im Laufe der Jahre zu einer Balletttruppe von internationalem Niveau entwickelt. Dem Wunsch, hochwertige Tanzkunst für ein breites Publikum zu bieten, ist man stets mit gesundem Ehrgeiz treu geblieben. Introdans und Introdans für die Jugend warten mit einem ebenso abwechslungsreichen wie attraktiven zeitgenössischen Repertoire auf. Die tanzpädagogische Abteilung Introdans Interaktion macht anhand der Vorstellungen beider Introdans-Ensembles den Tanz aktiv erfahrbar und sorgt so für ein besonderes Balletterlebnis. Die Compagnie aus Arnheim tanzt nicht nur in niederländischen Theatern: Beide Ensembles treten auch häufig im Ausland auf. Schirmherrin von Introdans ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Margriet der Niederlande.

MIXVANMATS, 11.6.2014, 16 Uhr
Ticktes: 11,- Euro Einheitspreis

Russisch Rumoer, 12.6.2014, 20 Uhr
Tickets: 15,- bis 49,- Euro

Karten ab sofort an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231 / 50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

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