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Theater Hagen: Aufsichtsrat der Theater gGMBH entscheidet sich für die Besetzung des GMD und vertagt Intendantenfindung

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Hagen, 12.4.16 Nach einer intensiven Suche in einem hochkarätigen Bewerberfeld konnte in der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrates der Theater Hagen gGmbH über die Nachfolge von Prof. Florian Ludwig als Generalmusikdirektor entschieden werden. In dem aufwändigen Auswahlverfahren, in dem unter anderem auch das Orchester einbezogen war, hatte sich ein Kandidat bei der Findungskommission durchsetzen können.

Mit diesem Wunschkandidaten werden umgehend Gespräche über sein Engagement in Hagen aufgenommen. Die Entwicklung eines künstlerischen Konzeptes und die Umsetzung der inzwischen vom Rat der Stadt Hagen beschlossenen Zuschusskürzungen für das Theater Hagen werden eine gemeinsame Aufgabe für den neuen GMD und die zukünftige Intendanz am Theater Hagen sein. „Wir gehen davon aus, das die zukünftige künstlerische Leitung ein stimmiges Gesamtkonzept für das traditionsreiche Haus und seine Mitarbeiterschaft gemeinsam erarbeiten wird“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Sven Söhnchen. In der Sitzung beriet der Aufsichtsrat ebenfalls über die Neubesetzung der Intendanz. Intensive Gespräche der vergangenen Tage haben nicht dazu geführt, dass es in der Aufsichtsratssitzung der Theater gGmbH zu einem Abschluss in der Findung zur Nachfolge vom scheidenden Intendanten Norbert Hilchenbach kommen konnte.

Die verbliebenen Kandidaten haben im Nachgang zur Beschlussfassung der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag ihre Kandidaturen zurückgezogen. Der Rat der Stadt Hagen hatte beschlossen, dass der Zuschuss für das Theater ab 2018 auf 13,5 Millionen Euro jährlich festgeschrieben wird. Zusätzlich hat sich die Geschäftsleitung mit der weitergehenden finanziellen Belastung auseinanderzusetzen, jeweils 1% der Lohnsteigerung auszugleichen. Hierdurch erhöht sich das Sparziel um ungefähr weitere 130.000 Euro pro Jahr. Konfrontiert mit dieser Beschlusslage, die sich die zukünftige Intendanz auch vertraglich festschreiben lassen soll, haben auch die verbliebenen Kandidaten ein Engagement am Hagener Theater für nicht realisierbar erklärt.

Um möglichst zeitnah eine Vorgehensweise abzustimmen, die zwischen Theater und dem Gesellschafter eine zukunftsträchtige Entwicklung darstellt, wurde eine Projektgruppe gegründet, u.a. bestehend aus der Geschäftsführung, einem Vertreter des Gesellschafters sowie des Betriebsrates, einem künstlerischen Berater und Mitgliedern des Aufsichtsrates, welche dem Aufsichtsrat ein entsprechendes Konzept vorlegen soll.

*Pressemeldung des theaterhagen

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