Johannes Klumpp

Risikoreich und intensiv: Neue Künstler loten in Berlin Extreme aus

Albina Shagimuratova / Foto @ PAVEL VAAN & LEONID SEMENYUK

Ungeschminkt, kraftvoll und doch sensibel – In der neuen Saison freuen wir uns auf die Auftritte von Musikern, die gerade frisch ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegt haben und hier sogleich auch ihre Spuren hinterlassen.

 

Darüber hinaus werden Dirigent Johannes Klumpp, Pianistin Anica Vavic und Albina Shagimuratova endlich wieder in Berlin zu Gast sein. Die Geigerin Rosanne Philippens, das aus Amsterdam kommende „Mischwesen, das überall scheuklappenfrei Interferenzen“ (Fonoforum) entdeckt, wird am 17. Oktober ihre nächste Einspielung an einem neuen Ort präsentieren, der ebenso Gegensätze verknüpft: Im Salon des Orania.Berlin. Einen Tag vorher, am 16.10., ist der Neu-Berliner Cellist Benedict Kloeckner im Pianosalon Christophori zu erleben.

Der 1989 geborene Benedict Kloeckner überrascht. Auf die Frage nach dem Grund seiner Arbeit zitiert er Franz Kafka, denn er möchte „die Axt sein, für das gefrorene Meer in uns“ und das gelingt „couragiert und gekonnt“ (Concerti). Der „feingliedrige, sensible Cellist verblüfft nicht nur mit einer astreinen Intonation, sondern auch mit sagenhafter Leichtigkeit und Geschmeidigkeit.“ (NZZ) Kloeckner zeigt „wie sensibel, phantasievoll und vor allem sehnsüchtig schön man Cello spielen kann.“ (SZ)

Rosanne Philippens verführt „zauberhaft“ mit ihrer Geige, überzeugt virtuos mit enormer Wirkung und Offenheit. Kraftvoll, rhythmisch und lyrisch zugleich verbindet sie Extreme. An Prokofjew, dem ihre neue Einspielung gewidmet ist, schätzt sie vor allem dessen Radikalität. Insbesondere begeistert die Geigerin, dass auch die Miniaturen Prokofjews ganze Geschichten erzählen.

Johannes Klumpp

Zudem freuen wir uns, am 5. November im Konzerthaus endlich wieder auch Johannes Klumpp in Berlin zu erleben, der schon von Bangkok bis Granada sowie nach Essen & Hundisburg Berliner anlockte, um mit ihm zu musizieren. Außerdem dürfte das bundesweite Händelexperiment, deren Sieger-Komposition Klumpp im Mai 2018 mit dem MDR- Sinfonierorchester aufführen wird, auch junge Berliner inspirieren.

Pianistin Anika Vavic vereint mit ihrem kraftvollen Spiel voller Verve und doch sensibel ebenfalls Oppositionen. Am 2. und 3. Februar erschließt sie im Konzerthaus Berlin die Tiefen russischer Klavierliteratur.

Im April wird die tatarische Sopranistin Albina Shagimuratova, die mit souveräner Technik und gewaltigem Stimmumfang vom Mariinsky bis zur Met, von Moskau bis Wien begeistert, an der Deutschen Oper Berlin Verdis Gilda verkörpern.

 

Berliner Auftritte im Überblick:

  1. Oktober, 20.00 Uhr,Berlin, Radialsystem V Saal

ID Festival – ID Friends I

Wolf: Italienische Serenade für Flöte und Streich-Trio G-Dur (arrangiert von Guy Braunstein)Schubert: Sonate für Klavier vierhändig und Streichquartett B-Dur D 960 (arrangiert von Richard Dünser)

Strauss: Rosenkavalier Suite, Version für Flöte, Klarinette, Horn, Violine, Violoncello und Klavier SchönbergVerklärte Nacht für Streichsextett op. 4

Rosanne Phillipens, Violine

Guy Braunstein, Violine

Ulrich Knörzer, Viola

Gilad Karni, Viola
Olaf Maninger, Violoncello

Zvi Plesser, Violoncello
Gili Schwarzman, Flöte
Sacha Rattle, Klarinette
Chezy Nir, Horn
Ohad Ben-Ari, Klavier

Gil Garburg, Klavier

Sivan Silver, Klavier

  1. Oktober, 20.00 Uhr,Berlin, Radialsystem V Saal

ID Festival – ID Friends II

Dvořák: Dumky-Trio für Horn, Violine und Klavier Nr. 4 e-Moll op. 90 (arrangiert von Ohad Ben-Ari)

Schönberg: Kammersymphonie Nr. 1 E-Dur op. 9 Version von Anton Webern

Mendelssohn-Bartholdy: „…oder soll es Tod bedeuten?” für Sopran und Streichquartett (arrangiert von Aribert Reimann)

Rosanne Phillipens, Violine

Guy Braunstein, Violine

Gilad Karni, Viola

Olaf Maninger, Violoncello

Zvi Plesser, Violoncello
Gili Schwarzman, Flöte
Sacha Rattle, Klarinette
Chezy Nir, Horn
Ohad Ben-Ari, Klavier
Anna Prohaska, Sopran

 

  1. Oktober, 20.00 Uhr,Berlin, Radialsystem V Saal

ID Festival – ID Friends III

Olivero: Arie für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Beethoven: Sonate für Violine, arrangiert für Flöten-Quintett, Nr. 4 a-Moll op. 23 (arrangiert von Guy Braunstein)

Kodály: Tänze aus Galanta für Flöte, Klarinette, Horn, Violine, Violoncello und Klavier                (arrangiert von Ohad Ben-Ari)

Brahms: Quintett für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Klavier f-Moll op. 34

Rosanne Phillipens, Violine

Guy Braunstein, Violine

Gilad Karni, Viola

Olaf Maninger, Violoncello

Zvi Plesser, Violoncello
Gili Schwarzman, Flöte
Sacha Rattle, Klarinette
Chezy Nir, Horn
Ohad Ben-Ari, Klavier 

  1. Oktober 2017, 20.00 Uhr,Berlin, Piano Salon Christophori

Eine Sternstunde der Kammermusik
Schubert: Das Forellenquintett
Benedict Kloeckner, Violoncello

Anna Fedorova, Klavier
Eldbjörg Hemsing, Violine
Dana Zemtsov, Viola
Nicholas Schwartz, Kontrabass

 

  1. Oktober 2017, 20.00 UhrBerlin, Orania.Berlin

CD-Release im Orania.Salon

Rosanne Philippens, Violine 

Julien Quentin, Klavier

 

  1. November 2017, 20.00 Uhr,Berlin, Konzerthaus

Mozart: Idomeneo: Ouvertüre
Mozart: Rondo für Violine und Orchester C-Dur KV 373
Vasks: Vox Amoris – Fantasie für Violine und Streicher
Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5 d-Moll

Johannes Klumpp, Dirigent

Johannes Watzel, Violine

Landesjugendorchester Berlin

 

  1. und 03. Februar 2018, 20.00 Uhr,Berlin, Konzerthaus

Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini 

Anika Vavic, Klavier

Yutaka Sado, Dirigent

Konzerthausorchester Berlin 

 

Albina Shagimuratova / Foto Andrei Bogdanov
Albina Shagimuratova / Foto Andrei Bogdanov

03., 07., 11. und 17. Mai 2018, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper Berlin

 Verdi: Rigoletto

Albina Shagimuratova, Sopran – Gilda

Guillermo García Calvo, Musikalische Leitung

Jan Bosse, Regie

Orchester der Deutschen Oper

 Rosanne Philippnes Einspielung im Überblick:

Prokofjew: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 63

 Prokofjew: Sonate für Violine solo D-Dur op. 115

Prokofjew:Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35a

Rosanne Philippens, Violine

Julien Quentin, Piano

Otto Tausk, Dirigent

Sinfonieorchester St. Gallen

Label: Channel Classics

Veröffentlichung: Herbst 2017

Benedict Kloeckners Einspielung im Überblick:

Chopin Franck, Cello Sonatas

Chopin: Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65

Franck: Sonate für Violine und Klavier A-Dur

(Transkription für Violoncello und Klavier) 

Chopin: Polonaise Brillante op. 3 

Benedict Kloeckner, Violoncello

Anna Fedorova, Klavier 

Label: Piano Classics

Veröffentlicht seit: 28. April 2017

 

Weitere Links und Informationen:

 

Benedict Kloeckner

Rosanne Philippens

Johannes Klumpp

Anika Vavic

Albina Shagimuratova

 

*Titelfoto: Johannes Klumpp

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