Opernhaus Dortmund: Gabriel Feltz soll neuer Generalmusikdirektor in Dortmund werden

Die Findungskommission hat einstimmig entschieden: Gabriel Feltz soll neuer Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund werden. Schließt sich der Stadtrat diesem Votum in seiner Sitzung am 29. März 2012 an, wird der 41-Jährige von Beginn der Spielzeit 2013/2014 für den Zeitraum von fünf Jahren das Dortmunder Philharmonische Orchester leiten. Gabriel Feltz wird damit die Nachfolge von Generalmusikdirektor Jac van Steen antreten.

Die Findungskommission hat bei ihrem Votum die Stellungnahme des Orchesters berücksichtigt, das sich bei einem Probedirigat bereits ein Bild über die praktische Zusammenarbeit mit dem künftigen GMD gemacht hat. Der Kommission gehören die fünf kulturpolitischen Sprecher der Ratsfraktionen, die Operndirektion, die Geschäftsführung des Theaters sowie der Beigeordnete für Finanzen, Liegenschaften und Kultur der Stadt Dortmund an.

Gabiel Feltz wurde 1971 in Berlin geboren. Seit Beginn der Spielzeit 2004/2005 ist er Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker und Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart. Seit September 2008 bekleidet er außerdem das Amt des 1. Gastdirigenten des Theaters Basel, das in den Jahren 2009 und 2010 jeweils als Opernhaus des Jahres ausgezeichnet wurde.

Feltz studierte von 1989 bis 1994 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit den Hauptfächern Dirigieren und Klavier. Nach dem Studium war er Assistent bei Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper. Erste Engagements führten ihn anschließend an die städtischen Bühnen Lübeck, an das Bremer Theater sowie als GMD an das Theater Altenburg-Gera.

Er dirigierte bedeutende Orchester im In- und Ausland, darunter die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Bayerische Staatorchester, das Deutsche Symphonieorchester Berlin, das Konzerthausorchester Berlin, das Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester, die Staatskapelle Weimar, das Nationaltheater-Orchester Mannheim, die Bamberger Symphoniker, die Rundfunk-Sinfonieorchester in Berlin (RSB), Köln (WDR), Leipzig (MDR), Hannover (NDR) und Saarbrücken (SR), das Bundesjugendorchester, das Radio-Sinfonie-Orchester Wien, das Berner Symphonieorchester, das Sinfonieorchester Basel, das Orchester der De Vlaamse Opera Antwerpen, die Belgrader Philharmonie, das RTE National Symphony Orchestera (Irland), das KBS Symphony Orchestra Seoul sowie das Guanggzhou Symphony Orchestra und China National Symphony Orchestra.

Zahlreiche Rundfunkaufnahmen von Opern- und Konzertliteratur sowie eine umfangreiche Diskographie mit Werken von Mozart, Suk, Ciurlionis, Mahler, Respighi, Strauss, Rachmaninoff, Skrjabin, Ligeti und Jost widerspiegeln die künstlerische Vielseitigkeit von Gabriel Feltz.

2007 wurden die Stuttgarter Philharmoniker unter Leitung von Gabriel Feltz mit dem Prix Rachmaninoff der Fondation Serge Rachmaninoff  ausgezeichnet – in Würdigung des bis heute umfangreichsten Aufführungszyklus der Werke Rachmaninows im deutschsprachigen Raum.  Die im Oktober 2010 von Gabriel Feltz dirigierte AIDA AM RHEIN aus Basel, europaweit im Fernsehen und Rundfunk übertragen und auch als DVD erhältlich, erregte großes Aufsehen.

Wichtige zukünftige Engagements:

Gabriel Feltz gastiert unter anderem bei den Belgrader Philharmonikern, dem Hangzhou Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel, dem Staatsorchester Hannover, dem Philharmonischen Orchester Freiburg sowie dem Konzerthausorchester Berlin.  Im Rahmen seiner Chefdirigentenposition bei den Stuttgarter Philharmonikern komplettiert er seinen Mahler Zyklus (mit CD Produktionen). Neben vielem anderen ist darüber hinaus ein Beethoven Zyklus geplant.  Am Theater Basel ist Gabriel Feltz bis zum Sommer 2012 verantwortlich für Neuproduktionen von „Wozzeck“ und „Carmen“. An der Oper Frankfurt dirigiert er die Wiederaufnahme „Arabella“ und 2014 ist Gabriel Feltz sowohl an die Bayerische Staatsoper München für den „Fliegenden Holländer“, als auch an die Komische Oper Berlin (Debüt) für eine Neuproduktion von Zimmermanns „Die Soldaten“ eingeladen

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