Oper und Ballett am Rhein – Oktober 2013

Sergej Khomov (Don José), Morenike Fadayomi (Carmen) (c) Hans Jörg Michel
Sergej Khomov (Don José), Morenike Fadayomi (Carmen) (c) Hans Jörg Michel

Mit dem Spielplan Oktober meldet sich die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf – Duisburg aus den Theaterferien zurück und präsentiert eine abwechslungsreiche neue Spielzeit

 

 

 

 

 

Di  1. Oktober, 19.30 Uhr                                                             Wiederaufnahme „Carmen“ im Opernhaus Düsseldorf

Di  8. Oktober, 19.30 Uhr                                                             Premiere „La traviata“ im Theater Duisburg 

So  20. Oktober, 18.30 Uhr                                                          Wiederaufnahme „Tosca“ im Opernhaus Düsseldorf 

Mo  21. Oktober, 18.00 Uhr                                                        Ballettwerkstatt „b.17“ im Opernhaus Düsseldorf 

Sa  26. Oktober, 19.30 Uhr                                                          Premiere „b.17“ im Opernhaus Düsseldorf 

Sa  26. Oktober, 19.30 Uhr                                                          Wiederaufnahme „Peter Grimes“ im Theater Duisburg

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Premieren

 

Giuseppe Verdi: „La traviata“

Mit der nach Alexandre Dumas’ Erfolgsroman „Die Kameliendame“ gestalteten Oper „La traviata“ ist Giuseppe Verdi ein schonungsloser Blick auf die Gesellschaft seiner Zeit gelungen. In Kooperation mit dem Theater Bonn feiert am 8. Oktober, um 19.30 Uhr die „beliebteste Oper der Deutschen“ in der Erfolgsinszenierung von Andreas Homoki Premiere im Theater Duisburg. Der Opernregisseur und -intendant und sein Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann machen in ihrer zunächst an der Oper Leipzig herausgebrachten Inszenierung das spiegelglatte gesellschaftliche Parkett sichtbar, auf dem die Titelheldin ihre Triumphe und ihren Untergang erlebt.

Die Rolle der Violetta Valery übernimmt die rumänische Sopranistin Brigitta Kele, der junge finnische Tenor Jussi Myllys ist als Alfredo Germont zu erleben, Laimonas Pautienius als sein Vater Giorgio Germont. Es spielen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Lukas Beikircher, der sich mit „La traviata“ als neuer Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein vorstellt.

 

Plakatmotiv b.17 © Gert Weigelt
Plakatmotiv b.17 © Gert Weigelt

Ballett am Rhein – b.17

Manchmal fällt eine Entscheidung spontan, manchmal aber beschäftigt sich ein Choreograph jahrelang mit einer Musik und ihrem Komponisten, lebt mit ihr, hört sie immer wieder neu und anders – und irgendwann ist es soweit: Die Zeit für ein neues Ballett ist gekommen: b.17 feiert mit Martin Schläpfers Uraufführung „7“am 26. Oktober, um 19.30 Uhr Premiere im Opernhaus Düsseldorf.

Vor zwei Jahren überraschte Martin Schläpfer in einer Radiosendung die in Konzertsälen eher selten zu erlebende „7. Sinfonie“ von Gustav Mahler: „Ich war total berührt von der Vielschichtigkeit und schillernden Großartigkeit dieser Musik“, gesteht der Choreograph, dessen konsequente Auseinandersetzung mit sinfonischen Werken inzwischen seinen Stil mitgeprägt hat: „Ein echter Mahler und doch ein anderer als in seinen übrigen Sinfonien. Die Partitur hat etwas Fantastisches – scheint mir zugleich aber auch strenger und spröder als seine anderen Werke.“ Noch am gleichen Abend entschied er sich, mit der „Siebten“ die Spielzeit 2013/14 zu eröffnen – wissend, mit dem Bühnen- und Kostümbildner Florian Etti in gestalterischer und Axel Kober in musikalischer Hinsicht zwei wunderbare Partner an seiner Seite zu haben.

 

Dazu: Ballettwerkstatt b.17 am 21. Oktober um 18.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf – Eintritt frei.

„Gustav Mahler vertanzen“: Ein Podiumsgespräch mit Martin Schläpfer, Axel Kober, Florian Etti und Anne do Paço sowie eine anschließende öffentliche Probe mit dem Ballett am Rhein und den Düsseldorfer Symphonikern geben erste Einblicke in den neuen Ballettabend.

 

Wiederaufnahmen

 

Georges Bizet: „Carmen“

Einer der größten Welterfolge der Operngeschichte: Nach der anfänglich eher zögernden Annahme hat sich Bizets „Carmen“ auf allen Spielplänen fest etabliert – die Geschichte einer Frau, die ihre Freiheit bis zum Äußersten beansprucht. Carmen lebt uneingeschränkt von gesellschaftlichen Konventionen. In ihrer berühmten Habanera preist sie die Freiheit der Liebe, die für sie einhergeht mit der Freiheit von moralischen Bindungen. Das wird ihr zum Verhängnis: Der ihr verfallene Don José ist nicht in der Lage, mit Liebe und Beziehung liberal umzugehen. Von rasender Eifersucht getrieben bringt er seine Geliebte um.

Carlos Wagner, dessen neueste Inszenierung „Luisa Miller“ an der Deutschen am Rhein im Juli 2013 Premiere feierte, führt Regie.„Carmen“ ist dieses Jahr noch viermal im Opernhaus Düsseldorf zu erleben. Der erste Termin ist am 1. Oktober, um 19.30 Uhr.

 

Boris Statsenko (Scarpia), Morenike Fadayomi (Tosca) Foto@Hans Jörg Michel

Giacomo Puccini: „Tosca“

„Quäle die Heldin!“ Dieses Motto des Schriftstellers Sardou, dessen Drama „La Tosca“ Puccini vertonte, gilt auch für die gleichnamige Oper: Die Sängerin Floria Tosca wird in die Ränkespiele des lüsternen Barons Scarpia verwickelt. Will sie ihren Geliebten Cavaradossi vor Folter und Tod bewahren, muss sie dem Drängen Scarpias nachgeben. Als Scarpia sie vergewaltigen will, erdolcht sie ihn. Doch Scarpia hat sie belogen: Cavaradossi stirbt und Tosca bleibt allein zurück.

In der Inszenierung von Dietrich Hilsdorf singt Morenike Fadayomi die Titelrolle an insgesamt sechs Abenden in Düsseldorf und Duisburg. Die Wiederaufnahme ist am 20. Oktober im Opernhaus Düsseldorf.

 

Benjamin Britten: „Peter Grimes“

Das Leben im kleinen englischen Fischerdorf ist hart und wenig abwechslungsreich. Der Prozess gegen den Fischer Peter Grimes, der am Tod seines Lehrjungen schuld sein soll, bedeutet da schon eine Sensation. Dass die Beweislage nicht ausreicht, um den wortkargen und raubeinigen Mitbürger zu verurteilen, führt zu einer Welle von Gerüchten und Verdächtigungen, die sich zu einer Hetzjagd ausweitet. Am Ende wissen auch die wenigen noch verbliebenen Freunde nur einen Rat: Grimes muss sich selbst eliminieren, damit die biederen Kleinstädter wieder zur Ruhe kommen.

„Peter Grimes“, inszeniert von Immo Karaman, der zuletzt Zemlinskys „Der Zwerg“ auf die Bühne des Opernhauses Düsseldorf brachte, feierte in der Spielzeit 2009/2010 Premiere und wird nun im Britten-Jahr am 26. Oktober im Theater Duisburg wieder aufgenommen. Zusammen mit den Opern „Billy Budd“ (ab 08.11.) und „Th­e Turn of the Screw“ (ab 22.11.), die Karaman ebenfalls mit bildgewaltigen Ausstattungen von Kaspar Zwimpfer und Nicola Reichert inszenierte, ist sie Teil des Britten-Zyklus‘ an der Deutschen Oper am Rhein, der im Juni 2014 mit „Death in Venice“ seinen vorläufigen Abschluss findet.

 

Junges Publikum

 

Benjamin Britten: „Arche Noah“

Auch für junge Opernfreunde bietet die Deutsche Oper am Rhein im Britten-Jubiläumsjahr ein eigenes Bühnenerlebnis. Am 6. Oktobersteht im Theater Duisburg gleich zweimal (um 11.00 und um 15.00 Uhr) das kirchliche Musikspiel „Arche Noah“ auf dem Spielplan. Ursprünglich für einen Kirchenraum gedacht, bringt es der Kinderchor am Rhein auf die Bühne des Theaters Duisburg und wird dabei von Ensemblemitgliedern und den Duisburger Philharmonikern unterstützt. Das Publikum sitzt mit auf der Bühne und ist somit ganz nah am Geschehen. Ab 6 Jahren.

Weiterhin im Programm:

 

Olesya Golovneva (Luisa), Giancarlo Monsalve (Rodolfo)-Foty @Hans-Jörg Michel
Olesya Golovneva (Luisa), Giancarlo Monsalve (Rodolfo)-Foty @Hans-Jörg Michel

Giuseppe Verdi: „Luisa Miller“

Verdis 1849 in Neapel uraufgeführte Oper „Luisa Miller“ nach Schillers bürgerlichem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ ist nicht einfach eine Vertonung des Schauspiels, sondern konzentriert die Grundkon­flikte des sozialkritischen Dramas auf die private Tragödie der Titelfigur.

Carlos Wagners Interpretation von „Luisa Miller“ wird im Oktober sechsmal im Opernhaus Düsseldorf aufgeführt, los geht es am 3. Oktober, um 18.30 Uhr mit der Freundeskreispremiere.

 

Jerome Robbins AFTERNOON OF A FAUN © The Robbins Rights Trust – Nicole Morel, Alexandre Simões © Gert Weigelt
Jerome Robbins AFTERNOON OF A FAUN © The Robbins Rights Trust – Nicole Morel, Alexandre Simões © Gert Weigelt

Ballett am Rhein – „b.16“

Nur noch dreimal sind die Choreographien von Jerome RobbinsHans van Manen und Ballettdirektor Martin Schläpfer zu Musik von Claude Debussy, Hugo Wolf, Franz Schubert und Salvatore Sciarrino im Opernhaus Düsseldorf zu erleben, bevor der Ballettabend im November im Theater Duisburg Premiere feiert. Die Schlussrunde in Düsseldorf beginnt am 2.Oktober, um 19.30 Uhr.

 

 

 

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*Das Programmheft Oktober 2013 zum DOWNLOAD

*Kartenvorverkauf unter diesem LINK

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