Oper und Ballett am Rhein im Oktober 2016

Zoran Todorovic (Otello) – FOTO: Hans Jörg Michel]
Zoran Todorovic (Otello) – FOTO: Hans Jörg Michel]

Mo 03.10. – 18.30 Uhr Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf: „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart in der Kult-Inszenierung von Barrie Kosky und „1927“
So 02.10. – 18.30 Uhr Wiederaufnahme im Theater Duisburg: „L’elisir d’amore“
Mi. 05.10. – 19.30 Uhr Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf: „Le nozze di Figaro“
Sa 08.10. – 19.30 Uhr Erste Opernpremiere der Spielzeit im Opernhaus Düsseldorf: Verdis „Otello“ in der Inszenierung von Michael Thalheimer. Am Pult: Generalmusikdirektor Axel Kober
So 09.10. – 18.30 Uhr Wiederaufnahme im Theater Duisburg: „Die Zauberflöte“
Sa 15.10. – 10.00 Uhr Familienopernwerkstatt zur „Schneekönigin“ im Theater Duisburg: Einführung und Aktionen zur Familienoper „Die Schneekönigin“ – Eintritt frei
Sa 15.10. – 19.30 Uhr Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf: Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“
So 16.10. ­– 15.00 Uhr Wiederaufnahme im Theater Duisburg: „Die Schneekönigin“ von Marius Felix Lange (empfohlen für Zuschauer ab 6 Jahren)
Do 20.10. – 19.00 Uhr Ballettwerkstatt im Theater Duisburg: Gespräche und Probenbesuch zur Ballett­produktion b.29
Do 20.10. – 19.30 Uhr Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf: „L’elisir d’amore“
So 23.10. – 11.00 Uhr „Symphoniker im Foyer“ – Musik aus Ungarn: Sopranistin Sylvia Hamvasi und Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker präsentieren ungarische Lieder und Kammermusik im Opernhaus Düsseldorf
So 23.10. – 15.00 Uhr Wiederaufnahme im Opernhaus Düsseldorf: Giuseppe Verdis „Rigoletto“
Fr 28.10. – 19.30 Uhr Ballett am Rhein – b.29: Erste Ballettpremiere im Theater Duisburg mit Balletten von George Balanchine und Jerome Robbins und einer Uraufführung von Martin Schläpfer
So 30.10. – 19.30 Uhr „Meisterklasse“: Konzert des neuen Opernstudios zum Abschluss des Meisterkurses mit Ks. Helen Donath und Klaus Donath in der DZ Bank Düsseldorf

Opernhaus Düsseldorf / Foto @ Hans Jörg Michel
Opernhaus Düsseldorf / Foto @ Hans Jörg Michel

Im Opernhaus Düsseldorf …

… steht Giuseppe Verdis „Otello“ am 8. Oktober 2016 als erste Opernpremiere der Spielzeit 2016/17 auf dem Programm. Für die Neuinszenierung in Koproduktion mit der Opera Vlaanderen ist der bedeutende und vielfach ausgezeichnete Theaterregisseur Michael Thalheimer zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. In einer hochkonzentrierten, abstrakten Bildsprache setzt Thalheimer ganz auf die Psychologie, Emotionalität und Körperlichkeit der Figuren: „Verdis Musik treibt die Figuren Otello, Jago und Desdemona wahnsinnig schnell vor sich her, und man begreift durch ihr Tempo, dass sie alle Gejagte sind, die wie verwundete Tiere in die Katastrophe getrieben werden.“ Generalmusikdirektor Axel Kober, der gerade von seinem vierten Gastspiel bei den Bayreuther Festspielen zurückgekehrt ist, arbeitet mit den Düsseldorfer Symphonikern und hochkarätigen Solisten zusammen: In der Titelrolle alternieren die an den führenden Opernhäusern Europas gefragten Tenöre Zoran Todorovich und Ian Storey. Boris Statsenko, der viele große Verdi-Partien zu seinem Repertoire zählt, ist Otellos Gegenspieler Jago. Die amerikanische Sopranistin Jacquelyn Wagner, die Kritiker und Publikum vor einem Jahr als Arabella in Tatjana Gürbacas Strauss’-Inszenierung in Düsseldorf feierten, gibt ihr Debüt als Desdemona. Bis 13. November stehen insgesamt zehn Vorstellungen auf dem Spielplan.

In der Kult-Inszenierung von Barrie Kosky und der britischen Theatergruppe „1927“ kehrt Mozarts populärste Oper „Die Zauberflöte“ am 3. Oktober ins Opernhaus Düsseldorf zurück: Auf der Bühne agieren die Sängerinnen und Sänger als Protagonisten eines handgezeichneten Stummfilms, der jeden Abend live zu Mozarts Musik animiert wird. Ihre Fans hat diese „Zauberflöte“ nicht nur in vielfach ausverkauften Vorstellungen in Berlin, Düsseldorf und Duisburg, sondern auch auf Gastspielen in aller Welt gefunden. Ganz anders geht Regie-Altmeister Michael Hampe mit Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ um: Mit seinem Ausstatter Germán Droghetti hat er einen Bilderbuch-„Figaro“ geschaffen, der Mozarts vielschichtige musikalische Erzählweise aufnimmt und in spielerischer Perfektion umsetzt. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober steht „Figaros Hochzeit“ ab 5. Oktober wieder auf dem Düsseldorfer Spielplan. Ab 15. Oktober ist Dietrich W. Hilsdorfs humorvoll-tiefgründige, von der Presse als „Sternstunde aktueller Opernregie“ (Markus Schwering) gefeierte Inszenierung von Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ in herausragender Besetzung wieder im Opernhaus Düsseldorf zu erleben. Auch diesmal steht Axel Kober am Pult der Düsseldorfer Symphoniker. Am 20. Oktober kehrt Donizettis „L’elisir d’amore“ ins Opernhaus zurück. In der Inszenierung von Joan Anton Rechi entfaltet sich der Zauber von Donizettis „Liebestrank“ unter einem romantischen Himmel von 3.432 Wein­gläsern. Zur großen Opernvielfalt trägt ab 23. Oktober auch Giuseppe Verdis „Rigoletto“ bei. Die Oper zeigt, wie Menschen in einer maroden Gesellschaft nicht nur aneinander vorbei leben, sondern skrupellos mit den Gefühlen anderer spielen. Wahre Emotionen gibt es nur in Verdis wundervoller Musik. Interpretiert wird sie von Kapellmeister Aziz Shokhakimov, der im August mit dem Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2016 ausgezeichnet wurde.

Mit Musik aus Ungarn starten die „Symphoniker im Foyer“ in die neue Saison. Am 23. Oktober stellt Sylvia Hamvasi Lieder von Bartók und Kodály aus ihrer ungarischen Heimat vor und findet Gesellschaft in einer hochkarätigen Symphoniker-Besetzung. Die Kammermusik-Matinee beginnt um 11.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf.

Die sieben neu engagierten Solisten des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein absolvieren im Oktober ihren ersten Meisterkurs bei Helen Donath. Unter dem Titel „Meisterklasse“ präsentieren sie am 30. Oktober in der DZ-Bank Düsseldorf (Ludwig-Erhard-Allee 20, 40227 Düsseldorf) die gemeinsam erarbeiteten Arien.

Mit b.26 führt das Ballett am Rhein die Zuschauer im Düsseldorfer Opernhaus im Oktober durch 175 Jahre Ballettgeschichte: Auf ein virtuoses Tanz­fest August Bournonvilles lässt Martin Schläpfers preisgekrönte Compagnie mit Antony Tudors Dark Elegies“ ein Ritual tief berührender Trauer folgen, um das Programm mit kräftigen, energiegeladenen Szenen aus Terence Kohlers „One“ zu Brahms’ Sinfonie Nr. 1 zu beenden.

Theater Duisburg-Zuschauerraum - Foto@Hans-Jörg Michel
Theater Duisburg-Zuschauerraum – Foto@Hans-Jörg Michel

Im Theater Duisburg…

… präsentiert das Ballett am Rhein am 28. Oktober die Premiere des neuen Ballettprogramms b.29. Zwei Meister­werke der amerikanischen Neoklassik bilden den Rahmen des dreiteiligen Abends: George Balanchines Ballett „Mozartiana“ ist vielleicht das zarteste und verklärteste Werk seines Schöpfers, der im Laufe seiner Karriere den akademischen Tanz bis an seine Grenzen führte, ohne jedoch den Glauben an das Potenzial und die überwältigende Schönheit des klassischen Balletts zu verlieren. Jerome Robbins schuf dagegen mit „The Concert“ eines der witzigsten Stücke der Tanzgeschichte – eine mitreißende und hochvirtuose Parodie auf die Besucher eines Konzerts. Darin eingebettet die Uraufführung von Martin Schläpfer zu Witold Lutosławskis „Konzert für Orchester“. Er spürt der Wucht, Tiefe und nuancenreichen Farbvielfalt in Lutosławskis energiegeladener Musik nach und schafft zusammen mit dem Kostüm- und Bühnenbildner Florian Etti ein neues Werk für seine preisgekrönte Compagnie. Schon eine Woche vor der Premiere, am 20. Oktober, gibt die Ballettwerkstatt mit Gesprächen und Probenausschnitten bei freiem Eintritt Einblick in die Choreographien.

Bereits am 2. Oktober kehrt Gaetano Donizettis komische Oper „L’elisir d’amore“ auf die Duisburger Bühne zurück. In Joan Anton Rechis Inszenierung treffen tiefgründige und überschäumend komische Momente aufeinander, bevor die sich wirklich Liebenden unter einem glänzenden Himmel aus 3.432 Weingläsern zueinander finden.

Nach vielen ausverkauften Vorstellungen steht Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ ab 9. Oktober wieder auf dem Duisburger Spielplan. Es hat sich herumgesprochen, dass die Mischung aus animiertem Stummfilm und Live-Performance der Sängerinnen und Sänger zusammen mit Mozarts Musik zu einer kongenialen Symbiose verschmelzen. „Die Zauberflöte“ in der Inszenierung von Barrie Kosky und Suzanne Andrade von der britischen Theatergruppe „1927“ ist zum Kult-Stück in Berlin, Düsseldorf, Duisburg und vielen Metropolen in aller Welt avanciert.

Nach der stürmisch gefeierten Uraufführung im Frühling 2016 kehrt Marius Felix Langes Familienoper „Die Schneekönigin“ auf die Duisburger Bühne zurück. Phantasievolle Bilder entführen Zuschauer ab sechs Jahren mit Gerda und Kay, den jungen Helden aus Andersens Märchen, in die eisige Welt der „Schneekönigin“. Der Familienvorstellung am Sonntag, 16. Oktober, um 15.00 Uhr folgt eine Schulvorstellung am 10. November um 11.00 Uhr. Einen spannenden Einblick in die Produktion gibt die Familienopernwerkstatt am 15. Oktober, um 10.00 Uhr im Theater Duisburg.

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Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg,
Tel. 0211.89 25 211 // 0203.283 62 100, sowie über www.operamrhein.de.

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