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Moritz Gnann: Neue Sichtweisen auf Benjamin Britten aus Berlin und Norwegen

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Aufhorchen: so extrem intensiv hatte ich diese Musik nicht gehört, extrem emphatisch, mit moderaten Tempi, die immer die ausdrucksvolle Geste erlauben. Die ‚TrondheimSolistene’ zeigen einmal mehr, welch exzellentes Ensemble sie doch sind.“ (Pizzicato) 

Im Werk des Briten Benjamin Britten gibt es immer noch viel zu entdecken. In der Deutschen Oper Berlin wird sein Werk lebendig. Wir freuen wir uns nicht nur auf die Neuinszenierung Tod in Venedig, sondern auch auf Billy Budd im Mai, dirigiert von Moritz Gnann.

 

Neuen Zugang zu Brittens Werks gibt es auch aus Norwegen: Reflections heißt das dreifach Grammy-nominierte Album der TrondheimSolistene. Die Musiker, die mit inzwischen zehn Grammy-Nominierungen für so manchen „ohne Zweifel eines der besten Streichorchester der Welt“ sind, bieten mit ihrer Einspielung einen Spiegel unserer Zeit, genauso wie sich auch in den Werken der Komponisten der damalige Zeitgeist widerspiegelt. In Benjamin Brittens Variations on a Theme of Frank Bridge, Ralph Vaughan Williams’ Fantasia on a Theme by Thomas Tallis und Igor Strawinskys Apollon musagète komponiert der jeweilige Tonsetzer durch die Brille eines anderen Komponisten. Die TrondheimSolistene eröffnen beim Spielen dieser Werke eine dritte Ebene der Reflektion und erarbeiten in diesem Spannungsfeld „überragende Interpretationen“ (Remy Franck). Gelegenheit, das experimentierfreudige Ensemble live zu erleben, gibt es – neben Auftritten in China, Myanmar, Kuba oder Norwegen – z. B. auch am 30. Juni beim Rheingau Musikfest.

Moritz Gnann, der bereits mit der Oresteia an der Deutschen Oper Berlin beeindruckte, freut sich in Brittens Werk auf die Kontraste zwischen aggressiven, großen Szenen auf dem Schiff und der kammermusikalisch ausgestalteten Partitur. Ebenso schätzt er die sehr eigene klangfarbliche Entwicklung Billy Budds, einem Werk, in dem Britten zwei große Herrenchöre und 17 ausschließlich männliche Solisten vorsieht – und dennoch keine Klangfarbe fehlt. Einen neuen Blick bietet der junge Dirigent, der von der Zusammenarbeit mit Donald Runnicles, Andris Nelsons, Christian Thielemann und Simon Rattle geprägt ist, auch in vertrauten Werken durch seine akribischen Studien:

 

„Gnann (…) sorgte für eine mühelose Entfaltung voller Kontraste (…). Das Beste behielt er sich bis zum Schluss vor: Die einem Klagelied gleichende Coda baute er sehr langsam auf, Spannung aufbauend, damit die Klimax weniger explodierte, sondern erblühte.“ (The Boston Globe)

 

Die Termine im Überblick:

  1. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
  2. Mai 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper
  3. Juni 2017, 19.30 Uhr, Berlin, Deutsche Oper

Britten: Billy Budd

Moritz Gnann, Dirigent

David Alden, Regie

Orchester der Deutschen Oper Berlin

 

Die Einspielung

Blu-ray Audio:

Reflections

Benjamin Britten: Variations on a Theme of Frank Bridge op. 10

Ralph Vaughan Williams: Fantasia on a Theme by Thomas Tallis

Igor Strawinsky: Apollon musagète

TrondheimSolistene

veröffentlicht seit: 26. August 2016

2L-125-SABD

Label: 2L

 

  1. 23. Juni 2017, Norwegen, Trondheim

Starmus Festival

Trondheim Solistene

 

  1. Juni 2017, 20.00 Uhr, Kloster Eberbach, Kreuzgang, Rheingau Musik Festival

Tanz!Musik

Folk im Kreuzgang

Grieg: Aus Holbergs Zeit Suite op. 40

Grieg: Zwei nordische Weisen op. 63

Larsen: Diplom Volkssuite

Larsen: Osa Suite

Trondheim Solistene

Oyvind Gimse, Leitung

Gjermund Larsen, Violine

Einar Olav Larsen, Violine

*Titelfoto: Moritz_Gnann_FULL_RESOLUTION

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