Hamburger Staatsoper / Foto @ Westermann

Für drei Vorstellungen kehrt „Die Walküre“ an die Staatsoper Hamburg zurück – am Pult GMD Kent Nagano

Kent Nagano / Foto @ Felix Broede
Kent Nagano / Foto @ Felix Broede

Die Hamburgische Staatsoper hat für drei Vorstellungen im Januar 2018 Die Walküre von Richard Wagner unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano auf dem Spielplan. In der Inszenierung von Claus Guth sind hervorragende Sängerbesetzungen zu erleben.

Als Brünnhilde gibt es ein Wiedersehen mit der amerikanischen Sopranistin Lise Lindstrom und als Fricka mit der japanischen Mezzosopranistin Mihoko Fujimura. Als Sieglinde gibt Jennifer Holloway ihr Debut an der Hamburgischen Staatsoper. Wotan ist mit Matthias Goerne und alternierend Egils Silins (20.01.) stimmkräftig besetzt. Als Siegmund ist der Tenor Robert Dean Smith und als Hunding der chinesische Bass Liang Li zu erleben. In weiteren Rollen sind Helmwige Iulia Maria Dan, Gerhilde KS Hellen Kwon, Ortlinde KS Gabriele Rossmanith, Waltraute Nadezhda Karyazina, Siegrune Katja Pieweck, Rossweiße Dorattya Láng, Grimgerde Ann-Beth Solvang und Schwertleite Marta Świderska.

 

Das Wälsungenpaar, das Wagner Wotan erschaffen lässt, könnte eine Option sein, wäre da nicht der egoistische Trieb, der jeglicher Freiheitsutopie entgegensteht. Wotan muss an der bestehenden Weltordnung festhalten, um sich selbst vor dem Untergang zu bewahren. Er kann sein Wälsungen-Experiment nicht objektiv angehen, sondern manipuliert seine Probanden. Siegmund muss isoliert aufwachsen, lange Jahre mit ihm „im wilden Wald“ leben, wo er ihn Kampftechniken zur Selbsterhaltung lehrt, bis Siegmund als Profi-Rebell allein auf die Welt losgelassen wird. Prompt drängt es den Herangewachsenen zu Männern und, wie die Musik es so schön beschreibt, noch mehr zu Frauen. Doch überall, wo Siegmund hinkommt, rächt sich der Mangel an sozialer Kompetenz: „In Fehde fiel ich, wo ich mich fand“. Siegmund lernt nicht, sich selbst zu vertrauen. Nur das ihm vom Vater verheißene Schwert ist eine Lebensversicherung. In Hundings Haus wird er es finden, wo „sie“ auf ihn wartet, die leibliche Zwillingsschwester, die zur Sklavin einer Männersippe wurde und die es nun aus genetischem wie sozialem Instinkt zu dem Unbekannten zieht. Beider Zusammentreffen zeitigt eine Reaktion von der Stärke eines Naturereignisses und hat sich dennoch mitnichten von selbst gefügt.

 

 

Hamburger Staatsoper / Foto @ Westermann
Hamburger Staatsoper / Foto @ Westermann

Richard Wagner

Die Walküre

 

Musikalische Leitung: Kent Nagano

Inszenierung: Claus Guth

Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt

Licht: Michael Bauer

Dramaturgie: Hella Bartnig

 

Siegmund Robert Dean SmithHunding Liang Li, Wotan Matthias GoerneEgils Silins (20.01.), Sieglinde Jennifer Holloway (Debut an der Hamburgischen Staatsoper, Rollendebut), Brünnhilde Lise Lindstrom, Fricka Mihoko Fujimura, Helmwige Iulia Maria Dan, Gerhilde Hellen Kwon, Ortlinde Gabriele Rossmanith, Waltraute Nadezhda Karyazina, Siegrune Katja Pieweck, Rossweiße Dorattya Láng, Grimgerde Ann-Beth Solvang, Schwertleite Marta Świderska

 

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper sind Hauptförderer der Hamburger Ring-Inszenierung.

 

Vorstellungen am 7. und 14. Januar 2018 jeweils um 15.00 Uhr und am 20. Januar um 17.00 Uhr

 

Informationen und Kartenreservierung
Tel. (040) 35 68 68
www.staatsoper-hamburg.de

 

  • Titelfoto: Hamburger Staatsoper / Foto @ Westermann

 

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