Albina Shagimuratova / Foto @ PAVEL VAAN & LEONID SEMENYUK

Feuriges Liebesglühen zwischen Zeche und Royal Opera House

Johannes Klumpp
Johannes Klumpp

Exzellenz, spannende Programme und Da Ponte in München, Innsbruck, Bern, Essen, Wien und London

Nachdem Johannes Klumpp mit seinem Figaro in Innsbruck „als Sänger-Dirigent par excellence Begeisterung entfachte“, indem er mit dem Orchester höchst präzise Mozarts Feuerflammen entzündete und Liebesglühen zeichnete, kann man nun gespannt sein, wenn er in München beim Orchester des Gärtnerplatztheaters nicht nur mit Così fan tutte in einer weiteren Da-Ponte-Oper im Graben steht. Er wird das Orchester zudem abermals durch ein Konzertprogramm auf dessen Chinatournee leiten.

 

Gleichzeitig wird  Kevin John Edusei am Konzert Theater Bern seine Interpretation des Figaro zeigen, in der Gewissheit, dass gute Programme und engagierte Arbeit überzeugen. Denn „seine“ Münchner Symphoniker wurden gerade erst als Teil der exzellenten Orchesterlandschaft von der bundesdeutschen Initiative ausgezeichnet. Edusei dankt daher „Politikern, die verstehen, dass Bildung und Kultur eine nationale Identität schaffen. Denn es ist notwendig, zu wissen, wer man ist und was man glaubt, um auf andere zugehen und mit ihnen kommunizieren zu können.“

 

Die Reflektion eigener Grundlagen steht auch bei einem anderen engagierten Klangkörper u. a. mit der Förderung exzellenter junger Musiker im Fokus. Johannes Klumpps Folkwang Kammerorchester Essen spielt nicht nur in der Villa Hügel des Stahlmagnaten Krupp in Essen, sondern untersucht in der Reihe ExtraKlang mit dem Komponisten Hauschka und jungen Kammermusikern auf der Zeche Zollverein, wie Stahl klingt – um dann in einem weiteren Konzert den Stahlgewittern des ersten Weltkriegs klanglich nachzugehen.

 

Albina Shagimuratova / Foto @ PAVEL VAAN & LEONID SEMENYUK
Albina Shagimuratova / Foto @ PAVEL VAAN & LEONID SEMENYUK

Die Früchte der frühen Förderung kann man insbesondere bei Albina Shagimuratova sehen: Die in der Sowjetunion aufgewachsene Tatarin hatte schon frühzeitig die Möglichkeit, sich intensiv mit Musik auseinanderzusetzen. Zunächst mit Klavierunterricht und im Chor, dann während ihres Gesangsstudiums. Vervollständigt hat sie die Ausbildung mit Praxis in den USA am Houston Opernstudio. Nun wurde sie bei den Londoner Proms als Semiramide gefeiert mit ihrem „wunderbar ausgebildetem farbenreichen Sopran. Eine Stimme auf Netrebko-Niveau, was Atemtechnik, Registerverblendung und Sicherheit in jeder (!) Lage betrifft, der man ohne Vorbehalt nach jahrelanger Reife inzwischen auch nahezu jede Verdi-Partie an ersten Bühnen zutrauen dürfte“ (Opernglas). In der Inszenierung von Graham Vick setzte sie neue Standards als Lucia – und man kann sich jetzt schon auf ihre Interpretation der Aspasia in Mozarts selten aufgeführter Mitridate, re di Ponto am Royal Opera House in London freuen.

 

Ausgewählte Konzerte im Überblick

 

Albina Shagimuratova Erste Videoeindrücke gibt es hier

 

DVD, BelAir Classique (Naxos Deutschland), VÖ: 09. September 2016, BAC120

Glinka: Ruslan und Ljudmila

Albina Shagimuratova, Ljudmila

Mikhail Petrenko, Ruslan

Dmitri Tcherniakov, Regie

Vladimir Jurowski, Dirigent

Bolshoi Theater-Orchestra und Chor 

 

  1. und 28. Dezember 2016, 19.00 Uhr, Wien, Staatsoper

Mozart: Die Zauberflöte

Albina Shagimuratova, Sopran – Königin der Nacht

Ádám Fischer, Musikalische Leitung

Patrice Caurier, Regie

Orchester der Wiener Staatsoper

 

  1. Januar 2017, 19.30 Uhr, Paris, Opéra Bastille

Mozart: Die Zauberflöte

Albina Shagimuratova, Sopran – Königin der Nacht

Henrik Nánási, Musikalische Leitung

Robert Carsen, Regie

Orchestre et Chœurs de l’Opéra national de Paris

 

02., 05. und 09. März 2017, 19.00 Uhr, Wien, Staatsoper

Mozart: Don Giovanni

Albina Shagimuratova, Sopran – Donna Anna

Ádám Fischer, Musikalische Leitung

Jean-Louis Martinoty, Regie

Orchester der Wiener Staatsoper

 

  1. und 29. Juni 2017, 18.30 Uhr, London, Royal Opera House

Mozart: Mitridate, re di Ponto

Albina Shagimuratova, Sopran – Aspasia

Christophe Rousset, Musikalische Leitung

Graham Vick, Regie

Orchestra of the Royal Opera House

 

Kevin John Edusei:

  1. November 2016, 19.30 Uhr, Bern, Konzert Theater Bern

Mozart: Le nozze di Figaro, Neuproduktion

Kevin John Edusei, Musikalische Leitung

Markus Bothe, Regie

Chor Konzert Theater Bern

Berner Symphonieorchester

 

Johannes Klumpp:

  1. November 2016, 19.00 Uhr, Innsbruck, Tiroler Landestheater

 Mozart: Le nozze di Figaro, Neuproduktion

Johannes Klumpp, Dirigent

Dominique Mentha, Regie

Symphonieorchester Innsbruck

 

  1. und 26. November 2016, 19.00 Uhr, München, Staatstheater am Gärtnerplatz

Mozart: Così fan tutte

Johannes Klumpp, Dirigent

Olivier Tambosi, Regie

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

  1. November 2016, 19.00 Uhr, München, Cuvilliéstheater

Mozart: Symphonie Nr. 17 G-Dur KV 129

  1. C. Bach: Sinfonietta Nr. 1 A-Dur

Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb:1

Mendelssohn Bartholdy: Lieder ohne Worte, Sieben Sätze bearbeitet für Solo-Oboe und Streichorchester

Haydn: Symphonie Nr. 44 e-Moll „Trauersinfonie“

Johannes Klumpp, Dirigent

Robert Sailer, Oboe

David Pia, Violoncello

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

  1. Dezember 2016, 20.00 Uhr, Essen, Villa Hügel

Mozart: Variationen über „Ah, vous dirai-je Maman“ KV 265

Vivaldi: Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo G-Dur RV 413

Bach: Brich an Du schönes Morgenlicht

Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 5 B-Dur op. 107

Vivaldi: Konzert für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo g-Moll RV 531

Weihnachtslied: Maria durch ein Dornwald ging

Holst: St. Paul’s-Suite op. 29 Nr. 2

Johannes Klumpp, Dirigent

Solisten des Folkwang Kammerorchesters Essen

 

  1. und 21. Januar 2017, 20.00 Uhr, Essen, Zeche Zollverein, Halle 5

HAUSCHKA: New World New Sound „Materials“

Bartók: Divertimento für Streicher Sz 113

Johannes Klumpp, Dirigent

HAUSCHKA, Klavier

Folkwang Kammerorchester Essen

*Titelfoto: Albina Shagimuratova / Foto @ PAVEL VAAN & LEONID SEMENYUK

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