Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel

Deutsche Oper Berlin: Symposion Oper und Religion anlässlich der Opernpremiere von „Die Hugenotten“ am 13.11.16

Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)
Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel 

Am 13. November feiert mit Meyerbeers „Die Hugenotten“ – unter musikalischer Leitung von Michele Mariotti und in der Regie von David Alden – der zweite Teil des Zyklus der wichtigsten Grand Opéras von Giacomo Meyerbeer Premiere an der Deutschen Oper Berlin. An der Seite von Patrizia Ciofi als Marguerite von Valois und Olesya Golovneva als Valentine gibt der peruanische Star-Tenor Juan Diego Flórez sein Rollendebüt als Raoul de Nangis. 

 

Bis heute faszinieren DIE HUGENOTTEN nicht nur als musikalisches Meisterwerk und wichtige Stufe in der Dramatisierung des Belcanto-Gesangs, sondern auch als eine der packendsten Schilderungen historischer Großereignisse auf der Opernbühne. Das Massaker an den französischen Hugenotten in der Bartholomäusnacht 1572 bietet den Stoff für die erste Oper, in der eine zusehends anonyme und fanatisierte Masse zur treibenden Kraft der Handlung wird: Im Verlauf der fünf Akte schildern Meyerbeer und sein kongenialer Librettist Eugène Scribe minutiös die Entwicklung der Katastrophe aus einer Atmosphäre, die mit Misstrauen, Machtpolitik und religiösem Fanatismus aufgeladen ist.

Aus Anlass der HUGENOTTEN-Premiere veranstaltet die Deutsche Oper Berlin in Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur vom 11. bis 13. November ein Symposion zum Thema „Oper und Religion“. Die Vorträge und die Abschlussdiskussion am Sonntag sind sowohl den religiösen Aspekten im Werk großer Opernkomponisten gewidmet als auch der komplexen Beziehung der Weltreligionen zur Oper. Praktiker wie Marina Davydova und Michael Aizenstadt berichten von den Schwierigkeiten, denen sich Opernmacher in Russland und Israel heute ausgesetzt sehen, Wissenschaftler wie Jan Assmann und Thomas Macho untersuchen die Spuren religiöser Rituale bei Wagner, Verdi und Mozart. In der Abschlussdiskussion am Sonntag streiten Barrie Kosky, Christoph Markschies, Milad Karimi und Thomas Macho darüber, ob Musiktheater religiöse Gefühle verletzen darf oder nicht. Die Moderation übernimmt Dr. Hans Dieter Heimendahl/Deutschlandradio Kultur.

Das komplette Symposions-Programm entnehmen Sie bitte dem angefügten PDF

*Homepage DEUTSCHE OPER BERLIN

*Titelfoto: Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel

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