Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel

Deutsche Oper Berlin: Highlights im April 2017

Deutsche Oper Berlin – Donald Runnicles – Foto @ Bettina Stoess

Der April-Spielplan steht im Zeichen von zwei RING-Zyklen, mit denen sich die Deutsche Oper Berlin von der Inszenierung Götz Friedrichs aus den Jahren 1984/85 verabschiedet, bevor ab Juni 2020 ein neuer RING DES NIBELUNGEN produziert wird. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Donald Runnicles, der erste Zyklus ist am 1., 2., 5. und 9. April zu sehen, der zweite über Ostern am 13., 14., 15. und 17. April. (Beide Zyklen sind ausverkauft.)

Im „Rheingold“ ist Burkhard Ulrich als Loge, Derek Welton als Wotan und Werner Van Mechelen als Alberich zu erleben. Sieglinde ist Eva-Maria Westbroek, Siegmund Brandon Jovanovich, Brünnhilde (in „Walküre“ und „Götterdämmerung“) Evelyn Herlitzius und (in „Siegfried“) Ricarda Merbeth sowie Wotan („Walküre“) Iain Paterson. Als Siegfried ist Stefan Vinke, als Mime (in „Siegfried“) Burkhard Ulrich und als Wanderer Samuel Youn zu erleben. Die vollständige Besetzung finden Sie unter www.deutscheoperberlin.de

 

Uraufführung NEUE SZENEN III in der Tischlerei

Zum 3. Mal findet das in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler veranstaltete Projekt NEUE SZENEN statt, das am 28. April um 18 Uhr drei Uraufführungen unter dem Titel „Die Durchbohrung der Welt“ in der Tischlerei auf die Bühne bringt. Vorausgegangen war ein international ausgeschriebener Kompositionswettbewerb, an dem sich 41 Komponisten beteiligten. Eine Jury unter Vorsitz von Aribert Reimann einigte sich im November 2015 auf die Gewinner Thierry Tidrow, Irene Galindo Quero und Malte Giesen. Zusammen mit den Librettistinnen – alle Absolventinnen des Studiengangs „Szenisches Schreiben“ der Universität der Künste – arbeiteten die Teams an verschiedenen Aspekten der „Durchbohrung der Welt“. Das Echo Ensemble musiziert mit den Sängerinnen und Sängern unter musikalischer Leitung von Manuel Nawri, die Regie übernehmen die Studierenden der Hochschule für Musik Hanns Eisler: Zsófia Geréb, Anna Melnikova und Ulrike Schwab. Weitere Vorstellungen am 29. April sowie am 8. und 9. Mai.

 

Wiederaufnahme LA RONDINE

Am 29. April kehrt Puccinis selten gespielte Oper LA RONDINE in der Inszenierung von Rolando Villazón und mit Roberto Rizzi Brignoli am Pult zurück auf den Spielplan der Deutschen Oper Berlin – nach einer höchst erfolgreichen Vorstellungsserie dieser Produktion an der Oper Graz zu Beginn diesen Jahres. Die Partie der Magda übernimmt die junge rumänische Sopranistin Cristina Pasaroiu, die hiermit am Teatro Comunale di Bologna debütiert hat. Seither führten sie Engagements u.a. an die Oper Frankfurt, an die Opernhäuser in Barcelona, Antwerpen und Essen, an die Wiener Staatsoper und zu den Bregenzer Festspielen. An ihrer Seite steht Vincenzo Costanzo als Ruggero, die Partien von Lisette und Prunier übernehmen, wie schon in der Premiere, Alexandra Hutton und Alvaro Zambrano. Weitere Vorstellungen am 1. und 6. Mai.

 

Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel

Opera Lounge: Amerika

Am 6. April steht die Opera Lounge im Foyer der Deutschen Oper Berlin unter dem Motto Amerika. Kaum ein Land hat in den letzten 50 Jahren so viele Opern-Welterfolge hervorgebracht wie die USA: Werke wie Philip Glass‘ SATYAGRAHA, John Adams‘ NIXON IN CHINA oder auch Jake Heggies DEAD MAN WALKING haben durch ihre Themen wie durch ihre musikalische Gestaltung die Opernszene nachhaltig verändert. Die Opera Lounge wirft einen Blick auf die Entwicklung von Musiktheater made in USA – ausgehend von Musicals wie SOUTH PACIFIC über Beinahe-Opern wie Bernsteins WEST SIDE STORY bis zu Adams‘ DOCTOR ATOMIC, einer der ersten großen Opern des 21. Jahrhunderts.

 

  1. Tischlereikonzert „Geistermusik“

Der Begegnung mit dem Übersinnlichen ist das 5. Tischlereikonzert gewidmet. In ihrer spiritistisch-kammermusikalischen Sitzung beschwören die Musiker des Orchesters der Deutschen Oper Berlin nicht nur die Geister von Komponisten wie Beethoven, Saint-Saëns und André Caplet, sondern haben den jungen Berliner Komponisten Alexander Muno eingeladen, den Dialog mit einem großen Geist aufzunehmen: August von Platen, der Außenseiter unter den deutschen Dichtern der klassisch-romantischen Ära, ist geistiger Widmungsträger des neuen Harfenquintetts, das am 24. April im Foyer seine Uraufführung erleben wird. Muno wurde u.a. mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet.

 

*Weitere Infos und Kartenvorverkauf auf der Homepage der DEUTSCHEN OPER BERLIN

*Titelfoto: Deutsche Oper Berlin, copyright: Leo Seidel 

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