Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin gastieren im Januar 2017 in der New Yorker Carnegie Hall

Daniel Barenboim / Foto Copyright: Sheila Rock
Daniel Barenboim / Foto Copyright: Sheila Rock

Januar 2017: Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin bringen in der New Yorker Carnegie Hall erstmals in der nordamerikanischen Musikgeschichte den kompletten Bruckner-Zyklus zur Aufführung

Vom 19. bis 29. Januar 2017 kehren die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim nach einer Pause von acht Jahren an die Carnegie Hall zurück, um dort zum ersten Mal in der nordamerikanischen Musikgeschichte alle neun Bruckner-Sinfonien über einen Zeitraum von nur elf Tagen aufzuführen.

In ihrer 175. Saison als Sinfonieorchester reisen über 120 Musikerinnen und Musiker nach New York, um diesen »musikalischen Marathon« zu realisieren. »I was fascinated by the Bruckner universe, which gave me the feeling that he’d traveled over several centuries. The form is really Baroque, classical Baroque; the musical language is post-Romantic, post-Wagnerian. And so I felt that in the Bruckner symphonies there was a huge journey through the history of mankind. One often talks about the architecture of the music. But with Bruckner symphonies, sometimes I have the feeling that it goes deeper and deeper, more like an archeological expedition rather than an architectural building.«, so Daniel Barenboim zu seiner Faszination für den österreichischen Komponisten.

Clive Gillinson, Intendant der Carnegie Hall, ergänzt: »We’re thrilled to welcome Daniel Barenboim and the Staatskapelle Berlin. We can’t imagine artists more ideal to take our concertgoers on this extraordinary musical journey«.

Komplettiert wird das Programm durch Mozarts Klavierkonzerte Nr. 20, 22, 23, 24, 26, 27 sowie seine Sinfonia Concertante KV 297b für vier Bläser und die Sinfonia Concertante KV 364 für Violine und Viola mit Gregor Witt (Oboe), Matthias Glander (Klarinette), Ignacio García (Horn), Mathias Baier (Fagott), Wolfram Brandl (Violine) und Yulia Deyneka (Viola) als Solisten.

Für Daniel Barenboim, der in der Doppelfunktion als Dirigent und als Solist am Klavier zu erleben sein wird, steht während der Konzertreise mit seinem 60-jähriges Bühnenjubiläum an der Carnegie Hall ein weiteres besonderes Ereignis an: »I am delighted to return to Carnegie Hall on this occasion, marking the 60th anniversary of my first concert in January 1957. I am particularly happy to do this with Mozart and Bruckner, two composers that have been very important for me in past programmes at Carnegie Hall with different orchestras. To now come with the Staatskapelle Berlin with whom I have done the cycle several times is a very special joy for me.«

Mit den Konzerten in New York setzen die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim ihre langjährige, intensive Beschäftigung mit Anton Bruckner fort: nach Konzerten in Berlin in 2010 war 2012 erstmals der komplette Zyklus im Wiener Musikverein zu hören. Im Februar 2016 folgte die zyklische Aufführung in der Tokioter Suntory Hall in Japan und in der Pariser Philharmonie erklingen alle neun Bruckner-Sinfonien in drei Etappen bis September 2017. Im Januar 2017 veröffentlicht die Deutsche Grammophon eine CD-Edition mit allen neun Bruckner-Aufnahmen – derzeit sind sie digital auf Daniel Barenboims Label Peral Music verfügbar.

Bevor das Orchester und ihr Generalmusikdirektor zum »Big Apple« aufbrechen, sind sie bis Anfang Januar noch mit zwei Abonnementkonzerten sowie den Konzerten zum Jahreswechsel in Berlin zu erleben: Am 12. und 13. Dezember kommt dabei Bedřich Smetanas aus sechs sinfonischen Dichtungen bestehender Zyklus »Má vlast« (Mein Vaterland) zur Aufführung. Die Konzerte zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2016 und 2. Januar 2017 setzen in dieser Saison einen besonderen Akzent mit einem gemeinsamen Programm von Violinistin Lisa Batiashvili, Trompeter Till Brönner, Daniel Barenboim, der Staatskapelle Berlin sowie dem Till Brönner Orchestra. Anfang des Jahres, am 9. und 10. Januar, gibt es die Möglichkeit Bruckner in Berlin zu hören: Dann steht seine 3. Sinfonie auf dem Programm – kombiniert mit Mozarts »Krönungskonzert«, dem Klavierkonzert D-Dur KV 537.

*Titelfoto: Staatskapelle Berlin / Konzert Dream of Gerontius / Foto @ Holger Kettner
 

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