Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin bis Anfang Januar mit zwei Sinfoniekonzerten sowie den Konzerten zum Jahreswechsel

Daniel Barenboim / Foto Copyright: Sheila Rock

Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin bis Anfang Januar mit zwei Sinfoniekonzerten sowie den Konzerten zum Jahreswechsel zusammen mit Lisa Batiashvili, Till Brönner und dem Till Brönner Orchestra in Berlin zu erleben!

Kommende Woche, am 12. und 13. Dezember (Philharmonie | Konzerthaus), bringt die Staatskapelle Berlin mit ihrem III. Abonnementkonzert unter der Leitung von Daniel Barenboim Bedřich Smetanas monumentales Werk »Má vlast« (Mein Vaterland) zur Aufführung. Der aus sechs sinfonischen Dichtungen bestehende Zyklus wurde Ende 1882 in Prag uraufgeführt. Ausgangspunkt für diese Tondichtungen waren Mythen, Geschichte und Landschaft der tschechischen Heimat Smetanas, mit der der Komponist tief verwurzelt war. So schildert er musikalisch die mächtige Festung Vyšehrad am Rande Prags, den anmutigen Lauf sowie den rauschenden Strom der Moldau, die Sage vom Mädchen Šárka, Böhmens Haine und Flure, den majestätischen Gesang der Hussiten und endet mit der Sage um den Berg Blaník, in dem sich die Helden versteckt halten und in schwerem Schlaf auf den Augenblick warten, wenn sie aufgefordert werden, dem tschechischen Volk zu Hilfe zu eilen. Realisiert werden diese Programme mit dem klangfarbenreichen großen romantischen Orchester. Erstmals wieder seit über 30 Jahren zyklisch aufgeführt von der Staatskapelle Berlin.

Die Konzerte zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2016 und 2. Januar 2017 (Schiller Theater | Philharmonie) setzen einen besonderen, überraschenden Akzent mit einem gemeinsamen Programm der Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim, Violinistin Lisa Batiashvili und Trompeter Till Brönner mit seiner Band, dem Till Brönner Orchestra. Klassik und Jazz treffen aufeinander, wenn die Musiker Peter Tschaikowskys Ballettmusik zu E.T.A. Hoffmanns Märchen »Der Nussknacker« in zwei verschiedenen Versionen interpretieren, in ihrem je eigenen Stil und Klangbild. Das berühmte Werk erklingt dabei abwechselnd sowohl im traditionellen sinfonischen Gewand, als auch mit Trompete, Bass, Drums und Co in Arrangements von Duke Ellington. Abgerundet wird das Konzert durch Tschaikowskys an eindrucksvollen Melodien und virtuosen Kunstgriffen geradezu überreiches Violinkonzert – gespielt von Lisa Batiashvili, die dieses Werk jüngst mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin bei der Deutschen Grammophon auf CD veröffentlichte.

Der Beginn des neuen Jahres steht für die Staatskapelle und ihren Generalmusikdirektor ganz im Zeichen Anton Bruckners: Vom 5. bis 7. Januar bringen sie seine Sinfonien 1 bis 3 in die Philharmonie de Paris, am 11. Januar folgt ein Gastspiel im Wiener Musikverein, ebenfalls mit der 3. Sinfonie und vom 19. bis 29. Januar kommt es in der New Yorker Carnegie Hall erstmals in der nordamerikanischen Musikgeschichte zur Aufführung des kompletten Bruckner-Zyklus mit allen neun Sinfonien.
Dazwischen gibt es beim IV. Abonnementkonzert am 9. und 10. Januar die Möglichkeit, Bruckner auch in Berlin zu hören: Dann erklingt die 3. Sinfonie in der Philharmonie und im Konzerthaus – ein Werk, in der die individuelle Tonsprache des österreichischen Komponisten erstmals zu voller Ausprägung gelangte. Von Wagnerscher Harmonik inspiriert, entfaltet sich hier der von unverwechselbarer Originalität geprägte Stil und Klang Bruckners. Kombiniert wird das mit Mozarts »Krönungskonzert«, dem Klavierkonzert D-Dur KV 537, das Daniel Barenboim als Solist gestalten und gleichzeitig dirigieren wird.

*Homepage: Staatskapelle Berlin

*Titelfoto: Staatskapelle Berlin / Konzert Dream of Gerontius / Foto @ Holger Kettner

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