Ballett am Rhein zu Gast in Tel Aviv

"Ein Deutsches Requiem" (Brahms) von Martin SchläŠpfer Ballett am Rhein DŸsseldorf / Duisburg //Foto @ Gert Weigelt
„Ein Deutsches Requiem“ (Brahms) von Martin SchläŠpfer
Ballett am Rhein DüŸsseldorf / Duisburg //Foto @ Gert Weigelt

Mit Martin Schläpfers Erfolgsstück „Ein Deutsches Requiem“ zur gleichnamigen Komposition von Johannes Brahms ist das Ballett am Rhein vom 20. bis zum 24. Oktober mit fünf Vorstellungen in der Israeli Opera Tel Aviv zu erleben. Das Gastspiel findet im Rahmen  der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel statt. 

Zum ersten Mal zeigt das Ballett am Rhein in der kommenden Woche mit „Ein Deutsches Requiem“ seine Tanzkunst in Israel. Ballettchef Martin Schläpfer freut sich über diese auch politisch gewichtige Einladung: „Es ist schön, als deutsche Compagnie selbstverständlich nach Israel zu reisen. Unsere Vergangenheit dürfen wir nicht vergessen, aber man soll sich auch unbelastet begegnen dürfen.“ Seine Kunst bringe er wie bei jedem Gastspiel für die Menschen dort mit, eine politische Botschaft habe seine Choreographie nicht. Schläpfer betont vielmehr das Allgemeingültige an Brahms‘ Requiem, das nicht als an eine Konfession gebundene Totenmesse konzipiert sei, sondern als ein sehr menschliches Stück. „Es geht um permanente Lebensfragen, die jeden umtreiben. Zweifel, Freude, Anklage –auch ums Behütetsein und Verlorensein.“ Er vertraue auf die große Kraft der Tanzkunst, der es gelinge, ohne Worte und Erklärungen allein über die Sinne und das Gefühl Begegnungen zu ermöglichen und Verbindungen zu schaffen. „Bei aller Unterschiedlichkeit können wir beim Erleben von Kunst spüren, wie viele Ähnlichkeiten wir auch haben.“

Für Schläpfer selbst ist die Begegnung mit dem eigenen Werk nach zweijähriger Pause überaus spannend. Die Besetzung hat sich seit der Uraufführung im Juli 2011 mehrfach verändert. Mit dem zeitlichen Abstand und der veränderten Interpretation durch neu hinzugekommene Tänzerpersönlichkeiten muss der Chefchoreograph sämtliche Sequenzen evaluieren, sich in den Schaffensprozess neu eindenken. Eine fruchtbare Arbeit für ihn und seine Compagnie. Und so dient die weite Reise nebenbei auch der intensiven Repertoirepflege am Standort Düsseldorf und Duisburg.

Gesponsert von Grafental GmbH & Co. KG / Gefördert durch Gil Bronner und die Moe Radzyner Stiftung Brückenschlag LSL

Aufführungen im Israeli Opera House:

Di 20.10.  20.00 Uhr | Mi 21.10. 20.00 Uhr | Do 22.10.  20.00 Uhr | Fr 23.10. 13.00 Uhr | Sa 24.10.  21.00 Uhr

*Titelfoto: b 09/Martin Schläpfer/Ein Deutsches Requiem/13 Ensemble Foto © Gert Weigelt

 

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