Ballett am Rhein – Ballettpremiere b.28: Deutschlanddebüt für Hubert Essakow

Hubert Essakow / Foto @ Stephen Wright-Photography
Hubert Essakow / Foto @ Stephen Wright-Photography

Ballett am Rhein zeigt zwei Uraufführungen und einen Klassiker des Modern Dance.

Zur letzten Düsseldorfer Ballettpremiere in dieser Spielzeit am Sonntag, 29. Mai, um 18.30 Uhr, präsentiert Martin Schläpfer mit b.28 gleich zwei Uraufführungen: „Tenebre“ von Hubert Essakow und „Different Dialogues“ von Nils Christe. Dazu zeigt das Ballett am Rhein mit „Esplanade“ von Paul Taylor ein Schlüsselwerk des American Modern Dance.

Zu barocken Klängen von Johann Sebastian Bach schuf Paul Taylor 1975 sein Ballett „Esplanade“, das heute zu den Meisterwerken des Modern Dance zählt. Bewegungsabläufe aus dem Alltag transformierte Taylor zu dynamischen und verspielten Tanzszenen; mit fast kindlicher Freude springen, laufen, drehen, fallen die Tänzer in schier endlosen Formationen über die Bühne – ein sommerlich-heiterer Höhenflug gegen die Schwerkraft, unterbrochen von kurzen Momenten der Melancholie.

Sein Deutschlanddebüt gibt Hubert Essakow, Shootingstar der Londoner Tanzszene, mit der für das Ballett am Rhein geschaffenen Choreographie „Tenebre“. Zu Kompositionen für Streichorchester und Viola von Bryce Dessner und Soundscapes des britischen Klangkünstlers Gareth Mitchell nimmt Essakow sein Publikum mit auf eine Reise durch die Nacht zum Licht. Merle Hensel, deren unkonventionelle Ausstattungen für Tanz, Sprechtheater, Oper und Film genauso neugierig machen wie die Arbeiten des in London ansässigen Lichtgestalters Mark Doubleday, sind seine Partner für die optische Gestaltung des Stücks.

Mit einer neuen Choreographie ist außerdem der Niederländer Nils Christe zu Gast beim Ballett am Rhein. Christe, der in Düsseldorf und Duisburg mit so unterschiedlichen Stücken wie „Fearful Symmetries“ und „Sorrowful Songs“ begeisterte, choreographiert in seiner Uraufführung „Different Dialogues“ zu Teilen aus Phillip Glass’ Sinfonie Nr. 3 und dessen Konzert für Violine und Orchester. Die Energien der Musik lässt Christe eindrucksvoll im Tanz sichtbar werden; virtuos kreiert er ein rasantes Spiel ständig wechselnder Gruppenstrukturen, denen er zarte und intensive Pas de deux gegenüberstellt.

Am Pult der Düsseldorfer Symphoniker ist der junge Kapellmeister Aziz Shokhakimov zu erleben. Solisten in Johann Sebastian Bachs und Philip Glass’ Violinkonzerten sind die Konzertmeister der Düsseldorfer Symphoniker Franziska Früh, Dragos Manza, Egor Grechishnikov und Emilian Piedicuta. Bryce Dessners „Delphica“ wird interpretiert von Solobratschist Ralf Buchkremer.

Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf: So 29.05. – 18.30 Uhr (Premiere) | Mi 01.06. – 19.30 Uhr | Sa 04.06. – 19.30 Uhr | So 12.06. – 18.30 Uhr | So 03.07. – 18.30 Uhr | Do 07.07. – 19.30 Uhr | So 10.07. – 15.00 Uhr

Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf (0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (0203.283 62 100) und online unter www.operamrhein.de

 

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