Aalto-Musiktheater und Essener Philharmoniker: März 2016 – Spielplan-Höhepunkte

„Elektra“ (Foto: Annemie Augustijns; Probenfoto der Opera Vlaanderen Antwerpen/Gent)
„Elektra“ (Foto: Annemie Augustijns; Probenfoto der Opera Vlaanderen Antwerpen/Gent)

Aalto-Musiktheater und Essener Philharmoniker

März 2016 – Spielplan-Höhepunkte 

alto-Musiktheater

Premiere

Elektra

Oper von Richard Strauss

Mit Übertiteln

Mit Richard Strauss‘ einaktiger Tragödie „Elektra“ bringt das Aalto-Musiktheater ein Schwergewicht des deutschen Opernrepertoires auf die Bühne. Die vierte Premiere dieser Spielzeit findet am Samstag, 19. März 2016, um 19 Uhr statt. Regie in dieser Koproduktion mit der Opera Vlaanderen Antwerpen/Gent führt David Bösch, der viele Jahre mit seinen Inszenierungen am Schauspiel Essen für Aufmerksamkeit sorgte, sich aber auch immer wieder der Oper gewidmet hat (etwa Donizettis „Liebestrank“ an der Bayerischen Staatsoper). Bösch rückt die die post-traumatischen Störungen Elektras und ihrer Geschwister als Folge des fatalen Vatermords ins Zentrum. Die Optik dieser Produktion verräumlicht das archaische Prinzip der Blutrache und zeigt drastisch konkret, was die alpträumende Mutter Klytämnestra zu verantworten hat. In den Hauptpartien sind Rebecca Teem als Elektra, Katrin Kapplusch als Chrysothemis und Doris Soffel/Renée Morloc als Klytämnestra zu erleben. Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Tomáš Netopil.

Musikalische Leitung Tomáš Netopil | Inszenierung David Bösch | Bühne Patrick Bannwart, Maria Wolgast | Kostüme Meentje Nielsen | Licht-Design Michael Bauer | Dramaturgische Betreuung Markus Tatzig | Choreinstudierung Patrick Jaskolka

Einführungsmatinee 13. März 2016, 11:00 Uhr, Aalto-Theater

Premiere 19. März 2016, 19:00 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 23., 26. März; 3., 7., 16. April; 22., 29. Mai 2016

Eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen Antwerpen/Gent.

Gefördert von der Sparkasse Essen.

Szenenfoto zu „La Traviata“ (Foto: Saad Hamza)
Szenenfoto zu „La Traviata“ (Foto: Saad Hamza)

Wiederaufnahme

La traviata

Oper von Giuseppe Verdi

Mit „La Traviata“ kehrt eine der populärsten Opern Giuseppe Verdis zurück auf den Spielplan des Essener Aalto-Theaters. Nach der Wiederaufnahme am Donnerstag, 24. März 2016, um 19:30 Uhr folgen weitere Vorstellungen am 24. und 30. April sowie am 15. Mai. Die Hauptpartien übernehmen Jessica Muirhead (Violetta), Abdellah Lasri/Alexey Sayapin (Alfredo) und Heiko Trinsinger/Günter Papendell (Giorgio). Die Essener Philharmoniker spielen unter der Leitung von Giuseppe Finzi. Die Inszenierung stammt von Josef Ernst Köpplinger, das Bühnenbild entwarf Alfred Mayerhofer. Die Einstudierung des Opernchors liegt in den Händen von Patrick Jaskolka. Ein Jahr nach der zunächst wenig gelungenen Uraufführung 1853 in Venedig begann „La Traviata“ ihre beispiellose Erfolgsgeschichte, die sie nach allen Statistiken zur beliebtesten Oper Verdis macht, gar in manchen Ländern zur meist aufgeführten Oper generell. Und auch der Komponist selbst konnte einige Zeit später auf die Frage, welches seiner eigenen Werke er am meisten schätze, antworten: „Als Profi halte ich ‚Rigoletto‘ für meine beste Arbeit, als Liebhaber aber ‚La Traviata‘.“

Musikalische Leitung Giuseppe Finzi | Inszenierung Josef Ernst Köpplinger | Bühne Johannes Leiacker | Kostüme Alfred Mayerhofer | Choreinstudierung Patrick Jaskolka

Wiederaufnahme 24. März 2016, 19:30 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 24., 30. April; 30. Mai 2016, Aalto-Theater

 Foto mit Tomáš Netopil und den Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza)
Foto mit Tomáš Netopil und den Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza)

Essener Philharmoniker

7. Sinfoniekonzert

Stabat Mater

Für das 7. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil ein Chorwerk ausgewählt, das ihm „besonders am Herzen liegt“: Mit Antonín Dvořáks „Stabat Mater“ steht am Donnerstag/Freitag, 3./4. März 2016, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen das erste große tschechische Oratorium der Geschichte auf dem Programm. Demütig-fromme Schmerzensklänge treffen hier auf den wiegenden Ton im Geiste einer böhmischen Dorfhochzeit. Das Resultat ist ein andächtiger Totentanz, der das mittelalterliche Gedicht „Stabat mater dolorosa“ mit viel Feingefühl und farbenreicher Instrumentation sinnlich erfahrbar macht. Dvořák identifizierte sich nach eigener Aussage nach dem tragischen Tod dreier seiner Kinder in den Jahren 1875 bis 1877 auf ganz persönliche Weise mit der feingliedrigen Dichtung, die ihm gleichsam als Trauerbewältigung diente. Als Gesangssolisten sind die Aalto-Ensemble-Mitglieder Katrin Kapplusch, Alexey Sayapin und Almas Svilpa sowie die früher ebenfalls am Aalto-Theater engagierte Ieva Prudnikovaite zu erleben. Außerdem wirken der Opernchor des Aalto-Theaters und der Philharmonische Chor Essen (Einstudierung: Patrick Jaskolka) mit.

Antonín Dvořak „Stabat Mater“, op. 58

Tomáš Netopil, Dirigent

Donnerstag/Freitag, 3./4. März 2016, 20:00 Uhr, Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

8. Sinfoniekonzert

Zarathustra

Spätestens seit Stanley Kubricks meisterhaftem Film „2001: Odyssee im Weltraum“ ist Richard Strauss‘ Orchesterwerk „Also sprach Zarathustra“ weltberühmt. Während sich der Film auf die Einleitung („Sonnenaufgang“) beschränkt, ist die Tondichtung im 8. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker komplett in voller Pracht und Wirkung zu erleben. Generalmusikdirektor Tomáš Netopil dirigiert Strauss‘ Opus 30 am Donnerstag/Freitag, 31. März/1. April 2016, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen. Der Komponist selbst bezeichnete es als „das Bedeutendste, Formvollendetste, Inhaltsreichste, Eigentümlichste meiner Stücke“. Ein weiteres Werk von Strauss steht mit dessen Hornkonzert Nr. 2 auf dem Programm (Solist: Radek Baborák). Auftakt des Konzertes bildet Wolfgang Amadeus Mozarts „kleine g-Moll-Sinfonie“, KV 183. Die ernst-aggressive, dynamische Wucht dieser vorromantischen Sinfonie wird oft als Pendant zum fast zeitgleich publizierten Goethe’schen „Werther“ gesehen.

Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 25 g-Moll, KV 183

Richard Strauss Konzert Nr. 2 Es-Dur für Horn und Orchester

Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“ – Tondichtung für großes Orchester, op. 30

Tomáš Netopil, Dirigent

Radek Baborák, Horn

Donnerstag/Freitag, 31. März/1. April 2016, Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Karten T 02 01 81 22-200 | tickets@theater-essen.de | www.theater-essen.de

*Titelfoto:   Tomáš Netopil und die Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza)

 

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