Aalto-Musiktheater & Essener Philharmoniker Höhepunkte März 2017

Alfried-Krupp-Saal / Foto DAS OPERNMAGAZIN

Informationen zu den Spielplan-Höhepunkten des Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker im März 2017:

  • Wiederaufnahme: Musical „Die Märchenwelt zur Kur bestellt“
  • Letzte Vorstellung: „Carmen“
  • Neue Reihe: „Tat Ort Aalto“ 

 

Aalto-Musiktheater

Wiederaufnahme

Die märchenwelt zur Kur bestellt

Musical von Heribert Feckler

Die Bühne des Aalto-Theaters verwandelt sich in eine völlig verrückte Märchenwelt: Am Mittwoch, 8. März 2017, um 19:30 Uhr kehrt das temporeiche Musical „Die Märchenwelt zur Kur bestellt“ zurück auf den Spielplan. Man darf sich auf ein großes Bühnenspektakel freuen, in dem nicht nur das an einer Apfelallergie leidende Schneewittchen reif für die Kur ist. Die Froschprinzessin will ihren Frosch nicht mehr an die Wand klatschen, Aschenputtel läuft am liebsten barfuß. Und auch die „Märchenmänner“ sind nicht mehr das, was sie mal waren: Rumpelstilzchen verzichtet freiwillig auf das Kind der Königin, das tapfere Schneiderlein ist überhaupt nicht furchteinflößend und der Kaiser ohne Kleider prägt den neusten Modetrend. Doch dafür gibt es ja das „Kurhotel Grimm“ – hier werden alle Märchenversager wieder einsatzfähig gemacht. Das spielfreudige Gesangsensemble mit Henrik Wager, Tim Hüning, Andreas Wolfram, Jana Stelley, Christina Clark und Marie-Helen Joël lässt die verdrehte Märchenwelt lebendig werden. Unter der Leitung von Heribert Feckler sorgt das United Rock Orchestra für die stimmungsvolle musikalische Begleitung.

Musikalische Leitung Heribert Feckler

Inszenierung Marie-Helen Joël | Bühne und Kostüme Beata Kornatowska

Wiederaufnahme Mittwoch, 8. März 2017, 19:30 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 9., 10. März; 17. April 2017, Aalto-Theater

 

Porträt Tamara Gura, Titelpartie Carmen (Foto: Uwe Arens)

Letzte Vorstellung am Aalto-Theater

Carmen

Oper von Georges Bizet

Carmen“ in einem spanischen Restaurant in Gelsenkirchen: Dietrich W. Hilsdorfs Inszenierung von Georges Bizets Oper ist längst Kult am Aalto-Musiktheater. Nun verabschiedet sich die Produktion aus dem Jahr 1998 vom Spielplan des Essener Opernhauses. Am Sonntag, 12. März 2017, um 16:30 Uhr steht die letzte Vorstellung auf dem Programm. In der Titelpartie ist die amerikanische Mezzosopranistin Tamara Gura zu erleben, die kürzlich am Staatstheater Darmstadt ihr Carmen-Debüt feiern konnte und am Aalto-Theater bereits als Ariodante in Händels gleichnamiger Oper brilliert hat. Die weiteren Hauptrollen übernehmen Peter Auty (Don José), Almas Svilpa (Escamillo) und Jessica Muirhead (Micaëla). Kaum eine Oper ist so klischeehaft mit bestimmten Bildern und Aufführungstraditionen verknüpft wie „Carmen“: Stierkampf, Toreros und rassige Frauen. Bizet ist niemals in Spanien gewesen, seine volkstümliche Oper, 1875 uraufgeführt, ist ein Produkt reinster künstlerischer Imagination. Und so zeigt die Essener Inszenierung einfache Menschen von nebenan, die im Ruhrpott von Freiheit und Liebe träumen. Über ihre Sehnsüchte, werden sie erst einmal ausgesprochen, geraten die Figuren plötzlich in die Handlung der Oper hinein, und das Lokal des „Spaniers“ wird zur Arena, in der auf doppeltem Boden ein Kampf um Macht, Liebe und Tod ausgetragen wird, aber auch Witz und Fantasie ihren Platz haben.

Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi

Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf | Bühne und Kostüme Johannes Leiacker

Choreinstudierung Jens Bingert

Letzte Vorstellung 12. März 2017, 16:30 Uhr, Aalto-Theater

Neue Reihe: Tat ort aalto

Von Sevilla bis thessaloniki“

Das Publikum auf der Opernbühne: In der neuen Reihe „Tat Ort Aalto“ wird diese Vorstellung Realität. Am Sonntag, 12. März 2017, um 21 Uhr besteht erstmals die Möglichkeit zu diesem spannenden Perspektivwechsel. Den Auftakt machen der Aalto-Bariton Georgios Iatrou und der Pianist Yorgos Ziavras mit einer Reise „Von Sevilla bis Thessaloniki“. Der Abend findet im Bühnenbild der Oper „Carmen“ statt, die zuvor zum letzten Mal am Aalto-Theater zu erleben ist. Eine passende Lokalität: Schließlich spielt sich die Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf in einem spanischen Restaurant ab. Hier darf das Publikum Platz nehmen und sich auf Werke u. a. von Henri Duparc, Ernest Chausson, Giacomo Puccini, Francesco Paolo Tosti, Michael Ortega, Manos Hadjidakis sowie traditionelle Volkslieder freuen. Georgios Iatrou wurde in Thessaloniki geboren und gehört seit der Spielzeit 2015/2016 zum Ensemble des Aalto-Musiktheaters. Erleben konnte man ihn unter anderem als Figaro im „Barbier von Sevilla“ und Valentin in „Faust“. Yorgos Ziavras stammt ebenfalls aus Griechenland. Der junge Pianist ist zurzeit Stipendiat des Opernstudios Niederrhein am Theater Krefeld und Mönchengladbach. Auch die zukünftigen „Tat Ort Aalto“-Abende finden im Bühnenbild der jeweils am selben Tag gespielten Oper statt – und das Publikum kann live dabei sein: mitten auf der Bühne, nah an den Künstlern, dem Geschehen, dem Ort der Tat.

Sonntag, 12. März 2017, 21:00 Uhr, Aalto-Theater

Porträt Giacomo Sagripanti, Dirigent im 7. Sinfoniekonzert (Foto: Henry J. Fair)

Essener Philharmoniker

7. Sinfoniekonzert

BRAHMS 1

Fast fünfzehn Jahre nahm sich Johannes Brahms für die Komposition seiner ersten Sinfonie Zeit. Enorm hoch war der Anspruch, aus dem Schatten Beethovens herauszutreten. Dies ist ihm ohne Frage gelungen, auch wenn er seinem Vorbild hier noch sehr nahe kommt. Im 7. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker steht nun die Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68 auf dem Programm. Weitere Werke an diesem Abend sind Pjotr I. Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ sowie Francis Poulencs „Gloria“ für Sopran, Chor und Orchester. Das Stück löste bei seiner Uraufführung einen Skandal aus – als zu humorvoll wurde das „Laudamus te“ bezeichnet. Poulenc allerdings dachte bei der Komposition nur an „ein paar Benediktinermönche, die ich in ihren fliegenden Kutten Fußball spielen sah“. Mitwirkende sind die Sopranistin Zuzana Marková und der Philharmonische Chor Essen. Die musikalische Leitung des Abends hat Giacomo Sagripanti. Der italienische Dirigent ist dem Essener Publikum bereits bestens bekannt: In den Opernpremieren „Il barbiere di Siviglia“ und „Norma“ stand er ebenso am Pult wie in einem Sinfoniekonzert. 2016 wurde er mit dem International Opera Award als bester Nachwuchsdirigent ausgezeichnet.

Donnerstag/Freitag, 2./3. März 2017, 20:00 Uhr

Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

8. Sinfoniekonzert

MENDELSSOHN 3

Auf eine Reise nach Großbritannien nehmen die Essener Philharmoniker ihr Publikum im 8. Sinfoniekonzert der Saison. Unter der Leitung des schottischen Dirigenten Rory MacDonald stehen Werke von Benjamin Britten, Edward Elgar und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Brittens vier „Sea Interludes“ aus der Oper „Peter Grimes“ haben durchaus biografische Bezüge: „Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich in engem Kontakt mit dem Meer. Unser Haus blickte direkt auf die See, und zu den Erlebnissen meiner Kindheit gehörten die wilden Stürme, die oftmals Schiffe an unsere Küste warfen und ganze Strecken der benachbarten Klippen wegrissen“, schreibt der aus der ostenglischen Küstenstadt Lowestoft stammende Komponist. Rätselhaft geblieben sind bis heute Elgars „Enigma-Variationen“, in denen „das Hauptthema nie erscheint, der wichtigste Charakter niemals auftritt“, so Elgar. Mendelssohns „Schottische“ Sinfonie schließlich hat ihren Ursprung in einer Reise des damals 20-jährigen Komponisten auf die Inselgruppe der Hebriden vor der schottischen Küste.

Donnerstag/Freitag, 23./24. März 2017, 20:00 Uhr

Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Karten T 02 01 81 22-200 | tickets@theater-essen.dewww.theater-essen.de

*Titelfoto: Porträt Tamara Gura, Titelpartie Carmen (Foto: Uwe Arens)

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