Aalto-Musiktheater & Essener Philharmoniker Höhepunkte Juni 2016

KlassikLounge im Café Central (Foto: Saad Hamza)
KlassikLounge im Café Central (Foto: Saad Hamza)

Aalto-Musiktheater & Essener Philharmoniker Höhepunkte Juni 2016

Aalto-Musiktheater

Premiere

il barbiere di siviglia

Oper von Gioacchino Rossini

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Er inszenierte als 30-Jähriger den „Fliegenden Holländer“ bei den Bayreuther Festspielen, in der kommenden Spielzeit wird er mit „Così fan tutte“ am Royal Opera House in London debütieren. Doch zunächst ist der Regisseur Jan Philipp Gloger in Essen zu erleben: Am Aalto-Musiktheater setzt er Gioacchino Rossinis Komische Oper „Il barbiere di Siviglia“ in Szene. Gemeinsam mit Bühnenbildner Ben Baur und Kostümbildnerin Marie Roth widmet er sich einer der beliebtesten Komödien der Theatergeschichte: Ein älterer Mann will eine junge Frau heiraten, die ihrerseits einen Jüngeren liebt. Das junge Paar findet sich, der ältere Mann wird düpiert. Doch wohl niemand hat diese Geschichte hinreißender erzählt als Gioacchino Rossini, denn er lässt darin eine Figur auftreten, die für Turbulenzen und Wirbel sorgt wie kaum eine Opernfigur davor oder danach – eben Figaro, den Barbier von Sevilla. Glogers Ansicht nach passt der Stoff sehr gut in unsere Zeit: „Die Figuren sind Getriebene – von Geldgier, Geltungssucht und Eitelkeiten. Trotzdem können sie in ihrer teilweise brutalen Fremdsteuerung witzig und darin liebenswert sein.“

Jan Philippe Gloger, Regisseur „Il barbiere di Siviglia“ (Foto: Heinrich Völkel)
Jan Philippe Gloger, Regisseur „Il barbiere di Siviglia“ (Foto: Heinrich Völkel)

Musikalische Leitung Giacomo Sagripanti | Inszenierung Jan Philipp Gloger | Bühne Ben Baur Kostüme Marie Roth | Dramaturgie Christian Schröder | Choreinstudierung Patrick Jaskolka

Einführungsmatinee 29. Mai 2016, 11:00 Uhr, Aalto-Theater

Premiere 4. Juni 2016, 19:00 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 9., 18., 22., 24., 26., 30. Juni; 3., 9. Juli 2016

(Wiederaufnahme in der Spielzeit 2016/2017 am 16. September 2016)

Gefördert von der Funke Mediengruppe und dem Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen.

mehrmusik

Liebesleid & liebesfreud

Mit „mehrmusik“ bietet das Aalto-Musiktheater eine etwas andere Form des Liederabends. Der letzte Abend der Reihe in dieser Spielzeit steht unter dem Titel „Liebesleid & Liebesfreud“: Das Vokal-Quartett-Essen wandelt im volksliedhaften Ton auf den Pfaden der Liebe mit Werken von Johannes Brahms, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schubert, Max Reger u. a. Gemeinsam mit dem Erzähler Andreas Schöneich und dem Pianisten Chris Bruckman begeben sich Katrin Rosenstock (Sopran), Marion Thienel (Alt), Ulrich Wohlleb (Tenor) und Michael Haag (Bass) auf den Weg durch Freud und Leid.

Montag, 7. Juni 2016, 19:30 Uhr, Aalto-Theater, Foyer

Foto mit GMD Tomáš Netopil und den Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza)
Foto mit GMD Tomáš Netopil und den Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza)

Essener Philharmoniker

11. Sinfoniekonzert

Sacre

Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 A-Dur und Igor Strawinskys „Le Sacre du printemps“: Genau einhundert Jahre liegen zwischen den Uraufführungen dieser bedeutenden Orchesterwerke. Im 11. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker kommen sie beide unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil zur Aufführung. Beethovens siebte Sinfonie wurde einige Wochen nach der Völkerschlacht von Leipzig 1813 in Wien mit gewaltigem Erfolg uraufgeführt und steht so im Kontext einer patriotischen, anti-napoleonischen Bewegung. Der zentrale zweite Satz, das Moll-Allegretto, ertönt als dynamisch wachsender Trauermarsch und ist laut Beethoven denjenigen gewidmet, „die uns so viel geopfert haben“. Im Jahr 1913 erblickte Igor Strawinskys „Frühlingsopfer“ das Licht der Bühnenwelt. Die dissonant moderne Ballettmusik wurde für die Ballets Russes von Sergej Diaghilev komponiert und präsentiert in Strawinskys eigenen Worten „die Vision einer großen heidnischen Feier: Alte weise Männer sitzen im Kreis und schauen dem Todestanz eines jungen Mädchens zu, das geopfert werden soll, um den Gott des Frühlings günstig zu stimmen“.

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 A-Dur, op. 92

Igor Strawinsky „Le Sacre du printemps“ (Das Frühlingsopfer)

Tomáš Netopil, Dirigent

Donnerstag/Freitag, 16./17. Juni 2016, 20:00 Uhr, Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

KlassikLounge: „Dancing woodwinds“

Unter dem Titel „Dancing woodwinds“ gehört die letzte KlassikLounge dieser Spielzeit ganz den Holzbläsern der Essener Philharmoniker. Kerstin Holstein (Flöte), Celina Holz (Flöte), Karla Müller (Oboe, Englischhorn), Johannes Schittler (Klarinette) und Ilka Wagner (Fagott) zeigen im Café Central des Grillo-Theaters die Vielseitigkeit ihrer Instrumente. Auf dem Programm stehen Werke von Dmitri Schostakowitsch, Mátyás Seiber, Darius Milhaud, Joseph Bodin de Boismortier, Béla Bartók, Sergej Prokofjew, Giovanni Battista Bassini, Ferdinando Bertoni, Leoš Janáček und Johann Sebastian Bach. Vor und nach den Live-Acts sorgt wie immer ein DJ für entspannte Lounge-Musik. Und natürlich hat das Publikum am Ende auch wieder die Möglichkeit zum lockeren Austausch mit den Musikern. Die Reihe „KlassikLounge“, bei der man klassische Musik in einem lockeren Rahmen erleben kann, wird in der kommenden Spielzeit fortgesetzt. Nächster Termin: 12. September 2016.

Montag, 20. Juni 2016, 19:30 Uhr, Grillo-Theater, Café Central, Eintritt frei (Zählkarten an der Abendkasse)

Karten T 02 01 81 22-200 | tickets@theater-essen.de | www.theater-essen.de

*Titelfoto mit GMD Tomáš Netopil und den Essener Philharmonikern (Foto: Saad Hamza)

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