Aalto-Musiktheater Essen: Giuseppe Verdis „Rigoletto“ – Premiere am Samstag, 21. Januar 2017, um 19:00 Uhr

Aalto-Theater/Opernhaus/Foto@Bernadette Grimmenstein

Glaube und Vertrauen, das aktuelle Spielzeit-Thema des Aalto-Musiktheaters, kommt in der dritten Premiere der Saison am Samstag, 21. Januar 2017, um 19 Uhr auf besonders tragische Weise zum Ausdruck: In Giuseppe Verdis „Rigoletto“ führen das mangelnde Vertrauen des buckligen Hofnarren und der große Glaube seiner Tochter Gilda zur finalen Katastrophe. 

Der Regisseur Frank Hilbrich stellt sich mit dieser Produktion erstmals dem Essener Publikum vor. „Mich interessiert vor allem das Unheimliche an dieser Geschichte, der Psychothriller. Verdis Oper ist ungeheuer dicht komponiert“, betont Hilbrich. Am Pult der Essener Philharmoniker steht mit Matteo Beltrami ein Verdi-Dirigent par excellence – was er im „Maskenball“ am Aalto-Theater erst in der vergangenen Spielzeit unter Beweis stellen konnte. Darüber hinaus machte er unter anderem an der Semperoper Dresden mit Rossinis „Barbier von Sevilla“ und Donizettis „Liebestrank“, mit dem er auch vor drei Jahren sein Debüt am Aalto-Theater gab, auf sich aufmerksam.

In der Titelpartie des Rigoletto ist der aus San Marino stammende Bariton Luca Grassi zu erleben, der in Essen bereits als Renato in Verdis „Maskenball“ sowie als Valdeburgo in Bellinis „La straniera“ begeistert hat. Der Tenor und Aalto-Publikumsliebling Abdellah Lasri, der mit seinem eindrucksvollen Faust-Debüt sowie seinen packenden Auftritten in „La Traviata“, „La Bohème“ und „Werther“ große Erfolge hatte, feiert nun seine Premiere als Herzog von Mantua. Erstmals am Aalto-Theater zu Gast ist die junge rumänische Sopranistin Cristina Pasaroiu, die in letzter Zeit unter anderem als Violetta („La Traviata“) und Desdemona („Otello“) an der Oper Frankfurt in wichtigen Verdi-Partien glänzen konnte. „Der König amüsiert sich“ – so lautet der Titel der Vorlage zu Verdis „Rigoletto“.

In der Oper ist es dann aber kein König mehr, sondern es sind zwei Männer, die sich amüsieren, und zwar auf Kosten anderer: der Herzog von Mantua und sein Hofnarr Rigoletto. Während der Herzog seinen Frauenverschleiß wider moralische Grundsätze überschäumen lässt, macht sich Rigoletto über die Männer der Auserwählten lustig. Zu Hause mimt er den liebenden Vater, der seiner Tochter Gilda die Außenwelt jedoch beinahe gänzlich verwehrt – nicht mal seinen Namen kennt sie. Es kommt, wie es kommen muss: Gilda und der Herzog verlieben sich ineinander, die Doppelexistenz Rigolettos erhält Brüche. Auf Rache schwörend setzt er ein gewaltiges Drama in Gang, das ihm selbst zum Verhängnis wird.

Dirigent Matteo Beltrami (Foto: Roberto Ricci).

Musikalische Leitung Matteo Beltrami | Inszenierung Frank Hilbrich | Bühne Volker Thiele Kostüme Gabriele Rupprecht | Choreinstudierung Patrick Jaskolka | Dramaturgie Markus Tatzig

Der Herzog von Mantua Abdellah Lasri | Rigoletto Luca Grassi | Gilda Cristina Pasaroiu Graf von Monterone Baurzhan Anderzhanov | Graf von Ceprano Mateusz Kabala Die Gräfin Elbenita Kajtazi | Marullo Georgios Iatrou | Borsa Albrecht Kludszuweit Sparafucile Tijl Faveyts| Maddalena Bettina Ranch | Giovanna Marie-Helen Joël Ein Page der Herzogin Liliana de Sousa | Ein Gerichtsdiener Swen Westfeld Opernchor des Aalto-Theaters | Essener Philharmoniker

Einführungsmatinee Sonntag, 15. Januar 2017, 11:00 Uhr, Aalto-Theater Premiere Samstag, 21. Januar 2017, 19:00 Uhr, Aalto-Theater Weitere Vorstellungen 25., 27. Januar, 4., 9., 19. Februar; 16., 25., 30. März, 20., 26., 28. Mai 2017 Zu jeder Vorstellung findet eine halbe Stunde vor Beginn ein Einführungsvortrag im Foyer statt.

*Titelfoto: Dirigent Matteo Beltrami (Foto: Roberto Ricci)

*Weitere Infos, Termine und Karten unter DIESEM LINK

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.