Szenenfoto aus „Passacaglia“ (Choreografie von Denis Untila & Michelle Yamamoto, präsentiert bei „PTAH III“ 2014) (Foto: Mario Perricone)

Aalto Ballett Essen: Philharmonie-Abend „Vibrations“ kombiniert Orgelmusik und Tanz

Porträt Roland Maria Stangier (Foto: Sven Lorenz)
Porträt Roland Maria Stangier (Foto: Sven Lorenz)

Aalto Ballett Essen mit Uraufführungen zu Gast in der Philharmonie Essen am Freitag, 12. Mai 2017, um 20 Uhr

 

 

Wenn eine „Königin“ einlädt, dann darf man von einer erlesenen Gästeliste ausgehen. Das gilt ganz besonders für den nächsten Abend in der Orgel-Reihe der Philharmonie Essen: Unter dem Titel „Vibrations“ erwartet das Publikum am Freitag, 12. Mai 2017, um 20 Uhr eine inspirierende Kombination aus Orgelmusik und Tanz. Zu Gast ist die Compagnie des Aalto Ballett Essen. Die beiden jungen Choreografen und Compagnie-Mitglieder Armen Hakobyan und Denis Untila bringen gemeinsam mit Roland Maria Stangier an der Kuhn-Orgel Bühne und Publikum im Alfried Krupp Saal zum Schwingen und – wie der Titel des Abends verspricht – Vibrieren. Exklusiv für dieses außergewöhnliche Gemeinschaftsprojekt der beiden Sparten der Theater und Philharmonie Essen entstehen zwei spannende Balletturaufführungen.

In seinem Stück „Frequencies“ beschäftigt sich Armen Hakobyan mit den Wellenlängen, die alle zwischenmenschlichen Beziehungen ausmachen. Unsere Begegnungen mit Freunden, Familie, Partnern oder gar Seelenverwandten funktionieren nur, wenn die richtigen „Schwingungen“ gegeben sind. Mit manchen Menschen stimmt die Chemie auf Anhieb, mit anderen wird jegliche Form der Kommunikation zum Spießrutenlauf. Wohin kann es führen, wenn man sich gezwungen sieht, seinen eigenen Puls auf den der anderen abzustimmen? Gibt es eine Frequenz, die uns die Gesellschaft als „normal“ vorgibt? Wer tanzt als erster aus der Reihe? Sie scheinen nur schwer greifbar zu sein, diese Schwingungen, die unseren Alltag prägen. Was nicht gesagt, sondern nur gefühlt werden kann, davon erzählt Hakobyans Choreografie.

Alfried-Krupp-Saal / Foto DAS OPERNMAGAZIN
Alfried-Krupp-Saal / Foto DAS OPERNMAGAZIN

Denis Untila lässt in seinem Ballett die Besucher einer Party kurz nacheinander auf unterschiedliche Weisen ums Leben kommen. Wie gestaltet sich der Moment des Sterbens – und wie fühlt sich der Augenblick danach an? Frei nach Woody Allens Bonmot „Ich habe keine Angst vor dem Sterben, ich möchte nur nicht dabei sein, wenn‘s passiert“ werden verschiedene Todesarten durchgespielt: dramatisch, grotesk, tragisch oder auch augenzwinkernd.

Es war ein großer Wunsch von Orgelkustos Roland Maria Stangier, sein Instrument einmal mit Tanz in Verbindung treten zu lassen, und er lässt es sich nicht nehmen, die Choreografien live zu begleiten. Dabei stehen Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Alexandre Guilmant und Marcel Dupré auf dem Programm, ergänzt durch Orgelimprovisationen sowie eingespielte Stücke von Max Richter und Philip Glass. Tim Waclawek und Armen Hakobyan zeichnen für das Bühnenbild verantwortlich, die Kostüme werden von Ulrich Lott, Kostümdirektor des Aalto-Theaters, gestaltet.

 

Karten (Einheitspreis: € 21,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und  www.philharmonie-essen.de.

 

*Titelfoto: Szenenfoto aus „Passacaglia“ (Choreografie von Denis Untila & Michelle Yamamoto, präsentiert bei „PTAH III“ 2014) (Foto: Mario Perricone)

 

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